Igel überwintern: So bereiten Sie dem Wildtier ein Winterquartier
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Igel überwintern: So bereiten Sie dem Wildtier ein Winterquartier

Bis in die letzten Herbstwochen hinein können Sie die possierlichen Tiere in Gärten und Parks beobachten: Igel halten Winterschlaf in natürlichen Verstecken. Möchten Sie den kleinen Wildtieren beim Überwintern helfen, geht das ganz einfach.

Im Herbst bereiten sich Igel auf Winterschlaf vor

Der Herbst ist die Zeit der Igel. Wenn Sie hierzulande einen sehen, handelt es sich um den Braunbrustigel, auch Europäischer Igel genannt. Tagsüber verstecken sich die Tiere vorwiegend in Laubhaufen und unter Sträuchern; wenn die Dämmerung beginnt, ziehen sie los und jagen Insekten, Schnecken, Würmer, Asseln und kleine Wirbeltiere. 

Sinken die Temperaturen tagsüber dauerhaft unter etwa fünf Grad, ziehen sich Igel in ihr Winterquartier zurück. Bis dahin müssen die stacheligen Gesellen genügend Fettreserven angefuttert haben, die ihnen als Nahrungsdepot und Kälteschutz im Winterquartier dienen. Dieses sollte trocken, frostsicher und ruhig sein. Mit den folgenden Maßnahmen unterstützen Sie den Igel auf seinem Weg zum Winterschlaf.

Igel verstecken sich gerne. Notfalls auch in Blumentöpfen. 

Igel verstecken sich gerne. Notfalls auch in Blumentöpfen. 

Igeln beim Überwintern helfen: Winterquartier schaffen

Igel überwintern am besten in einem naturnahen Garten, wo sie viele Möglichkeiten zum Verstecken finden. Helfen Sie dem Wildtier bei der Suche nach einem Unterschlupf, indem Sie Gebüsch, Laubhaufen oder Holzstapel liegen lassen. Sie können auch extra Winterquartiere für Igel errichten, etwa Komposthaufen, Aufschichtungen aus Reisig und Holzschnitt oder trockene Hohlräume unter Gehölzen, Gartenhäuschen oder Mauern.

Wichtig: Igel überwintern meistens in Verstecken, die sie vorher selbst gegen Kälte isolieren. Daher sollten Sie Zweige, Gestrüpp, Herbstlaub und andere „Baumaterialien” im Garten liegen lassen, etwa in einer dafür vorgesehenen Ecke. Schichten Sie Reisig-, Laub- und Komposthaufen im Herbst und Winter auf keinen Fall um, da sie sonst Igel stören oder verletzen könnten, die es sich darunter bereits gemütlich gemacht haben.

Mit einer Futterstelle helfen Sie Igeln gut über den Winter zu kommen.

Mit einer Futterstelle helfen Sie Igeln gut über den Winter zu kommen.

Igel füttern: Nahrungsangebot im Spätherbst erweitern

Sie können Igel im Spätherbst, wenn das Nahrungsangebot spärlicher wird, mit einer Futterstelle im Garten dabei helfen, auf das nötige Winterschlaf-Gewicht zu kommen. Folgende Nahrungsmittel eignen sich dafür:

  • ungewürztes Rührei
  • durchgebratenes Hackfleisch
  • gekochtes Geflügelfleisch
  • Hunde- oder Katzenfutter aus Dosen

Tipp: Mischen Sie Ballaststoffe in Form von Weizenkleie oder Haferflocken unter. Im Fachhandel gibt es auch spezielles Igeltrockenfutter, mit dem Sie die Igel füttern können. Dieses sollten Sie aber nur in geringen Mengen beimischen und nicht als Alleinfutter anbieten.

Tabu sind für die Stacheltiere unter anderem Milch, Obst, Gemüse, Süßes oder Gewürztes sowie Speisereste aus Ihrer Küche. Auch Rosinen, Nüsse oder Milchprodukte wie Joghurt sind verboten, weil sie Igeln schaden können.

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