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Spülmaschine reinigen: So wird der Geschirrspüler sauber

Muss man etwas reinigen, das sich selbst ständig durchspült? Ja! Warum und wie häufig Sie Ihre Spülmaschine reinigen sollten und wie das geht, erfahren Sie hier.

Warum muss ich meine Spülmaschine reinigen?

Auch, wenn der Geschirrspüler bei jedem Abwasch mitgewaschen wird, ist er deshalb nicht zwangsläufig richtig sauber:

  • Mit der Zeit setzen sich Verschmutzungen an verschiedenen Teilen des Geräts fest.
  • Speise- und Fettreste können sich in den Abflussleitungen sowie an Spülarmen und Wänden absetzen.
  • Kalk greift die Dichtungen an.
  • Siebe verschmutzen.

Die Folgen: 

  • schlechtere Reinigung des Geschirrs
  • fettige Schmierfilme auf Maschine und Geschirr
  • unangenehme Gerüche
  • Verstopfungen
  • Pilze und Bakterien finden auf dem Schmutz einen idealen Nährboden.
  • Die Lebensdauer der Spülmaschine sinkt.

Wie oft sollte ich meine Spülmaschine reinigen? 

Es reicht nicht, den Geschirrspüler nur zum jährlichen Frühjahrsputz zu säubern. So häufig sollten Sie Ihre Spülmaschine reinigen, damit sie möglichst lange hält:

  • Komplettes Gerät: alle drei Monate
  • Abflusssieb: mindestens einmal pro Monat.

Natürlich kommt es auch ein bisschen darauf an, wie intensiv Sie Ihren Geschirrspüler nutzen. Bei Bedarf können und sollen Sie ihn gern häufiger reinigen.

Ein Tipp zur Pflege zwischendurch: Nutzen Sie bei jedem zehnten Spülgang ein Programm mit mindestens 60 Grad Celsius. Wenn Sie üblicherweise das Sparprogramm wählen, ist das zwar gut für die Umwelt, auf Dauer aber kritisch für das Gerät. Denn: Bei den niedrigen Temperaturen werden Schmutz und Keime nur unzureichend entfernt. 

Schritt 1: Spülmaschine ausräumen

Bevor Sie Ihre Spülmaschine reinigen können, müssen Sie diese vollständig ausräumen: 

  • Es darf kein Abwasch in der Maschine stehen.
  • Nehmen Sie Körbe und Schubladen heraus. 
  • Ziehen Sie alle Spülarme vorsichtig aus den Halterungen – bei den meisten Modellen ist dies problemlos möglich.
  • Entfernen Sie das Abflusssieb. 

Ist die Maschine leer, können Sie die einzelnen Teile und den Innenraum säubern.

Sollten Sie beim Entnehmen der einzelnen Komponenten Probleme haben, werfen Sie einen Blick in die Bedienungsanleitung des Geschirrspülers. 

Für die Reinigung muss die Spülmaschine komplett leer sein.

Schritt 2: Einzelteile von Kalk und Verschmutzungen befreien

Zum Reinigen der Einzelteile brauchen Sie:

  • Schwamm oder Bürste
  • Essigreiniger oder Seifenlauge
  • Kalkreiniger oder Zitronensäure
  • Zahnstocher, Büroklammer oder Nadel

Entfernen Sie die Verschmutzungen von den Spülarmen, indem Sie diese gründlich mit Schwamm oder Bürste säubern. Dafür verwenden Sie entweder einen Essigreiniger oder Seifenlauge. Auch das Abflusssieb schrubben Sie gründlich sauber. Hierfür eignet sich eine Bürste am besten. 

Sollten Sie Kalkablagerungen an den Spülarmen finden, legen Sie diese am besten für ein paar Stunden in ein Bad mit Kalkreiniger aus der Drogerie. Besonders umweltfreundlich ist Zitronensäure. 

Sind die Löcher verstopft, können Sie diese mithilfe einer Nadel, Büroklammer oder eines Zahnstochers vorsichtig wieder freimachen.

Schritt 3: Innenraum der Spülmaschine reinigen

Auch der Innenraum muss gründlich gereinigt werden. Bauen Sie dafür zuerst die gereinigten Einzelteile (Einschübe, Spülarme, Besteckkorb) wieder ein. Geben Sie im Anschluss einen Spülmaschinenreiniger in die Maschine – entweder ein Spezialprodukt aus der Drogerie oder die bewährten Hausmittel Natron und Zitronensäure.

Halten Sie sich beim Spezialreiniger genau an die Herstellerangaben: Häufig muss das Fläschchen kopfüber in den Besteckkorb gestellt werden, bevor der Geschirrspüler dann bei einem Programm mit mindestens 60 Grad Celsius angestellt wird.

Eine preiswerte Alternative zum Spülmaschinenreiniger ist Zitronensäure – geben Sie einfach einige Esslöffel Zitronensäure ins Pulverfach der Spülmaschine und stellen Sie diese dann bei 60 Grad Celsius an. Zusätzlich können Sie auch einige Esslöffel Natron im Innenraum verteilen.

Mit Zitronensäure können Sie die Spülmaschine reinigen. Nehmen Sie dafür aber das Pulver aus der Drogerie, nicht die Früchte aus dem Supermarkt.

Schritt 4: Dichtungen in der Tür überprüfen und reinigen

Nachdem Sie die Spülmaschine von innen gereinigt haben, überprüfen Sie die Gummidichtungen in der Tür auf Risse oder sonstige Schäden. Stellen Sie hier Beschädigungen fest, sollten die Dichtungen ausgetauscht werden – am besten von einem Fachmann.

Generell sollten Sie die Dichtungen gründlich mit einem Schwamm, warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel säubern – zum Beispiel mit Spülmittel. Insbesondere Fettablagerungen sollten auf diesem Weg von den Dichtungen verschwinden. 

Achtung: Essigreiniger ist für Dichtungen tabu! Die starke Säure kann das Gummi porös und rissig machen. Im schlimmsten Falle ist die Spülmaschine dann nicht mehr richtig dicht und leckt. In jedem Fall aber sind kaputte Gummis eine Brutstätte für Keime.

Weitere Pflegetipps für die Spülmaschine 

Neben der regelmäßigen Reinigung des Geschirrspülers können Sie noch mehr tun, um das Gerät sauber und gepflegt zu halten: 

  • Behalten Sie den Füllstand des Spezialsalzes im Auge: Es unterstützt die Entkalkungsvorrichtung. In Spülmaschinentabs ist es häufig bereits integriert – achten Sie auf die Herstellerangaben. 
  • Klarspüler sorgt für ein besseres Ablaufen des Wassers und somit für weniger Flecken auf dem Geschirr beim Trocknen.
  • Noch ein Tipp für die Pflege der Spülmaschine: Spülen Sie Töpfe und Teller, die stark mit Fett verdreckt sind, nicht im Sparprogramm. 
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