Superfood Weizengras: 4 Fakten, die Sie über die grünen Halme wissen sollten
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Superfood Weizengras: 4 Fakten, die Sie über die grünen Halme wissen sollten

Als Neuankömmling im Lebensmittelregal ist Weizengras in aller Munde. Das Superfood soll sehr gesund sein und sogar vor Krankheiten schützen. Was es mit dem Trend auf sich hat, lesen Sie hier.


1. Süßgras mit langer Tradition


In China und Mittelamerika ist Weizengras bereits seit der Antike Bestandteil der Ernährung. Noch bevor das Süßgras seine Ähren ausbilden kann, wird es wenige Tage nach der Keimung geerntet. Roh sind die grünen Halme ungenießbar, deshalb werden sie zu Saft gepresst oder zu Trockenpulver verarbeitet. In Deutschland können Sie Weizengras in Reformhäusern und Drogerien in verarbeiteter Form kaufen. Dem glutenfreien Superfood, das als Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird, werden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt.


2. Reich an Vitalstoffen


Weizengras ist reich an Eisen und Vitamin C. Wie viele Vitalstoffe das Süßgras genau enthält, ist vom Anbaustandort, den Bodenbedingungen und dem Erntezeitpunkt der Gräser abhängig. Laut einer Studie des Max Rubner Instituts beinhalten 100 Gramm Trockenpulver 14,2 bis 133,2 Milligramm Eisen und 97 Milligramm Vitamin C. Als Vitamin-Lieferant liegt Weizengras damit weit vorn. Noch besser fahren Sie allerdings mit Brokkoli. Das weniger exotische Superfood enthält, ebenso wie Grünkohl, 100 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm.


3. Selbst angebaut am besten


Weizengras-Produkte wie Trockenpulver oder Saft können in puncto Qualität problematisch sein: So enthält das Pulver deutlich weniger Vitalstoffe als frisches Weizengras oder Weizengrassaft. Der Saft ist zwar reich an Vitalstoffen, beginnt aber sehr schnell zu gären. Für beide Produkte gilt: Da der internationale Weizengrashandel bislang weitgehend unkontrolliert abläuft, können Pestizide oder Spuren von Mineralöl in den Produkten enthalten sein. Wenn Sie das Potenzial des Superfoods voll auskosten wollen, lohnt es sich, Weizengras in einer Keimschale selbst anzubauen und zu Saft zu verarbeiten oder, in kleine Stücke geschnitten, wie Kräuter zu verwenden.


4. Therapeutischer Nutzen noch unklar


Über die gesundheitliche Wirkung von Weizengras kursieren viele Gerüchte. So heißt es, das Superfood könne bei regelmäßigem Verzehr den Cholesterinspiegel senken. Positive Auswirkungen auf die Blutfettwerte konnte eine Studie des Max Rubner Instituts jedoch nicht feststellen. Allerdings gibt es Hinweise, dass der im Weizengras enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Lutein eine schützende Wirkung auf das menschliche Auge haben und einer Makuladegeneration vorbeugen könnte. Aktuell wird Weizengras als unterstützendes Mittel bei der Brustkrebstherapie getestet. Eine ärztliche Behandlung kann das Superfood jedoch in keinem Fall ersetzten.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

CK
Autor/-in
Christopher Kiel
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