Zero Waste für Anfänger: 3 Tipps für weniger Müll im Alltag
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Zero Waste für Anfänger: 3 Tipps für weniger Müll im Alltag

Plastiktüte an der Einkaufskasse, Limodose am Bahnhofskiosk, Alufolie um den Döner – Verpackungsmüll lauert überall. Möchten Sie Zero Waste – also keinen Müll – produzieren, müssen Sie gar nicht viel Aufwand betreiben. Nur etwas bewusster hinschauen.

1. Augen auf beim Einkauf

Wer nach dem Großeinkauf seine Artikel auspackt und in Küchenschrank, Bad und Co. verstaut, steht schnell vor einem Berg aus Plastikmüll. Diesen Müll können Sie aber auf ein Minimum reduzieren, indem Sie beim Einkauf gezielt zu den Produkten greifen, die nicht übertrieben verpackt sind. Auch beim Gemüse- und Obststand haben viele Supermärkte schon aufgerüstet und neben die Plastiktüten Papiertüten gehängt, in denen Weintrauben und anderes Kleinobst sicher verstaut werden können. Häufig fällt ein Zero-Waste-Einkauf in Bioläden einfacher. Hier stehen die Waren meist lose ohne umweltbelastende Verpackung im Regal.

2. Einwegprodukte gegen Mehrwegprodukte tauschen

Zeigen sich wieder Stoppeln an den Beinen, ist es Zeit für eine Rasur. Schnell den Einwegrasierer aus der Tüte gekramt, unter die Dusche gehüpft, losgelegt – fertig. Was im Alltag wirklich praktisch zu sein scheint, sorgt für richtig viel Müll: Einwegprodukte. Checken Sie Ihren Haushaltsbestand doch einfach mal auf die Dinge, die Sie problemlos gegen Mehrwegprodukte eintauschen können: den Einwegrasierer gegen einen Langzeitrasierer, die Wattepads gegen einen Waschlappen. Gekaufte Taschenbücher gegen ausgeliehene Bücher aus der Stadtbücherei. Oder die kleine Einwegflasche für die Apfelschorle beim Sport gegen eine wiederverwendbare Trinkflasche. Austauschen können Sie ziemlich viele Gegenstände des täglichen Lebens gegen andere, die den gleichen Zweck erfüllen, aber Zero Waste verursachen.

3. Shoppingwahn widerstehen und Zero Waste produzieren

Hängen drei nigelnagelneue Kleidungsstücke im Schrank, hüpft das Herz bei deren Anblick oft freudig in die Höhe. Aber mal ehrlich: Dieser Gute-Laune-Kick ist schnell verflogen. Spätestens nach drei Tagen haben wir uns an die neuen Errungenschaften gewöhnt und schielen bereits nach dem nächsten schicken Oberteil aus der Boutique um die Ecke. Machen Sie doch einfach Schluss mit dem Konsumwahn und fragen Sie sich jedes Mal, bevor Sie Ihre EC-Karte an der Kasse des Klamottengeschäfts zücken, ob Sie das Teil wirklich benötigen oder es doch eher nach einigen Wochen auf den Kleidungsfriedhof in den Keller wandert und weiteren Müll verursachen.

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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