Nordic Walking: Anleitung für den gesunden Outdoor-Sport

Nordic Walking – braucht es da überhaupt eine Anleitung? Tatsächlich kann bei dem Sport, der für Herz, Kreislauf und gegen Verspannungen Gutes tun soll, so einiges schieflaufen. Lesen Sie, was Sie bei der Ausübung beachten sollten.

Nordic Walking: Anleitung zum Gesundsein

Nordic Walking – das flotte Gehen mithilfe zweier Stöcke –  ist von den Krankenkassen offiziell als eine der Gesundheits- und Präventiv-Sportarten anerkannt worden. Im Schnitt werden pro Jahr und Aktivem rund 75 Euro an Kosten übernommen. Das wundert nicht, schließlich, hat das Laufen mit Stöcken eine ganze Reihe positiver Effekte.

  • Durch das zügige Gehen und den gleichzeitigen Einsatz der Arm-, Rumpf- und Rückenmuskulatur stärken Sie beim Nordic Walking Herz und Kreislauf.
  • Bei richtiger Bewegungsausführung nutzen und trainieren Sie rund neunzig Prozent Ihrer Muskeln.
  • Der Bewegungsablauf löst Verspannungen in Ihrem Schulter- und Nackenbereich und stärkt die Stützmuskulatur Ihres Rumpfes.
  • Dadurch, dass Sie die Atemhilfsmuskulatur aktiv einsetzen, wird die Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus gesteigert.
  • Vorausgesetzt, Sie nutzen die richtige Technik, verbrennen Sie beim Nordic Walking bis zu 400 Kalorien pro Stunde.

Die häufigsten Fehler beim Nordic Walking und wie Sie diese vermeiden

Ganz intuitiv funktioniert die gesunde Sportart jedoch nicht. Viele setzten beim Nordic Walking die Stöcke zu weit vorne auf. Dadurch werden die Beugemuskeln stark und die Muskeln zum Aufrichten zu wenig beansprucht. Das wiederum kann Rückenschmerzen und Verspannungen im Nacken auslösen. Die richtige Ausführung: Wenn Sie das rechte Bein nach vorne schwingen, sollten Sie Ihre linke Schulter nach vorne bringen und den Stock am hinteren linken Fuß aufsetzen. Der rechte Arm bewegt sich dabei mitsamt Stock nach hinten.

Zu große Schritte sind ein weiterer beliebter Fehler beim Nordic Walking. Dabei wird häufig die Ferse zu steil aufgesetzt und das Knie zu weit durchgedrückt. Dadurch kann es zu Problemen mit Knie, Hüfte, Schienbein oder Rücken kommen. Setzen Sie die Fersen eher flach auf, lassen Sie die Knie leicht gebeugt und verringern Sie die Schrittlänge.

Der Stockeinsatz beim Nordic Walking verführt dazu, die Griffe der Stöcke allzu fest und permanent zu umklammern. Mögliche Folgen sind verkrampfte Muskeln in Händen, Armen und Schultern. Nutzen Sie die Handschlaufen der Stöcke. Sobald Sie sich mit dem Stock abgestoßen haben, öffnen Sie leicht die Hand und schwingen dabei den Stock nach hinten. Wenn Sie den Stock nach vorne führen, umfassen sie die Griffe wieder fester.

Oft werden die Stöcke zu wenig eingesetzt und nur zur Stütze mitgeführt. Stoßen Sie sich mit den Stöcken aktiv ab: Faustregel: Auf Naturboden sollten Sie eine Spur aus Löchern hinterlassen.

Bei zu langen Stöcken oder wenn Sie die Stöcke falsch benutzen, kommt es vor, dass die Schultern hochgezogen werden. Nackenverspannungen und Schmerzen in Schultern und Armen können die Folge sein. Achten Sie auf einen korrekten Bewegungsablauf: Schwingen Sie mit dem Stock nach hinten und bewegen sie anschließend die Schulter abwärts Richtung Becken, als wollten Sie diese in ihrer Hosentasche verschwinden lassen. Auch wenn Sie sich mit dem Stock vom Boden abstoßen, bleibt die Schulter unten.

Nordic Walking: Anleitung via Kurs

Aus den aufgeführten möglichen Fehlern wird deutlich: Nordic Walking ist schwerer, als manch einer annehmen mag. Insofern lohnt sich in vielen Fällen ein Kurs, in dem die richtige Technik vermittelt und geübt wird, damit Sie beim Walken fit und gesund bleiben. Hören Sie sich um, gewiss gibt es ein entsprechendes Angebot auch in ihrer Nähe.