So können Sie Lebensmittelverschwendung vermeiden
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So können Sie Lebensmittelverschwendung vermeiden

Lebensmittelverschwendung ist weltweit ein großes Problem: Viele Tonnen von eigentlich noch verzehrfähigen Lebensmitteln aller Art wandern täglich in den Müll. Kritiker machen unter anderem das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf vielen Produkten dafür verantwortlich, da Verbraucher dieses oft falsch verstehen.

Mindesthaltbarkeitsdatum wird oft falsch verstanden

Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht seit langer Zeit in der Kritik, unter anderem deshalb, weil es auf vielen Lebensmitteln zu sehen ist, die eigentlich extrem lange haltbar sind. Wasser, Reis, Kekse oder Bier etwa sind neben vielen anderen Lebensmitteln auch noch lange nach Ablauf des MHD genießbar und in der Regel noch einige Zeit völlig in Ordnung. Die meisten Verbraucher verwechseln das MHD allerdings mit dem Verfallsdatum und werfen die Produkte nach Ablauf in den Müll, was oftmals nichts anderes als Lebensmittelverschwendung ist.

Denn: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht das Verfallsdatum. Hersteller garantieren bis zum Aufdruck des MHD lediglich volle Qualität hinsichtlich Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz, vorausgesetzt, das Produkt ist ungeöffnet und wurde richtig gelagert. Die meisten Lebensmittel sind allerdings auch nach Ablauf des MHD ohne Weiteres genießbar. Experten raten daher dazu, Lebensmittel mit den Sinnen (sprich durch Riechen etc.) auf Qualität zu überprüfen und nicht einfach wegzuschmeißen, sobald das MHD überschritten wurde. Es ist ein Orientierungsinstrument und kein Wegwerfdatum. Beim Verbrauchs- oder Verfallsdatum sieht es anders aus – dieses ist auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie etwa Fleisch oder Fisch zu finden und sollte strikt eingehalten werden.

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

• Werfen Sie Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht sofort weg, sondern überzeugen Sie sich erst mittels Anschauen, Riechen etc. von der Qualität.
• Kaufen Sie bewusst und nach Einkaufsliste oder Wochenplan ein, um nicht mehr zu kaufen, als Sie verbrauchen können. Ein guter Plan darüber, was Sie in den nächsten Tagen essen, spart Geld und sorgt für weniger Müll in der Biotonne.
• Kochen Sie nicht zu viel. Schätzen Sie die Portionen richtig ein und vermeiden Sie so Müll.
• Bleibt doch einmal Essen übrig, sollten Sie darüber nachdenken, dieses (falls möglich) einzufrieren, statt einfach in den Müll zu geben.
• Setzen Sie auf Restekochen. Wenn Sie ältere Produkte wie etwa Fleisch oder Gemüse vorrätig haben, die Sie im letzten Kochgang nicht verwerten konnten, überlegen Sie, wie Sie diese sinnvoll und lecker kombinieren können. Überreifes Obst kann einfach zu einem Smoothie verwertet werden.
• Achten Sie auf die richtige Lagerung Ihrer Lebensmittel. Egal, ob Fleisch, Käse oder frisches Gemüse – wenn Sie Ihre Lebensmittel korrekt lagern, sind diese mitunter mehrere Tage länger haltbar. Auf der anderen Seite begünstigt falsche Lagerung schnelleres Verderben.
• Apropos Lagerung: Nutzen Sie Ihren Kühlschrank optimal, indem Sie das Prinzip “First In, First Out” anwenden. Dies bedeutet, dass Sie neu gekaufte Lebensmittel immer hinter den alten, sich bereits im Kühlschrank befindenden platzieren. Kühlschrankkörbchen helfen dabei.

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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