Selbstversorgung aus dem Garten: 6 praktische Anfänger-Tipps
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Selbstversorgung aus dem Garten: 6 praktische Anfänger-Tipps

Selbstversorgung aus dem Garten ist eine tolle Sache: frisches, schmackhaftes Gemüse ohne Schadstoffe, Bewegung an der frischen Luft und der Stolz auf die eigene Ernte. Doch wer Selbstversorger werden will, sollte seinen Garten gut planen, um das Beste aus ihm herauszuholen.

1. So viel Fläche braucht Ihr Selbstversorger-Garten

Für eine vollständige Selbstversorgung aus dem Garten sind etwa 60 Quadratmeter pro Person nötig – nur für Salat und Gemüse. Hinzu kommt die Fläche für Obstbäume und -sträucher. Getreide ist generell zu flächenintensiv, um sich damit selbst zu versorgen.

Wenn Sie nur teilweise zum Selbstversorger werden wollen, reicht entsprechend weniger Platz. Gerade als Gartenanfänger macht es Sinn, kleiner zu starten und sich im Laufe der Jahre zu vergrößern. So vermeiden Sie Überforderung und Frust. Schließlich soll die Selbstversorgung auch Spaß machen.

2. Sinnvolle Aufteilung des Gartens

Je nachdem, was Sie anbauen möchten, gilt es, entsprechende Beete anzulegen. Die meisten Gemüsesorten mögen es sonnig. Die Beete sollten deshalb nach Süden ausgerichtet sein. Tomaten, Auberginen und Paprika brauchen einen regengeschützten Ort, zum Beispiel im Gewächshaus. Außerdem benötigen Sie Platz für einen Komposthaufen, eine Regentonne und ein kleines Häuschen zur Aufbewahrung Ihrer Gartengeräte.

3. Gute Bodenqualität

Die Grundlage für eine Selbstversorgung aus dem Garten ist ein nährstoffreicher Boden. Ist die Erde zu sandig (nährstoffarm) oder zu lehmig (sauer), werden die Erträge gering ausfallen. Falls Sie sich unsicher sind, wie Ihr Boden beschaffen ist, können Sie dies mit Bodenteststreifen aus dem Gartenmarkt testen – und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten. Nährstoffarme Böden lassen sich beispielsweise mit Kompost oder Humus anreichern.

4. Ein eigener Komposthaufen

Der Komposthaufen ist ein Allroundtalent der Selbstversorgung: Ihre Grünabfälle müssen Sie ohnehin entsorgen. Im Kompost werden Sie zu wertvollem Dünger für Ihre Gemüsebeete. Auch nährstoffhungrige Kürbispflanzen fühlen sich auf dem Haufen wohl und belohnen Sie im Herbst mit reicher Ernte.

5. Bewässerungssystem

Ein Selbstversorger-Garten ist voller durstiger Pflanzen, die täglich gewässert werden wollen. Die günstigste Variante sind Regentonnen und Gießkannen. Aber auch automatische Bewässerungssysteme, die an die nächstgelegene Zisterne angeschlossen sind, sind möglich. Diese Systeme sind allerdings in Sachen Installation deutlich aufwendiger und insgesamt kostenintensiver.

6. Saatkalender

Ein Saatkalender ist eine gute Hilfe für angehende Selbstversorger. Damit haben Sie alle Aussaat- und Erntetermine im Blick und verschenken weder Zeit noch Platz. Im Saatkalender enthalten auch häufig Hinweise dazu, welche Gemüsesorten sich gut miteinander vertragen und was Sie lieber nicht direkt nebeneinander anbauen sollten.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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