Sicheres Auto: Das sind die Vorschriften
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Sicheres Auto: Das sind die Vorschriften

Die Teilnahme am Straßenverkehr setzt voraus, dass Ihr Fahrzeug betriebs- und verkehrssicher ist. Verantwortlich dafür sind weder Hersteller noch Händler, sondern Sie als Fahrer. Wer sich hinters Steuer setzt, kann also auch zur Verantwortung gezogen werden.

Mit der Haftung des Fahrers wird der Fahrzeughalter (so nicht identisch) jedoch nicht aus seiner Verantwortung entlassen. Er darf den Wagen nur dann übergeben, wenn der jeweilige Fahrer die notwendigen Voraussetzungen mitbringt. Das setzt neben einem Führerschein zum Beispiel auch voraus, dass die Ladung den geltenden Vorschriften entspricht.

Nachlässigkeit ist kein Kavaliersdelikt

Kommt es zu Ermittlungen aufgrund von Mängeln am Fahrzeug, wird gegen Fahrer und Halter ermittelt. Im Zweifelsfall hat der Halter dafür Sorge zu tragen, dass die Ursachen der Mängel abgestellt werden. Das ist zum Beispiel bei Mietwagen von Relevanz, bei denen (meist) der Verleiher zugleich Halter ist. (Beim Leasing ist dies der Leasingnehmer, da er dauerhaft das Verfügungsrecht besitzt.)  

Zu den Voraussetzungen für ein sicheres Auto gehört eine regelmäßige Wartung und zeitnahe Reparatur von Störungen am Fahrzeug. Von funktionierenden Scheibenwischern über Bremsen bis zur Beleuchtung schützt jede der vielen Einzelteile im Ernstfall vor Unfällen. Das Gleiche gilt für Reifen, die der Jahreszeit angemessen sein und über die vorgeschriebene Profiltiefe und Luftdruck verfügen müssen. Auch ein Mindestvorrat an Benzin sowie ausreichend Bremsflüssigkeit, Scheibenwaschwasser und Motoröl zählen zu den Vorschriften.

Sicherheitsausstattung großes Thema

Moderne Autos bieten eine Vielzahl an Sicherheitsausstattung, von Airbags bis Spurassistent. Per Gesetz vorgeschrieben ist davon lediglich das Anlegen der Sicherheitsgurte. Die genauen Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) finden sich in „Kapitel B Fahrzeuge Abschnitt III Bau- und Betriebsvorschriften“.

Alles genau definiert: Beispiel Warnblinkanlage

Als sicheres Auto gilt ein Pkw laut Gesetz nur, wenn es zusätzlich zu seinen Blinkern (Fahrtrichtungsanzeigern) über eine separat einschaltbare Warnblinkanlage verfügt, die nach dem Einschalten alle am Fahrzeug vorhandenen Blinkleuchten gleichzeitig mit einer Frequenz von 1,5 Hertz – das entspricht 90 Impulsen pro Minute – für eine ausreichende Brenndauer gelbes Licht abstrahlen lässt. Zudem ist in Paragraph 39a STVO vorgeschrieben, dass eine auffällige Kontrollleuchte dem Fahrzeugfahrer anzeigen muss, dass die Warnblinkanlage eingeschaltet ist. 

Mitzuführende Sicherheitsausrüstung

Der Gesetzgeber schreibt weiterhin vor, dass Warndreieck, Warnweste und Ernste-Hilfe-Material mitzuführen und der Polizei auf Verlangen vorzuzeigen sind. Alle sogenannten Warneinrichtungen haben sich in betriebsfertigem Zustand zu befinden.

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