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Neinsagen lernen: 5 Tipps für mehr Durchsetzungsvermögen

Notorisches Jasagen kann Ihnen das Leben unnötig erschweren. Wie Sie das Neinsagen lernen und Ihre eigenen Interessen durchsetzen, lesen Sie hier.

1. Erkennen Sie, wer Ihnen zu schaffen macht

Wenn Sie das Neinsagen lernen möchten, sollten Sie als Erstes herausfinden, in welchen Situationen Sie sich über Ihr ‘Ja’ am meisten ärgern. Sind es Freunde und Familie, die Sie unentwegt nach kleinen Gefälligkeiten bitten, oder die Wünsche von Chefs und Arbeitskollegen, die Ihnen das Leben schwer machen? Schreiben Sie einige Situationen auf, in denen Sie Ihr allzu schnelles ‘Ja’ bereut haben.

2. Machen Sie sich Ihre Ängste bewusst

In der Regel ist Angst der Grund, weshalb uns das ‘Ja’ leichter über die Lippen kommt als ein ‘Nein’. Angst, ein schlechter Freund zu sein, Angst, das Gegenüber zu verärgern oder Angst, als nicht hilfsbereit zu gelten. Machen Sie sich bewusst: Ein wohldosiertes ‘Nein’ gefährdet weder Ihre guten Beziehungen noch macht es Sie zu einem schlechten Menschen.

3. Bitten Sie sich Bedenkzeit aus

Viele Menschen sagen reflexartig ‘Ja’. Es ist ein antrainiertes Verhaltensmuster, ähnlich wie ‘Danke’ oder ‘Bitte’ zu sagen. Damit Sie nicht in die Falle tappen und Ihr vorschnelles ‘Ja’ bereuen, verschieben Sie Ihre Entscheidung auf später. ‘Ich denke darüber nach’ verschafft Ihnen die Zeit, alle Argumente abzuwägen und festzustellen, ob Sie die Bitte erfüllen können und wollen, oder eben nicht.

4. Erklären Sie Ihre Entscheidung

Wenn Sie gerade erst das Neinsagen lernen, kann es hilfreich sein, Ihre Entscheidung zu begründen. Würde Sie die Erfüllung der Bitte überfordern, sind Sie der Meinung, dass Sie dafür nicht zuständig sind, oder finden Sie das Anliegen unangemessen? Es gibt viele Gründe, ‘Nein’ zu sagen. Indem Sie diese artikulieren, machen Sie es Ihrem Gegenüber leichter, Ihre Entscheidung zu akzeptieren.

5. Rechtfertigen Sie sich nicht

Ein freundliches ‘Nein’ genügt. Wenn Sie Neinsagen lernen wollen, sollten Sie bedenken, dass ‘Nein’ eine absolut gleichwertige Alternative zu einem ‘Ja’ darstellt, und nicht begründet werden muss. Wenn Sie eine Bitte annehmen, erklären Sie schließlich auch nicht, wie Sie zu Ihrer Entscheidung gekommen sind.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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