Schluss mit falschen Fuffzigern: Die neue 50-Euro-Banknote kommt
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Schluss mit falschen Fuffzigern: Die neue 50-Euro-Banknote kommt

Am 4. April 2017 ist es soweit: Der neue 50-Euro-Schein kommt in den Umlauf. Technologische Neuerungen auf der Banknote sollen es Kriminellen deutlich schwerer machen, die Scheine zu fälschen – wie bei den bereits eingeführten Fünfern, Zehnern und Zwanzigern mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen, die die erste Euro-Geldpapier-Serie von 2002 ersetzen.

Sicherer vor Fälschungen

Was ist neu? Einen besonderen Schutz vor „Blüten“ bildet das sogenannte Porträt-Hologramm. Hält man den 50-Euro-Schein gegen das Licht, ist ein Fenster zu erkennen, und man kann von beiden Seiten ein Porträt der Europa sehen, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie. Kippt man die Banknote etwas, lässt sich in dem Fenster der Wert des Scheins erkennen, auf der Rückseite erscheint die „50“ sogar mehrfach. Ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsverbesserungen ist auch die glänzende Zahl „50“ auf der Vorderseite. Sie wird Smaragd-Zahl genannt, weil sie ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau ändert, wenn man den Schein etwas neigt.

Was sonst noch anders ist als bei den derzeitigen Fünfzigern: Die Landkarte auf den Scheinen zeigt auch Malta und Zypern, Länder, die nach 2002 der EU beigetreten sind. Außerdem ist das Wort Euro auch in kyrillischer Schrift zusätzlich zu der lateinischen und griechischen gedruckt. Und die Abkürzung EZB (Europäische Zentralbank) erscheint in zehn statt wie zuvor in nur fünf Sprachen.

Mit dem 50er-Schein wird am häufigsten bezahlt

Rund acht Milliarden 50-Euro-Scheine sind im Umlauf. Der Fünfziger ist die am häufigsten benutzte Euro-Banknote. Allerdings auch die am meisten gefälschte: Fast jeder zweite nachgemachte Schein, der in Deutschland entdeckt wurde, war ein „falscher Fuffziger“.

Bis Ende 2018 sollen auch die 100- und 200-Euro-Scheine erneuert werden. Nur die 500-Euro-Banknote wird nicht in der zweiten Eurogeld-Serie, der „Europa-Serie“, aufgelegt. Durch ihre Abschaffung erhofft man sich, Schwarzarbeit und Terrorfinanzierung einzudämmen.

Alte Scheine behalten dauerhaft ihren Wert

Wichtig zu wissen: Auch nach Einführung des neuen 50-Euro-Scheins gelten die alten Fünfziger, die nach und nach von den Notenbanken ausgetauscht werden, als Zahlungsmittel. Das gilt übrigens für alle Scheine der ersten Eurogeld-Serie inklusive der 500-Euro-Banknoten. Sollten sie eines Tages nicht mehr im Handel akzeptiert werden, behalten sie trotzdem ihren Wert und können unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden.

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