Parodontitis vorbeugen: Auch gesundes Essen stärkt das Zahnfleisch
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Parodontitis vorbeugen: Auch gesundes Essen stärkt das Zahnfleisch

Parodontitis ist eine sehr weit verbreitete Erkrankung des Zahnhalteapparates. Diese Erkrankung, die man früher Parodontose nannte ist eine bakterielle Entzündung des Zahnfleisches. Darauf weist die Endung -itis hin, die immer für eine entzündliche Erkrankung steht. Es gibt verschiedene Ursachen dafür:

 

Sie reichen von mangelnder Mundhygiene, geschwächter Körperabwehr, Belastungen durch ungesunde Lebensweise wie Rauchen und schlechte Ernährung. Andere Krankheiten und erbliche Vorbelastung spielen möglicherweise auch eine Rolle. Dennoch zeigen die Ursachen für Parodontitis, dass es für alle Menschen einige Möglichkeiten gibt, dieser Erkrankung vorzubeugen. Die wichtigsten Prophylaxestrategien stellen wir Ihnen hier vor.

Parodontitis vorbeugen: Mund- und Zahnpflege ist immer wichtig

Das bedeutet: Mindestens zweimal am Tag müssen Sie Ihre Zähne putzen. Am besten machen Sie dies für 3 Minuten und reinigen dann auch die Zahnzwischenräume. Nutzen Sie dafür Interdentalbürstchen oder Zahnseide. Mundspülungen sind eine gute und ergänzende Maßnahme oder Mundpflege zwischendurch. Sie dürfen aber die Zahnpflege mit Bürsten niemals aus Bequemlichkeit ersetzen.

Der regelmäßige Zahnarztbesuch zur Kontrolle zweimal pro Jahr ist eine notwendige und unterstützende Maßnahme, der Sie durch die Rückmeldung motiviert, mit der Zahnpflege so fortzufahren oder sie zu intensivieren. Auch die jährliche professionelle Zahnreinigung sollten Sie nutzen. Es ist am falschen Ende gespart, aus Geldgründen auf diese zu verzichten. Gerade junge Menschen sollten sich informieren über eine Zahnzusatzversicherung, die dann noch sehr erschwinglich ist und eine jährliche Zahnreinigung finanziert. 

Gesundes Essen stärkt auch Ihr Zahnfleisch

Durch bewusste Ernährung tun Sie viel für Ihre Gesundheit, auch Ihres Zahnfleisches. Über gute Ernährung lässt sich sicher trefflich diskutieren. Es gibt durchaus unterschiedliche Wege, gesundheitsbewusst zu leben. In Sachen der Parodontoseprophylaxe ist eine Faustregel aber klar: Meiden Sie Zucker und auch zuckerhaltige Speisen und auch Getränke. Letztere werden in dieser Bilanz gerne vergessen. Klassische Limonaden enthalten nämlich immens viel Zucker.
Ein weiterer Punkt, den Sie beachten können, sind ausreichende Versorgung mit Vitaminen:

  • Vitamin C Mangel schadet dem Zahnfleisch. Dieses Vitamin findet sich vor allem in Obstsorten wie Kiwi, Johannisbeeren und Papaya und in Gemüse wie Fenchel, Paprika, Rosenkohl und Brokkoli.
  • Vitamin A, D und E stärken die Immunabwehr. Vitamin A ist vor allem in Brokkoli, Petersilie, Spinat, Aprikosen, Karotten, Mangold, Sanddorn, Milchprodukten und Sprossen.
  • Vitamin D ist für den Kalzium-Stoffwechsel notwendig und wichtig für die Zahngesundheit. Essen Sie daher ausreichend Eier, fettreiche Fischsorten, Milchprodukte und Shiitake-Pilze
  • Vitamin E stärkt die Zellerneuerung und nehmen Sie mit Fisch, Ei, Fenchel, Spinat, Nüssen, Hülsenfrüchten, Soja und Hafer auf.

Was Sie noch Parodontitis vorbeugen können 

Manchmal ist krankes Zahnfleisch ein Zeichen von Diabetes. Diabetiker sollten ihren Blutzuckerspiegel möglichst im normalen Bereich halten. Verzichten sollten Sie also auf zuckerreiche Lebensmittel, häufigeres Essen von Fleisch als 2 - 3 Mal pro Woche, zähe, harte und klebrige Lebensmittel sowie extrem heiße oder kalte Speisen oder Getränke. Wenn Sie Raucher sind und noch Argumente für das Aufhören brauchen: Sie tun damit auch sehr Gutes für Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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