Zwetschgenbäume •

Zwetschgenernte: Zwetschgen ernten und richtig lagern

Am besten schmecken Zwetschgen erntefrisch - direkt vom Baum oder auf einem leckeren Zwetschgenkuchen. Ein Hochgenuss sind sie jedoch nur dann, wenn sie richtig geerntet und sachgerecht gelagert werden.

Zwetschgenernte: Wann sind Zwetschgen reif?

Zwetschgen reifen je nach Sorte zwischen Anfang Juli und Oktober. Späte Sorten werden zum Teil erst nach dem ersten Frost geerntet. Die Früchte Ihres Zwetschgenbaumes werden innerhalb von zwei bis drei Wochen reif, so dass Sie sie in Intervallen ernten können. Reife Früchte erkennen Sie an ihrer leicht staubig oder neblig wirkenden Schale. Ihr unteres Ende ist etwas weicher als der Rest der Frucht. Den Reifegrad Ihrer Zwetschgen prüfen Sie am besten mit einem Fingertest: 

  • Unreife Früchte besitzen festes Fruchtfleisch, das auf Druck nicht nachgibt. 
  • Bei reifen Zwetschgen gibt das Fruchtfleisch nach, so dass sich durch Berührungen eine kleine Vertiefung bildet. 
  • Überreife Früchte verformen sich, wenn Sie sie berühren. 

Falls Sie Zwetschgen zu einem Zeitpunkt ernten, zu dem sie noch nicht völlig reif sind, ist das kein Problem: Die Früchte reifen bei Zimmertemperatur innerhalb von einigen Tagen nach. Ihr Aroma unterscheidet sich allerdings von am Baum gereiften Zwetschgen. Am besten schmecken Zwetschgen, wenn sie rund zwei Wochen nach der Blaufärbung geerntet werden. In der Regel haben sie dann ihren vollen Reifegrad erreicht und ihr endgültiges Aroma angenommen. 

Wie ernte ich Zwetschgen richtig?

Die Oberfläche reifer Zwetschgen ist von einer dünnen Wachsschicht - dem sogenannten Duftfilm - überzogen, die dem Schutz der Früchte dient. Wenn Sie Ihre Zwetschgen nach der Ernte noch für einige Zeit lagern wollen, sollten Sie darauf achten, beim Pflücken den Duftfilm nicht zu zerstören. Wenn er fehlt, trocknen die Früchte schneller aus.

Erntehelfer in kommerziellen Zwetschgenbaum-Plantagen tragen zum Zeil sogar dünne Stoffhandschuhe, um den Duftfilm der Früchte zu erhalten. Geerntet werden Zwetschgen ohne Stiel, von dem sie vorsichtig abgezogen werden. Auch herabgefallene Zwetschgen lassen sich verwerten, sofern sie unbeschädigt, nicht bereits überreif und nicht von Schädlingen befallen sind. 

Wie werden Zwetschgen am besten gelagert?

Reife Zwetschgen lagern Sie im Gemüsefach des Kühlschranks. Noch nicht ganz ausgereifte Früchte werden bei Zimmertemperatur gelagert. In einer kühlen Umgebung sind sie nicht in der Lage, nachzureifen. Zur Aufbewahrung im Kühlschrank eignen sich offene Schalen oder Papiertüten. Ohne Luftzirkulation würden die Früchte jedoch trotz Kühlung schnell verderben. Überreife Zwetschgen sollten nicht mehr gelagert werden. Am besten eignen sie sich zur Zubereitung von Saucen oder Zwetschgenmus.

Wichtig: Zwetschgen produzieren auch nach der Ernte große Mengen des Reifungsgases Ethylen. Aus diesem Grund sollten sie nicht zusammen mit Gurken, Tomaten, Blumenkohl und Brokkoli gelagert werden. Das Ethylen bewirkt einen schnelleren Verfall dieser Gemüsesorten. 

Zwetschgen und Pflaumen sollten Sie erst kurz vor dem Verzehr abwaschen.

So bleiben Zwetschgen lange haltbar

Zwetschgen bleiben im Kühlschrank für etwa eine Woche frisch und aromatisch. Der Duftfilm schützt die Früchte auch während der Lagerung. Sie sollten Zwetschgen daher erst kurz vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung waschen. 

Wenn Sie mehr Zwetschgen ernten, als Sie verwenden können, machen Sie die Früchte durch Einkochen oder Einfrieren haltbar. Vor allem das Einfrieren sollte so schnell wie möglich nach der Ernte vorgenommen werden - dabei gehen Sie folgendermaßen vor: Zuerst waschen Sie die Früchte und sortieren madige oder überreife Exemplare aus.

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