Heckenschnitt im Sommer: Laub abwerfende Hecke schneiden
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Heckenschnitt im Sommer: Laub abwerfende Hecke schneiden

Im Sommer ist der beste Zeitpunkt für einen weiteren Heckenschnitt. Nach dem ersten Wachstum der Saison geben Sie der Entfaltung und Verzweigung der Hecke damit neuen Schwung. Welche Hecken verdienen einen Sommerschnitt und was müssen Sie dabei beachten?

Ein Schnitt im Sommer sorgt für Form und Licht

Hecken, die sich aus sommergrünen Laubgehölzen zusammensetzen, benötigen einen Heckenschnitt, bevor sie im Herbst ihr Laub verlieren. Immergrüne Hecken, die ihr Laub nicht abwerfen, müssen in den Sommermonaten dagegen nicht geschnitten werden. Zu den sommergrünen Laubgehölzhecken gehören die Hainbuche, Liguster,  die laubabwerfende Berberitze, die Buchenhecke und die Weißdornhecke.

Mit einem Frühjahrsschnitt regen Sie bei diesen sommergrünen Hecken Austreiben und Verdichtung an. Im Sommer dient ein Heckenschnitt dann dazu, die gewünschte Form zu erhalten und alle Triebe mit ausreichend Licht zu versorgen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der August. Warten Sie zu lange, bildet die Hecke im Herbst noch neue Triebe aus, die bis zum Winter nicht mehr ausreifen und durch den Frost geschädigt werden und absterben können.

Das richtige Wetter für den Heckenschnitt

Wenn Sie im Sommer zur Heckenschere greifen, sollte es kein allzu heißer Tag sein. Ansonsten trocknen die Sonnenstrahlen die frisch geschnittenen Triebe aus. Umgekehrt kann intensiver Regen die Schnittwunden zu stark befeuchten und damit den Schädlingsbefall befördern. Wählen Sie also am besten einen bedeckten, trockenen Tag und die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag für den Heckenschnitt.

Vergewissern Sie sich, dass keine Vögel in der Hecke nisten. Ab Mitte Juli verlassen die Jungvögel das heimische Nest, aber manchmal gibt es Nachzügler. Dann dürfen Sie die Hecke bis zum Abzug der Jungvögel nicht antasten.

Behutsam statt radikal

Beim Heckenschnitt im Sommer kürzen Sie die Austriebe um etwa ein Drittel bis zur Hälfte. Achten Sie darauf, nicht ins alte Holz zu schneiden, sondern wirklich nur die frischen Triebe zu kürzen. Am besten schneiden Sie die Hecke trapezförmig, also unten ein wenig breiter als oben. So bekommen auch die unteren Schichten ausreichend Sonnenlicht ab.

Wenn Sie eine Leine über die gesamte Länge der Hecke spannen, wird sie gleichmäßig hoch. An den Seiten können Sie dicht an der Hecke alte Laken oder eine Plane auslegen, um die Schnittabfälle darin aufzufangen und leicht zu entsorgen.

Übrigens: Ein radikaler Heckenschnitt im Sommer ist nicht nur unnötig, sondern sogar verboten. Laut Gesetzgeber sind vom 1. März bis 30. September nur schonende Form- und Pflegeschnitte im heimischen Garten erlaubt.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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