Inflammatorischer Brustkrebs: Was ist das?

Inflammatorischer Brustkrebs ist eine seltene, aber besonders aggressive Form des Mammakarzinoms. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist hierbei noch wichtiger als bei anderen Brustkrebserkrankungen.

Inflammatorischer Brustkrebs: Seltene Krebsvariante

Hat ein inflammatorischer Brustkrebs den Körper befallen, blockieren Krebszellen die Lymphdrüsen unter der Haut im Brustbereich. Dadurch staut sich Flüssigkeit in der Brust und sie schwillt an. Die Krebszellen breiten sich sehr schnell aus und können auch andere Körperteile befallen. Wenn Sie frühzeitig einen solchen Brustkrebs erkennen, lässt sich dies jedoch mit Glück verhindern.

Symptome der gefährlichen Brusterkrankung

Häufige Symptome, die beim inflammatorischen Brustkrebs in Erscheinung treten, sind neben der schnell fortschreitenden Brustschwellung eine starke Rötung im Brustbereich, die auch in eine pinkfarbene oder violette Richtung gehen kann – ähnlich der Farbe eines Hämatoms. Die Haut an der Brust kann faltig oder schrumpelig wirken, wie bei einer Orange. Die Brust fühlt sich oft warm an, juckt und schmerzt. Hinzu kommen geschwollene Lymphknoten unter dem Arm oder über dem Schlüsselbein. Eine abgeflachte oder eingezogene Brustwarze, teils mit Flüssigkeitsabsonderung, ist ebenfalls möglich. Manchmal, aber nicht immer, lässt sich ein Tumor als Knoten in der Brust ertasten.

Diese Anzeichen können auch durch andere entzündliche Brusterkrankungen verursacht werden und eine geschwollene, schmerzende Brust allein tritt häufig im Rahmen des Menstruationszyklus auf. Dennoch sollten Sie bei unklaren Beschwerden möglichst schnell einen Arzt aufsuchen und im Zweifel bei einer auf Brusterkrankungen spezialisierten Klinik eine Untersuchung beantragen.

Wie lässt sich inflammatorischer Brustkrebs behandeln?

Inflammatorischer Brustkrebs wird mit einem sogenannten multimodalen Ansatz behandelt. Das bedeutet, dass mehrere verschiedene Therapiemöglichkeiten zum Einsatz kommen, um die Krebszellen möglichst effektiv abzutöten. Zunächst sorgt eine medikamentöse Chemotherapie dafür, den Krebstumor zu verkleinern. Anschließend wird er in einer Operation herausgeschnitten und zum Schluss bestrahlt, um eventuell verbliebene Krebszellen zu beseitigen. Um auf Nummer sicher zu gehen, wird bei der Operation unter Umständen die ganze Brust amputiert sowie die Lymphknoten unter dem betroffenen Arm entfernt.