Hautprobleme durch Stress: Stresspickel & Co. vermeiden

Unreine Haut ist kein Pubertätsproblem. Stresspickel und Co. können in jedem Alter auftreten. Warum das so ist und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Warum verursacht Stress Pickel?

Stresshormone verhindern den Transport entzündungshemmender Stoffe im Körper – der hauteigene Schutz gegen Bakterien und Co. wird blockiert. Doch damit nicht genug: Stress begünstigt auch die Bildung des Hormons Cortisol. Das wiederum hemmt die Hautzellenregeneration und verhindert die Speicherung von Wasser in den Hautzellen. Die Haut trocknet aus und wirkt stumpf. Durch Stress wird außerdem die Talgproduktion der Haut angeregt. Die Folgen: verstopfte Poren und Mitesser.

Neben den unliebsamen Pickeln sorgt Stress außerdem für eine vorzeitige Hautalterung. In Stresssituationen wird das Blut vermehrt im Herz und der Lunge gebraucht – und fehlt deshalb in der Haut, wo die mangelnde Durchblutung zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führt. Dadurch entstehen freie Radikale und Oxidantien, die die Faltenbildung vorantreiben.

Die Haut als Frühwarnsystem

Zuviel Stress verursacht jedoch nicht nur die nervigen Pickel, auch Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechten können sich durch die emotionale Belastung nachweislich verschlimmern. Plötzliche Hautprobleme im Gesicht und am Körper, rote Flecken, trockene, juckende Stellen – bei diesen Symptomen sollten Sie wachsam sein. Sprießen die ersten Stresspickel am Kinn oder auf der Stirn, ist daher Achtsamkeit geboten: Vielleicht sollten Sie einen Gang runterschalten.

Doch nicht immer muss die Ursache für unreine, juckende oder trockene Haut Stress sein. Die Wahrscheinlichkeit für psychische Ursachen bei einer Veränderung des Hautbildes schwankt zwischen 30 und 60 Prozent. Um andere, körperliche Ursachen auszuschließen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam, wenn die Anzahl der Pickel steigt.

 

Entspannung hilft Stresspickel zu vermeiden.

Entspannung hilft, Stresspickel zu vermeiden.

Tipps für weniger Stresspickel

Für ein funktionierendes Immunsystem muss auch die Psyche intakt sein. Denn regenerieren kann sich der Körper nur, wenn die Stresshormone sinken. Es ist deshalb wichtig, sich regelmäßig Auszeiten zu gönnen. Ausgedehnte Spaziergänge in der Natur, viel Schlaf und bewusstes Durchatmen helfen dabei, den Stresspegel zu senken. Auch Entspannungstechniken wie Meditation, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können beim Stressabbau helfen.

Das allerdings ist oft leichter gesagt als getan. Nicht immer lässt sich der Stress einfach abschütteln. Um die Stresspickel trotzdem möglichst schnell loszuwerden und die schlechte Haut bei der Heilung zu unterstützen, helfen folgende Tricks:

  • Viel Wasser trinken, um der Austrocknung entgegenzuwirken.
  • Regelmäßige Hautpflege mit leichten Lotionen.
  • Sanfte Hautreinigung mit milden, ölfreien Produkten.
  • Gesichtsgymnastik fördert die Durchblutung und lässt den Teint strahlen.

Passende Pflege- und Kosmetikprodukte können dabei helfen, die Symptome der Stresshaut in den Griff zu bekommen. Am besten setzen Sie aber bei der Ursache an und versuchen, Ihr Belastungslevel zu reduzieren.