Heilfastenkur: Wer darf heilfasten?
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Heilfastenkur: Wer darf heilfasten?

Die positive Wirkung von Heilfastenkuren gilt inzwischen als vielfach belegt. Die mehrtägige Pause, die der Körper beim Heilfasten durch die Zufuhr von Flüssignahrung statt festen Speisen erhält, gibt neue Energie, unterstützt die innere Reinigung und entlastet den Organismus. Doch wer darf heilfasten, ohne Risiken befürchten zu müssen?

Heilfasten: Gesund sein, gesund bleiben

Grundlegend darf jeder gesunde und erwachsene Mensch fasten, der sich von der Heilfastenkur eine Verbesserung des Wohlbefindens verspricht. Bei Kindern, Jugendlichen, Schwangeren und Stillenden sowie alten und kranken Menschen sollte man hingegen Vorsicht walten lassen. Sinnvoll ist das Heilfasten dabei für alle, die die gesunde und ausgewogene Ernährung eine Weile vernachlässigt haben und sich von Belastungen im Körper befreien möchten.

Damit die Fastenkur ihre positiven Effekte entfalten kann, sollte sich der Mensch, der fasten möchte, jedoch zuvor mit der Thematik gut vertraut machen. Ein Gespräch mit dem Arzt mit gegebenenfalls sinniger Ermittlung der Blutwerte gibt die Sicherheit, dass unentdeckte Nährstoffmängel während der Fastenzeit nicht zu einem schwerwiegenden Defizit führen oder gar eine Mangelerkrankung hervorrufen. 

Heilfasten auch für Menschen mit Vorerkrankungen möglich

Menschen, die eine Erkrankung oder Beschwerdensymptomatik durch das Heilfasten lindern möchten, sollten in jedem Fall den Besuch beim Arzt voranstellen. Das Fasten hilft dem Körper, sich von zahlreichen Beschwerden zu befreien. Damit dieser Effekt eintritt, darf jedoch die Einschränkung der Nährstoffaufnahme nicht mit den Bedürfnissen des Fasters kollidieren. Ein begleitetes Heilfasten, bei dem ein fachkundiger Ernährungsberater, ein Therapeut oder ein Arzt zur Seite stehen, bietet hierbei einen sicheren Weg, damit der Mensch gut und gesund heilfasten darf. 

Entsprechend kann das Heilfasten bei entzündlichen Krankheitsbildern wie Rheuma und Arthritis, bei Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten, bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen und sogar bei Diabetes Typ 2. Diabetikern mit dem Typus 1 wird hingegen meist vom Fasten abgeraten. Der Arzt kann auf Besonderheiten aufmerksam machen, die je nach Krankheitsbild zu beachten sind, oder eine Hilfestellung geben, wie der Betroffene trotz der Vorerkrankung heilfasten darf. 

Wie oft darf man heilfasten?

Wenngleich immer wieder von langfristigen Fastenkuren gelesen werden kann: Für eine gute Fastenkur reichen 7 bis 10 Tage völlig aus. Bei gesundheitlichen Einschränkungen kann die Fastenzeit auch auf 3 bis 5 Tage verkürzt werden, bei starker Konstitution eine Verlängerung auf bis zu 14 Tage möglich sein. In der Regel wird die Umsetzung einer Heilfastenkur in einem Turnus von 6 bis 12 Monaten angeraten, was einer oder zwei Heilfasten-Kuren im Jahr entspricht. Häufiger ist das Heilfasten auch nicht notwendig, sondern kann ansonsten sogar durch die reduzierte Nährstoffversorgung zu Problemen führen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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