Minze und ihre Wirkung: 7 Fakten zur Heilpflanze

Die heilende Wirkung der Minze können Sie innerlich und äußerlich nutzen – allerdings nur, wenn Sie die richtigen Sorten verwenden. Erfahren Sie hier mehr zur medizinischen Anwendung von Pfefferminze und Co.

1. Nicht alle Minzarten sind Heilpflanzen

Minze ist in vielen Regionen der Welt zu Hause und hat entsprechend viele Varianten ausgebildet. Medizinisch wirksam sind allerdings nur die Ackerminze, auch Japanische Minze genannt, und die Pfefferminze. Alle anderen Sorten sind zwar eine kulinarische Bereicherung, haben aber keine therapeutische Wirkung. Das gilt auch für die als Tee beliebte Marokkanische Minze, die mitunter auch Nana-Minze genannt wird. Vorsicht ist bei der Polei-Minze angesagt: Sie ist giftig, ihr Verzehr kann zu Erbrechen und schlimmstenfalls zu Atemlähmung führen.

2. Minze hilft bei Magen-Darm-Problemen

Pfefferminze können Sie dank ihrer krampflösenden und blähungslindernden Eigenschaften gut bei Verdauungsproblemen einsetzen. Trinken Sie einfach warmen Minztee, gebrüht aus frischen oder getrockneten Blättern. Alternativ können Sie auch einige Tropfen Minzöl in Wasser auflösen und trinken – allerdings nicht mehr als drei bis sechs Tropfen pro Tag.

3. Mit Minze gegen Atemwegsprobleme

Entzündungen der oberen Atemwege, die mit Husten und anderen Atemproblemen einhergehen, können Sie mit Minze sowohl innerlich als auch äußerlich behandeln. Träufeln Sie zum Beispiel etwas Pfefferminzöl in heißes Wasser und inhalieren Sie damit oder reiben Sie Ihre Brust mit mentholhaltigen Salben ein. Die Entzündung wird gehemmt und Sie können freier atmen.

4. Minze wirkt Juckreiz entgegen

Wenn Sie unter Juckreiz leiden, kann die Minze lindernd wirken. Bei großflächigem Jucken können Sie zur Behandlung etwas japanisches Minzöl in ein Vollbad geben. Jucken nur kleine Stellen, können Sie frische Blätter zerreiben oder Minzöl direkt auftragen. Sie werden eine deutlich kühlende Wirkung spüren.

5. Kühlende Wirkung der Minze lindert Schmerzen

Ähnlich wie beim Juckreiz können Sie auch bei Kopf-, Muskel- und Nervenschmerzen von der kühlenden Wirkung der Minze profitieren. Tragen Sie das Minzöl bei Kopfschmerz einfach direkt auf die Schläfen auf oder reiben Sie die anderen betroffenen Körperstellen damit ein.

6. Minze darf nicht bedenkenlos angewendet werden

Da Minze eine starke Wirkung hat, dürfen Produkte aus medizinisch wirksamer Minze nicht immer und überall verwendet werden. Tabu ist die Anwendung direkt auf Schleimhäuten oder nahe der Augen, bei Leberschäden sowie verschiedenen Gallenproblemen. Bei Kleinkindern und Säuglingen kann Minzöl lebensbedrohliche Krämpfe auslösen. Personen mit Sodbrennen sollten zumindest auf die innere Anwendung verzichten, da sie den Magen reizt.

7. Pfefferminzöl in der Apotheke kaufen

Wenn Sie die Heilkraft der Minze nutzen möchten, sollten Sie Pfefferminzöl aus der Apotheke kaufen. Es enthält 30 bis 45 Prozent des heilenden Menthols. Die Minzprodukte aus der Apotheke entsprechen in der Regel den Standards des Deutschen Arzneimittelbuchs und enthalten weniger Pestizide als Produkte nach ISO-Norm.