Obstbäume •

Apfelbaum pflanzen: In 6 Schritten zum eigenen Obstbaum im Garten

Möchten Sie in Ihrem Garten einen Apfelbaum pflanzen, wollen Sorte und Standort gut gewählt sein. Hier finden Sie eine Anleitung, wann und wie Sie Ihren neuen Obstbaum am besten in die Erde bringen.

Schritt 1: Einen Apfelbaum kaufen

Sie wollen also in Ihrem Garten einen Apfelbaum pflanzen – nur welchen? Die Entscheidung fällt oft schwer, da es eine große Sortenvielfalt an Apfelbäumen gibt. Bevor Sie sich auf den Weg in die Gärtnerei begeben, sollten Sie sich daher folgende Fragen stellen:

• Welche Geschmacksrichtung soll es sein?
• Sollen die Äpfel gleich verzehrt oder lange gelagert werden?
• Welche Qualität hat der heimische Boden?
• Wie viel Platz darf der Baum einnehmen?
• Gibt es in der Nähe eine Befruchtersorte?

Unabhängig von der Apfelsorte können die Bäume sehr hoch werden oder kleine Spindel- oder Spalierbäume bleiben – fragen Sie in der Baumschule um Rat, um die richtige Größe für Ihren Garten zu finden.

Der perfekte Boden für einen Apfelbaum ist lehmig, eher schwer, reich an Nährstoffen und nicht zu sauer. Einige Sorten brauchen diesen perfekten Boden, andere kommen auch mit weniger optimalen Bedingungen zurecht. Lassen Sie sich am besten beim regionalen Händler für Obstbäume beraten, welche Sorten sich für Ihren Garten eignen.

Egal welche Sorte Sie kaufen, der Baum sollte einen festen, geraden Stamm und mindestens drei kräftige Seitentriebe haben. Meist werden die Obstbäume ohne schützende Erdschicht rund um die Wurzeln angeboten, was nicht schlimm ist, wenn Sie Ihren Apfelbaum gleich einpflanzen.

Apfelbaum pflanzen: In 6 Schritten zum eigenen Obstbaum im Garten

Apfelbäume können nicht von ihren eigenen Pollen bestäubt werden. Wenn es in der Nähe keinen weiteren Apfelbaum gibt, der als Bestäuber dienen kann, müssen Sie noch einen zweiten pflanzen – sonst gibt es keine Früchte.

Schritt 2: Standort und Zeitpunkt wählen

Süd- oder Südostlagen sind wunderbar geeignet, um dort einen Apfelbaum zu pflanzen, denn hier bekommen die Früchte kräftig Sonne. Im Idealfall steht der Baum an einer windgeschützten Stelle, zum Beispiel an einem Hang oder in der Nähe einer Hecke oder Mauer.

Eher ungeeignet sind Standorte, an denen Spätfrost, Staunässe und kalte Luft drohen. Also zum Beispiel sehr exponierte, windungeschütze Stellen oder Senken im Garten. Wenn Sie einen Apfelbaum in die Nähe anderer Beete setzen, achten Sie darauf, aus welcher Richtung die Sonne kommt, damit der Baum Ihrem Gemüse nicht in ein paar Jahren das Licht nimmt.

Sie können Obstbäume im Frühling oder Herbst pflanzen. Eine Pflanzzeit im Herbst hat jedoch den Vorteil, da der Apfelbaum länger wachsen kann, bevor er das erste Mal Früchte trägt.

Schritt 3: Pflanzloch ausheben

Ist der perfekte Ort gefunden, geht es an das Ausheben des Erdloches, in das Sie später den Apfelbaum setzen. Dabei sollten Sie großzügig vorgehen: Die Wurzeln des Baumes müssen ohne umzuknicken hineinpassen. Die ausgehobene Erde bewahren Sie in einer Schubkarre auf.

Graben Sie nicht zu tief, da der Apfelbaum nach dem Einpflanzen nicht tiefer stehen sollte als zuvor in der Baumschule. Die Erdgrenze erkennen Sie an der hellen Rinde im unteren Bereich des Stamms. Zur Orientierung können Sie den Baum zwischendurch in das Loch stellen und schauen, ob die Tiefe passt. Wenn Sie dennoch unsicher sind, halten Sie das Pflanzloch Sie lieber etwas zu flach als zu tief.

Lockern Sie zum Schluss noch den Boden des Pflanzlochs gut auf – zum Beispiel mithilfe einer Grabgabel.

Apfelbaum pflanzen: In 6 Schritten zum eigenen Obstbaum im Garten

Wenn Sie einen kleinen Apfelbaum pflanzen, trägt er meist im dritten Jahr und lässt nach etwa 20 bis 30 Jahren an Ertrag nach. Große Bäume tragen deutlich länger.

Schritt 4: Apfelbaum pflanzen und Pfahl setzen

Nun passen Sie den Apfelbaum in das ausgehobene Loch ein und platzieren vorsichtig einen Stützpfahl zwischen die Wurzeln – der Abstand zwischen Stamm und Pfahl sollte etwa 15 Zentimeter betragen. Da der Wind hierzulande meist aus Westen weht, sollte der Pfahl idealerweise westlich des Apfelbaums stehen. Versenken Sie den Stützpfahl mit einigen Hammerschlägen fest in der Erde.

Schritt 5: Auffüllen mit Erde

Die zuvor ausgehobene Erde wird nun zu etwa zwei Dritteln zum frisch gepflanzten Apfelbaum in das Loch gegeben. Bei nährstoffarmen Böden können Sie zusätzlich etwas Kompost oder Pflanzerde beimischen.

Treten Sie die Erde rund um den Apfelbaum vorsichtig fest – allerdings nicht zu stark, da ein zu dichtes Erdreich das Wachstum des jungen Baumes behindern kann. Bilden Sie mit der restlichen Erde einen kleinen Wall am äußeren Rand des Pflanzloches, um zu verhindern, dass das Gießwasser zu schnell abfließt.

Schritt 6: Festbinden und Angießen

Damit der Stützpfahl seine Funktion erfüllen kann, müssen Sie den Apfelbaum nach dem Pflanzen anbinden. Dafür eignet sich Kokosseil am besten, da es nicht in den Stamm einschneidet.

Binden Sie die Schnur mehrere Male in Form einer Acht um Apfelbaum und Pfahl. Die Stelle, an der sich das Seil zwischen Baum und Pfahl kreuzt,   umwickeln Sie ebenfalls mehrfach, sodass sich eine stabile Verbindung ergibt und das Seil nicht herunterrutschen kann.

Zum Schluss gießen Sie Ihren neuen Apfelbaum großzügig an: Ein mannshohes Bäumchen verträgt gut zwei große, volle Kannen.

FS
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