Frühjahrsputz: Saubermachen mit System •

Was tun gegen Staub? Wertvolle Tipps rund ums Staubwischen

Staubwischen ist unkompliziert, aber lästig. Mit den passenden Hilfsmitteln und der richtigen Technik sind Sie aber ruck, zuck fertig. Wenn Sie zudem einige Hinweise beachten, brauchen Sie künftig den Staubwedel seltener zu schwingen. Denn Staub lässt sich vorbeugen – zumindest etwas.

Staubwedel, Tücher und Co.: Die richtigen Hilfsmittel zum Staubwischen

Wie so oft beim Putzen kommt es auch beim Staubwischen aufs richtige Equipment an – und das Angebot an Utensilien ist groß. Eine kleine Auswahl:

  • Weiches Baumwolltuch: perfekt für alle Oberflächen.
  • Staubwedel aus Straußenfedern: reinigt gut, ist aber für Tierfreunde ungeeignet.
  • Einweg-Staubtücher und -wedel: funktionieren gut, produzieren aber Müll.
  • Mikrofaserstaubwedel: funktionieren gut.
  • Mikrofasertücher: Nicht in allen Fällen geeignet (zerkratzen empfindliche Oberflächen).
  • Handschuhe mit Mikrofasertroddeln: gut geeignet für Blumentöpfe, Heizkörper und schwer erreichbare Stellen. Tabu für glatte Oberflächen.
  • Staubwedel mit Teleskopstange: prima für hohe Schränke, Gardinenstangen und Co.

Beim Staubwischen mit Mikrofasertuch und -handschuhen gilt es zu bedenken: Beim Waschen lösen sich Partikel, die als Mikroplastik im Meer landen. Die Kunststofflappen belasten also die Umwelt.

Manchmal treibt die Staubwischunlust auch etwas merkwürdige Blüten und bringt Dinge wie diesen – wohl nicht ganz ernst gemeinten – Mop-Strampler für Kleinkinder hervor. Aber natürlich sind die kleinen Krabbler kein Ersatz für regelmäßiges Staubwischen.

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Die richtige Technik beim Staubwischen

Wenn Sie diese Punkte beachten, bringen Sie das Abstauben von Regalen, Fensterbänken und anderen Flächen schnell und sauber über die Bühne:

  • Räumen Sie die Flächen vor dem Staubwischen frei. Um Dinge herum zu arbeiten ist anstrengend und wenig effektiv.
  • Trocken oder feucht staubwischen? Besser feucht, aber niemals nass – das bringt nur Schlieren und Holzschäden.
  • Verwenden Sie am besten ein weiches Baumwolltuch. Tunken Sie es in lauwarmes Wasser und wringen Sie es aus, bis es nur noch nebelfeucht ist.
  • Arbeiten Sie von oben nach unten: Beginnen Sie auf den obersten Schränken und arbeiten Sie sich in die unteren Regale vor.
  • Kreisende Bewegungen fangen den Staub optimal ein.
  • Waschen Sie den Lappen zwischendurch immer wieder aus.
  • Erst staubwischen, dann saugen. So saugen Sie ein, was beim Wischen aufgewirbelt wurde und zu Boden gefallen ist.

Beim Staubwischen zählt die richtige Technik.

Staub vermeiden: 3 nützliche Tricks

Aber wie oft sollte man eigentlich Staub wischen? Dafür gibt es keine feste Regel. Putzen Sie den Staub weg, sobald er sie stört. Öfter als nur zum Frühjahrsputz darf es aber schon gern sein. Damit Sie nicht ständig zum Staubwedel greifen müssen, hier ein paar Tricks, wie sich Staub vermeiden lässt:

  1. Regelmäßiges Stoßlüften: Dabei wird mehr Staub aus der Wohnung hinaus- als hineingetragen – das bestätigt sogar das Umweltbundesamt. Ausnahme: Bei starkem Pollenflug bleiben die Fenster lieber zu. Gekippte Fenster sind übrigens immer kontraproduktiv.
  2. Textilien ausschütteln: Teppiche, Kissen und Decken sind Staubfänger und wirbeln den Dreck bei der Benutzung wieder auf. Regelmäßiges Ausklopfen und Absaugen sorgt dafür, dass Sie seltener Staub wischen müssen.
  3. Luftfeuchtigkeit erhöhen: In feuchter Luft fliegen Partikel nicht so wild herum, sondern sind gebunden. Damit wird das Staubwischen effektiver, denn Sie erwischen beim Putzen alles, statt wenige Stunden später erneut Staub zu erspähen. Für ein gesund-feuchtes Raumklima reichen richtiges Lüften und im Winter ein Schälchen Wasser auf der Heizung.

Weniger Arbeit beim Staubwischen

Ganz vermeiden lässt sich Hausstaub nicht. Allerdings haben Sie einen Einfluss darauf, wieviel Arbeit Sie sich in Ihrem Zuhause machen. 

  • Pflanzen ziehen Hausstaub an: Efeu, Farne und Orchideen verbessern nicht nur die Luft in Ihrem Zuhause, sondern sind auch natürliche Staubfänger. Gelegentlich vorsichtig die Pflanzen abzustauben ist einfacher als ständig das halbe Zimmer zu entstauben.
  • Klare Flächen schaffen: Packen Sie Kleinkram in geschlossene Boxen und Schubfächer. Glatte Deckel und Regalböden lassen sich viel schneller reinigen als unzählige Einzelteile. So sieht die Wohnung außerdem gleich viel ordentlicher aus.

Staub vorbeugen

Staub wischen machen die wenigsten gerne - leider kann man ihn nicht komplett vermeiden. Dennoch gibt es Wege, einer übermäßigen Produktion von Staub vorzubeugen: 

  • Feuchtigkeit: Den Boden regelmäßig nass wischen, so werden kleine Staubpartikel, die sich im Zimmer verteilen eliminiert.
  • Lüften: Regelmäßiges Lüften kann helfen, damit der bereits angesammelte Staub nach draußen entfliehen kann. 
  • Zimmerpflanzen: Sehen hübsch aus und sind zudem bekanntlich Staubfänger, die ihnen helfen, Staub vorzubeugen.
Wie entsteht Staub?

Staub ist eine Mischung vieler verschiedener Kleinstpartikel: Hautschuppen, Fusseln, Haare, Vulkanasche von der anderen Seite der Erde. Alles, was klein und leicht genug ist, um zu schweben, kann zu Staub werden. Hausstaubhat noch eine spezielle, etwas eklige Komponente: Milbenkot. Die Hausstaubmilbe ernährt sich mit Vorliebe von Hautschuppen und fühlt sich deshalb vor allem im Bett wohl.

Staub in Zahlen: Pro Quadratmeter Wohnung entstehen etwa zwei Milligramm Staub – jeden Tag.

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