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Wie Ihr Haus einbruchsicher wird: Tipps plus Checkliste
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Michael Hormann
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Michael Hormann
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Wie Ihr Haus einbruchsicher wird: Tipps plus Checkliste

Täglich ereignen sich in Deutschland mehr als 420 Wohnungseinbrüche. Statistisch gesehen wird damit alle drei Minuten ein Fenster aufgehebelt oder ein Schloss geknackt. Ein 100-prozentiger Schutz dagegen lässt sich nicht erreichen. Das Risiko eines Einbruchs können Hausbesitzer oder Mieter jedoch deutlich minimieren.

Ein einbruchsicheres Haus und damit mehr Schutz für Ihr persönliches Eigentum erreichen Sie, indem Sie das Risiko der Einbrecher durch erhöhten Einbruchschutz erhöhen. Je länger Diebe für ihren Beutezug benötigen und mehr Lärm das Eindringen in die Wohnung verursacht, desto höher ist die Chance, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Dazu zählt auch, sie im Unklaren darüber zu lassen, ob Bewohner anwesend sind oder ein Sicherheitsdienst eingeschaltet wurde, der Informationen über ungewöhnliche Vorgänge am Gebäude erhält.

Durch eine Kombination aus Sicherheitstechnik und umsichtigem Verhalten optimieren erhalten Sie ein besonders einbruchsicheres Haus bzw. eine einbruchsichere Wohnung. Für notwendige Investitionen gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bis zu 1.500 Euro an Zuschüssen. 

Checkliste einbruchsicheres Haus: Einbruchschutz Maßnahmen für Mieter und Eigentümer  

  • Haustür und Fenster beim Verlassen des Gebäudes schließen: Gekippte Fenster und lediglich zugezogene aber nicht abgeschlossene Haustüren begünstigen einen schnellen Einbruch. Mit dieser Fahrlässigkeit riskieren Sie auch Ihren Versicherungsschutz. Deshalb sollten Sie mit dem Schließen von Fenstern und Türen wichtige Sicherheitsmaßnahmen nicht auslassen.
  • Zutritt zum Grundstück erschweren: Mauern und Zäune sollten sich nicht als Kletterhilfe anbieten. Um das Übersteigen zu verhindern, können Sie den oberen Bereich zusätzlich sichern.
  • Einstieg in obere Stockwerke verhindern: Leitern und Gegenstände, die Diebe zum Einsteigen nutzen könnten, sollten auf dem Grundstück für Fremde in einem einbruchsicheren Haus unzugänglich sein.
  • Gute Beleuchtung schützt doppelt: Leuchten Sie die Zufahrt und Ihren Eingangsbereich gut aus. Damit verhindern Sie Unfälle und Einbrüche gleichermaßen. Ein mit Lichtanlagen mit Bewegungsmeldern ausgestattetes, einbruchsicheres Haus erschwert Dieben die Arbeit besonders. Auch der Garten sollte ausgeleuchtet werden, da ein dunkler Garten oftmals ein beliebter Eingang für Einbrecher sind.
  • Investition in sichere Schlösser: Wer die Türschlösser von Haus- und Wohnungstüren mit Schutzbeschlägen und Zylinderabdeckung von Schließzylindern ausrüstet, schreckt selbst professionelle Einbrecher ab, da sie das Eindringen enorm erschweren. Auch Kastenzusatzschlösser sind eine beliebte Sicherheitsvorkehrung für Türen.
  • Bei Anwesenheit ebenfalls schützen: Mit Türsicherungen wie einem von innen angebrachten Zusatzschloss einschließlich Sperrbügel schützen Sie sich auch während Ihrer Anwesenheit vor Raubüberfällen. Ein Türspion mit großem Sichtfeld leistet zusätzlich gute Dienste. Damit müssen Sie dubiosen Gestalten gar nicht erst die Tür öffnen.
  • Besonderer Schutz für Terrassentüren und Balkontüren sowie Dachfenster: Ein einbruchsicheres Haus sollte von der Straße und für Nachbarn schlecht einsehbare Türen und Fenster besonders gut schützen. Investieren Sie möglichst schon beim Einbau in Pilzkopfzapfen, das Nachrüsten ist meist wesentlich teurer. Einfache Rollzapfen lassen sich schon in wenigen Sekunden aushebeln. Sinnvoll ist es auch, die Fenster mit Sicherheitsglas (mit hoher Widerstandsklasse) auszustatten, um den Einbrechern das Einschlagen von Fenstern zu erschweren.
  • Nicht über Abwesenheit informieren: Für einbruchhemmende Maßnahmen sollten Sie eine mögliche Abwesenheit unbedingt verschweigen, wie etwa wenn Sie im Urlaub sind. Weder der Anrufbeantworter noch Facebook-Posts sollten Ihre geplante Urlaubsrückkehr verraten, zumindest wenn sie nicht nur an den engen Freundeskreis adressiert sind. Einbrecher könnten solche Informationen als Einladung verstehen.
  • Anwesenheitssimulation: Ein einbruchsicheres Haus suggeriert Ihre Anwesenheit. Dafür eignen sich Zeitschaltuhren, die Lampen oder den Fernseher bei Abwesenheit bedienen und damit Einbrecher verunsichern. Auch können auf diese Weise Fensterläden und Jalousien automatisch geöffnet und geschlossen werden. Wenn das Haus ausgespäht wird, nutzen solche Schutzmaßnahmen jedoch nur wenig.
  • In zusätzliche Sicherheitstechnik investieren: Mit einer Alarmanlage und einer Überwachungskamera (auch Attrappen) lassen sich Diebe wirksam abschrecken. Ein regelrechter Einbrecher-Schreck sind Systeme, die automatisch die Polizei oder eine private Sicherheitsfirma informieren.

Statistiken zufolge brechen die meisten Täter den Einbruch ab, wenn sie nicht binnen fünf Minuten einen Zugang finden. Wie die Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt hat, endet fast die Hälfte (43 Prozent) aller Einbrüche als gescheiterter Versuch, meist aufgrund hochwertiger Sicherungssysteme. Die aufkommenden Kosten für einbruchsicheres Haus lohnen sich deshalb in jedem Fall.

Einbruchsicheres Haus: Schwachstellen aus Sicht der Täter aufspüren

Für ein einbruchsicheres Haus sollten Sie es zunächst auf Schwachstellen testen. Dafür versetzen Sie sich selbst in die Lage der Einbrecher. An den Punkten, an denen Sie in das Gebäude eindringen würden, sollten Sie besonders gute Schutzvorkehrungen treffen. Professionellen Rat für die richtigen Sicherheitsvorkehrungen gegen Langfinger erhalten Sie bei der Polizei und Anbietern von Sicherheitstechnik.

Übrigens: Es gibt Einbrecher, die über sogenannte "Gaunerzinken" kommunizieren. Dabei spähen Sie zunächst ein potentielles Einbruchziel aus und teilen anderen Einbrechern mit, dass es sich ihrer Meinung nach um ein Haus handelt, in dem sich ein Einbruch lohnt. Informieren Sie sich in jedem Fall über die Bedeutung der Gaunerzinken Symbole. Sollten Sie ein Gaunerzinken Symbol in der Nähe Ihres Hauses auffinden, sollten Sie deshalb besonders wachsam sein.

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Michael Hormann
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Michael Hormann beschäftigt sich schon seit Jahren mit Sicherheitstechnik und der Frage: "Wie schützt man sich und sein Heim am besten?" Neben der rechtlichen Lage interessiert ihn vor allem auch, wie man die eigene Sicherheit praktikabel und kostengünstig umsetzt. Seit fast zehn Jahren gibt er sein Wissen an seine Leserinnen und Leser weiter.
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