Apfelbäume •

Apfelzeit: Diese Dinge sollten Sie über Äpfel wissen

Äpfel sind des Deutschen liebstes Obst. Im europäischen Vergleich futtern wir mit Abstand die meisten, obwohl hierzulande nur rund die Hälfte der in Deutschland verzehrten Äpfel produziert wird. Im Folgenden finden Sie noch mehr Infos rund um die gesunde Frucht.

Die Reise des Apfels: Vom Mythos zur Alltagsfrucht

Der Apfel ist ursprünglich keine heimische Frucht.

Er war anfangs in West- und Zentralasien beheimatet und gelangte über Handelswege zu den alten Griechen und Römern, die den asiatischen Holzapfel – ein nicht sonderlich schmackhafter Urapfel – kultivierten und den Grundstein für die heutigen, leckeren Äpfel legten.

Aus Südeuropa setzte der Apfel dann seinen Feldzug nach Nordeuropa fort, indem er mit den römischen Feldherren zu den Kelten und Germanen gelangte. Überall, wo die Frucht auftauchte, bildeten sich Mythen und Legenden um sie. Der bis in die Neuzeit hinein als Luxusfrucht betrachtete Apfel musste im Laufe der Jahrhunderte beispielsweise als Symbol für Fruchtbarkeit, Reichtum, Liebe, Unsterblichkeit, Tod und Wiedergeburt herhalten.

China ist größter Apfelproduzent weltweit

Die große Symbolik sucht man mittlerweile meist vergeblich. Heute gilt der Apfel als alltäglichste Frucht überhaupt und steht auf Platz vier der weltweiten Produktionsrangliste für Obstsorten, nach Zitrusfrüchten, Bananen und Trauben.

Übrigens: Der größte Apfelproduzent ist China, gefolgt von den USA. In Europa baut Italien, insbesondere die Region Südtirol, die meisten Äpfel an.

Äpfel wurden mehr und mehr zum Industrieprodukt

Schätzungen zufolge gibt es mehr als 30.000 Apfelsorten auf der Welt, von denen rund 2000 in Deutschland angebaut werden. Kein Wunder, dass die Auswahl im Supermarkt riesig ist. Grüne, rote, gelbe, saure, süße, kleine, große – doch der Schein trügt: Die europäische Apfelvielfalt ist im Laufe der Jahre stark zurückgegangen.

Es werden nur 25 Apfelsorten im Erwerbsobstbau kultiviert – der Grund: In den 1970ern wurden in Europa Gesetze verabschiedet, die dafür sorgten, dass die alten Apfelbäume mit ihren Hochstämmen von den ertragsorientierten Bäumen, die am Spalier auf Plantagen angebaut werden, ersetzt wurden. Die Produktionszahlen stiegen, die Vielfalt blieb auf der Strecke.

“An apple a day keeps the doctor away”?

Laut Sprichwort genügt ein Apfel täglich, um gesund zu bleiben. Doch sind die Früchte wirklich so gesund? Ja! Sie enthalten viele wichtige Vitamine zur Stärkung des Immunsystems und über 30 lebenswichtige Mineralstoffe. Farb- und Gerbstoffe im Apfel sollen gut für Herz und Kreislauf sein und sogar als Schlankmacher können Äpfel eingesetzt werden. Die Vitaminpakete regen die Verdauung an und sorgen mithilfe des im Magen aufquellenden Ballaststoffes Apfelpektin für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

FS
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