Schwarzkümmelöl: Wirkung des vielseitigen Heilmittels

Seit Jahrtausenden wird Schwarzkümmelöl eine heilende Wirkung nachgesagt. Das Hausmittel soll diverse Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme, Asthma und Hauterkrankungen lindern. Doch kann das die Wissenschaft belegen?

Heilpflanze mit langer Tradition

Im asiatischen und arabischen Raum schwört man auf die Wirkung von Schwarzkümmelöl. Das Naturprodukt gehört dort schon lange zu den beliebtesten Heilpflanzen. Bereits der Prophet Mohammed behauptete, dass Schwarzkümmel gegen alle Krankheiten helfen würde – außer gegen den Tod. Es ist also kaum verwunderlich, dass das Öl auch heute noch gegen diverse Beschwerden eingenommen wird.

Schwarzkümmelöl: Wirkung und Heilkraft

Die Wirkung von Schwarzkümmelöl könnte nicht breiter angelegt sein. So wird dem Öl nachgesagt, bei Magen-Darm-Beschwerden Linderung zu verschaffen, Erkrankungen der oberen Atemwege zu lösen und auch gegen Schuppenflechten oder Fußpilz effektiv zu sein. Zudem sei es harntreibend, blutdruck- und blutzuckersenkend, schmerzlindernd, antibakteriell, krampflösend und soll zu einer Steigerung des Wohlbefindens bei Allergien führen.

Für die Schwarzkümmelöl-Wirkung ist vor allem der Inhaltsstoff Thymochinon verantwortlich. Dass sich dieser Stoff positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, wurde sogar im Jahr 2001 in einer Studie aus Saudi-Arabien dokumentiert.

Das sagt die Wissenschaft

Doch diese Studie war eine der wenigen Belege dafür, dass Schwarzkümmelöl wirklich eine fundamentale positive Wirkung auf den Körper hat. Es gibt relativ wenig Forschungen, die den Effekt auf den Menschen untersucht haben, schreibt die “Stiftung Warentest”. Nachgewiesen werden konnte jedoch die antifungale Wirkung. So verschafft Schwarzkümmelöl bei Fußpilz oder bakteriellen Infektionen tatsächlich Linderung. Darüber hinaus gibt es Untersuchungen, die Hinweise auf eine positive Wirkung bei Asthma, Entzündungen, erhöhten Blutfettwerten, Magen-Darm-Beschwerden und Neurodermitis geben. Für eine arzneiliche Anerkennung reichen die Forschungsergebnisse bislang allerdings nicht aus.

Anwendung und Nebenwirkungen

Schwarzkümmelöl ist als klassisches Öl oder auch in Kapselform erhältlich. Insbesondere das Öl hat einen würzigen Geschmack, der nicht jedem Gaumen gleichermaßen gut gefällt. Mit etwas Honig verfeinert wird er jedoch etwas abgemildert. Da es sehr hoch konzentriert ist, empfiehlt es sich, das Öl nicht auf leeren Magen einzunehmen, da es so Magenbeschwerden auslösen kann. Wichtig beim Kauf: Achten Sie darauf, ein hochwertiges Produkt zu kaufen. Gutes Schwarzkümmelöl sollte aus biologischem Anbau stammen und kaltgepresst sein, um eine schonende Herstellung zu gewährleisten. Einfacher bei der Einnahme sind Kapseln, die einfach mit Wasser heruntergeschluckt werden und sich erst im Magen auflösen.

Die Schwarzkümmelöl-Wirkung klingt vielversprechend. Trotzdem wichtig: Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt. Auch wenn derzeit keine Nebenwirkungen bekannt sind, können Sie individuell auf das Nahrungsergänzungsmittel reagieren. Der Experte wird Sie bezüglich der richtigen Dosierung und Einnahme beraten.