Sushi: Wenig Kalorien, viel Tradition
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Sushi: Wenig Kalorien, viel Tradition

Sushi ist eine kalorienarme Delikatesse, die sich auch außerhalb Japans zunehmender Beliebtheit erfreut. Immer häufiger allerdings wird in europäischen und amerikanischen Küchen aus dem gesunden Traditionsgericht ein gehaltvoller Snack. Erfahren Sie hier mehr über Sushi und seine Kalorien.

Was ist Sushi?

Sushi ist ein traditionelles japanisches Reisgericht. Kalter, mit Essig gesäuerter Reis wird als mundgerechtes Häppchen mit verschiedenen Zutaten kombiniert, wie etwa:

  • dünn geschnittener, roher Fisch
  • Räucherfisch
  • rohe Meeresfrüchte
  • frisches Gemüse
  • Tofu
  • eingelegter Rettich
  • Ei

Sushi kommt in verschiedenen Formen; häufig werden Reis und Füllung mit einem dünnen Papier aus Seealgen, den sogenannten Nori-Blättern, umwickelt. Damit die kleinen Pakete ihre Form behalten, wird spezieller Klebereis benötigt, der möglichst runde Körner hat.

Die beliebtesten Sushisorten: Maki & Nigiri

Die bekanntesten Varianten der Delikatesse aus Japan sind Maki- und Nigiri-Sushi. Beim Maki-Sushi umhüllt Reis eine Füllung aus Fisch oder Gemüse, ein Algenstück hält das Ganze zusammen.

Eine andere Variante ist Nigiri: Hier liegt der Fisch auf einer länglichen Reisrolle, Meerrettichpaste (Wasabi) kann als Bindemittel dienen.

 Links und hinten: Nigiri mit Garnele, mit gepresstem Krebsfleisch und einem Nori-Streifen, daneben mit Lachs. Vorne rechts: Maki mit Lachs, daneben mit Lachs, Thunfisch, Avocado und Rettich.
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Links und hinten: Nigiri mit Garnele, mit gepresstem Krebsfleisch und einem Nori-Streifen, daneben mit Lachs. Vorne rechts: Maki mit Lachs, daneben mit Lachs, Thunfisch, Avocado und Rettich.

Traditionelles Sushi: Kalorien sind nicht im Übermaß enthalten

Das gute an Sushi: Kalorien hat es vergleichsweise wenig. Der genaue Kaloriengehalt des Sushis hängt aber sehr stark von der Größe und Art der Füllung ab.

Maki-Sushi bestellen Sie meist in Portionsgrößen von sechs bis acht Rollen, sodass eine Portion zwischen 125 und 480 Kalorien hat. Die traditionellen Sorten haben pro Röllchen ungefähr diese Kalorien:

  • Lachs (sake): 60 kcal
  • Thunfisch (tekka): 49 kcal
  • Gurke (kappa): 35 kcal
  • eingelegter Rettich (daikon): 26 kcal

Nigiri-Sushi bestellen Sie in der Regel stückweise, sodass Sie sehr viele Geschmacksrichtungen probieren können. Die Kalorien liegen bei gleicher Fischsorte ähnlich wie beim Maki-Sushi. Hier einige weitere Beispiele:

  • Omelett (tamago): 60 kcal
  • Tintenfisch (tako): 38 kcal
  • Krabbe (kani): 45 kcal
  • Seeaal (anago): 62 kcal

Westliches Sushi: California-Roll und Co.

Eine beliebte westliche Sushi-Variante sind die sogenannten California-Rolls: Dabei befindet sich innen eine Füllung aus Krebsfleisch, Gurke und Avocado, während die äußere Schicht der Rolle aus Reis besteht, der seinerseits mit einer dünnen Sesamschicht versehen ist.

Ist die Reisrolle aufgebaut wie oben beschrieben, aber anders gefüllt, wird sie als Inside-Out-Roll angeboten. California- und Inside-Out-Rolls sind oft deutlich größer als die traditionellen Makis.

 Variationen von Inside-Out-Rolls mit Sesam, Dill und Rogen (Fischeiern) auf der Außenseite.
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Variationen von Inside-Out-Rolls mit Sesam, Dill und Rogen (Fischeiern) auf der Außenseite.

Ebenfalls immer beliebter wird sogenanntes “Fusion Food”, das typische Gerichte verschiedener Kulturen kombiniert. Die westlichen Einflüsse auf das traditionell gesunde Sushi schlagen sich in hohen Kalorienzahlen nieder, wenn das Sushi plötzlich in Mayonnaise statt in Sojasoße getunkt wird oder Makis mit Frischkäsecreme gefüllt werden.

Wie ist es mit California-Roll-Sushi Kalorien? 

Die westlichen Variationen von Sushi sind nicht nur sehr kreativ, sondern oft auch sehr gehaltvoll. Nicht immer, aber doch sehr häufig hat das westlich inspirierte Sushi viel mehr Kalorien als das japanische Originalgericht. Hier einige Beispiele mit den Kalorien pro Stück:

  • Dragon-Roll (Aal, Avocado, Gurke): 73 kcal
  • Philadelphia-Roll (Frischkäse, Lachs, Gurke): 72 kcal
  • Spicy-Tuna-Roll (Thunfisch, Gurke): 51 kcal
  • California-Roll: 26 kcal

Beilagen: Das essen Sie zum Sushi

Im Restaurant reicht man Ihnen zum Sushi Stäbchen zum Essen, Sojasoße und Wasabi zum Würzen sowie eingelegten Ingwer, um zwischendurch den Geschmack zu neutralisieren.

Wasabi ist grüner Meerrettich. Die Paste ist sehr scharf und für den europäischen Gaumen ungewohnt. Probieren Sie sie vorsichtig und verwenden Sie nur wenig davon.

 Eine Philadelphia-Roll mit Soja-Soße im Becher, eingelegtem Ingwer und grüner Wasabi-Paste.
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Eine Philadelphia-Roll mit Soja-Soße im Becher, eingelegtem Ingwer und grüner Wasabi-Paste.

Die Beilagen werden so sparsam verwendet, dass ihre Kalorien beim Sushi-Dinner kaum ins Gewicht fallen:

  • eingelegter Ingwer: 50 kcal je 100 g
  • Sojasoße: 70 kcal je 100 ml
  • Wasabi: 265 kcal je 100 g

Tipps: So essen Sie Sushi richtig

Das “Ertränken” des Sushis in Sojasoße ist in Japan tabu. Traditionell wird nur der Fisch leicht in die Soße getunkt. Gestalten Sie den Genuss von Sushi im besten Fall so abwechslungsreich wie möglich: Essen Sie manche Stücke pur und versuchen Sie, die einzelnen Geschmacksnoten herauszuschmecken. Experimentieren Sie bei anderen mit ein wenig Sojasoße.

Geschichte des Sushi: Traditionsreiche Delikatesse

Bereits seit mehr als eintausend Jahren wird in Japan Sushi gegessen. Ursprünglich war die Spezialität als Konservierungsmethode gedacht: Wenn man Fisch ausnahm, ihn zusammen mit gedämpftem Reis in Gefäßen einlegte und dort fermentieren ließ, wurde er länger haltbar. Der Reis wurde dadurch allerdings ungenießbar – das änderte sich, als der Essig nach Japan kam.

Säuerte man den Reis mit Essig, konnte man ihn mitessen, der Fisch blieb dennoch länger haltbar. Ab dem 19. Jahrhundert verbreitete sich dann die heute übliche Methode, Sushi in mundgerechten kleinen Portionen zu servieren.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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