Wadenkrämpfe: 9 Ursachen, die dahinterstecken können
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Wadenkrämpfe: 9 Ursachen, die dahinterstecken können

Wadenkrämpfe können Ursachen ganz unterschiedlicher Natur haben. Schmerzhaft sind sie immer. Treten sie häufiger bei Ihnen auf, sollten Sie beim Arzt herausfinden lassen, warum das so ist – unter Umständen leiden Sie an einer therapiebedürftigen Krankheit.

1. Magnesiummangel oft ein Grund


Diäten oder eine einseitige, ungesunde Ernährung führen leicht zu Magnesiummangel. Zu Risikogruppen dieses Mangels zählen auch Frauen während der Schwangerschaft, Diabetiker und Alkoholiker.


2. Medikamente


Manche Medikamente können für Wadenkrämpfe die Ursachen sein, zum Beispiel Mittel gegen Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel. Auch hormonelle Verhütungsmittel, Insulin und Asthmasprays können die Krämpfe mit auslösen, ebenso wie manche Bestandteile einer Chemotherapie.


3. Hitze und Wassermangel


Ist es heiß, haben Sie sich angestrengt und nicht genug getrunken, können diese kombinierten Faktoren für Wadenkrämpfe die Ursache sein.


4. Mangel an Elektrolyten und Wasser


Der Körper braucht viele verschiedene Elektrolyte. Bei einem großen Flüssigkeitsverlust werden diese Stoffe mit ausgeschieden, und es kann zu den schmerzhaften Krämpfen kommen. Dieses Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt entsteht zum Beispiel durch Durchfall oder Erbrechen, durch chronische Darmerkrankungen oder durch starkes Schwitzen in Verbindung mit zu geringer Flüssigkeitsaufnahme.


5. Nierenerkrankungen


Die Nieren sind es, die die Flüssigkeiten im Körper filtern. Funktionieren sie durch Erkrankungen nicht richtig, kommt es zu Störungen in Elektrolythaushalt und dadurch zu Krämpfen.


6. Kalziummangel


Auch die Nebenschilddrüsen können Wadenkrämpfe verursachen: Sie haben einen direkten Einfluss auf den Kalziumhaushalt des Körpers. Besteht eine Unterfunktion, gerät der Kalziumhaushalt aus der Balance.


7. Krampfadern


Leiden Sie unter Krampfadern, werden Sie häufiger als andere Menschen in der Nacht von Krämpfen in den Waden heimgesucht.


8. Nervenerkrankungen


Erkrankungen und Störungen des Nervensystems führen ebenfalls unter anderem zu Krämpfen. Bei einem Verdacht sollten Sie rasch einen Arzt aufsuchen, da sich viele dieser Krankheiten umso besser behandeln lassen, je früher man mit der Therapie beginnt.


9. Myopathien


Unter Myopathien versteht man Muskelerkrankungen, die vor allem mit Schwäche einhergehen. Manche von ihnen kommen durch einen Mangel an Vitamin D zustande, andere durch hormonelle Voraussetzungen, und wieder andere sind vererblich. Auch sie gehen oft mit Krämpfen einher und auch hier ist es gut, wenn Sie rasch einen Arzt aufsuchen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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