Autofahren im Ausland – andere Länder, andere Regeln
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Autofahren im Ausland – andere Länder, andere Regeln

In Europa rollt der Verkehr heute zwischen den meisten Staaten ohne Grenzkontrollen. Einige Kilometer und Schilder später ist man bereits in Österreich, der Schweiz oder Frankreich. Dabei kann leicht übersehen werden, dass im Ausland abweichende Verkehrsregeln gelten. Das jedoch kann teuer werden.

Was Sie beim grenzüberschreitenden Fahren beachten sollten, haben wir hier kurz zusammengestellt. Wichtigster Grundsatz: Machen Sie sich schon vor der Fahrt kundig, um unliebsame Überraschungen beim Tempolimit oder bei der Maut zu vermeiden.

Weit verbreitet: Maut für PKWs

In vielen europäischen Ländern werden Autofahrer über die Maut zur Kasse gebeten. Das gilt auf Autobahnen, teilweise aber auch auf Schnellstraßen, Brücken und im Tunnel. Gefährlich wird es vor allem, wenn die Vignette bereits im Vorfeld gekauft werden muss. Schon wenige Kilometer ohne Genehmigung können dann saftige Bußgelder nach sich ziehen. Da das Geschäft lohnt, wird in den betreffenden Ländern wie Österreich und Tschechien grenznah häufig kontrolliert.

Nicht Richtgeschwindigkeit, sondern Tempolimit

Die größte Umstellung für deutsche Autofahrer ist das in ganz Europa geltende Tempolimit auf Autobahnen. Mehr als 130 km/h sind selten erlaubt und wer das vergisst, wird schnell die ganze Urlaubskasse los. Gerade in Skandinavien, Frankreich, der Schweiz oder Österreich kostet Rasen schnell mehrere tausende Euro. Im Extremfall endet die Tour im Gefängnis.

Volle Aufmerksamkeit bei Linksverkehr

Der Linksverkehr ist für deutsche Autofahrer ungewohnt und vor allem direkt nach der Umstellung eine Herausforderung. Beim Linksabbiegen passiert es schnell, dass der Fahrer auf die Gegenspur lenkt und so für eine massive Verkehrsgefährdung sorgt. Gut beraten ist zum Beispiel in Großbritannien oder auf Zypern, wer einen aufmerksamen Beifahrer an seiner Seite weiß.

Alkoholverbot ohne Toleranzbereich

Bei einem Glas Wein oder Bier zeugt sich die deutsche Gesetzgebung kulant, 0,5 Promille sind erlaubt. Doch in anderen Staaten ist das ein schweres Vergehen. So schreiben Tschechien und Ungarn null Promille vor, in Polen sind es 0,2. Verstöße kosten hundert Euro und mehr.      

Beschilderung, die beachtet sein will

Gerade auf kurvigen Landstraßen gibt es in Deutschland viele Tempolimits, die versierten Fahrern nicht zwingend erscheinen. In anderen Ländern, zum Beispiel Spanien, sollte man sich dagegen nicht darauf verlassen, dass die Kurve auch schneller als vorgeschrieben zu bewältigen ist. Das gesetzliche Maximum entspricht hier häufig auch dem fahrerisch Machbaren, daher: Fuß vom Gas, um sicher ans Ziel zu kommen.  

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