Heilfasten zuhause vorbereiten: Was brauche ich für die Fastenkur?
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Heilfasten zuhause vorbereiten: Was brauche ich für die Fastenkur?

Wenn Sie fasten möchten, können Sie dies natürlich nicht nur in einer Fastenklinik, sondern auch Zuhause. Doch gerade, wenn Sie das erste Mal eine Heilfasten-Kur machen möchten, sollten Sie sich gut informieren und beraten lassen.

Darf ich überhaupt fasten?

Bei gesunden, erwachsenen Menschen steht dem Heilfasten in der Regel nichts im Weg. Ein kurzer Check-up beim Arzt kann in diesem Fall jedoch nicht schaden. Liegen Beschwerden oder Erkrankungen vor, sollte dieser Kontrolltermin jedoch zum Pflichtprogramm gehören, um den durch Krankheitssymptome und Belastungen ohnehin geschwächten Körper nicht zu gefährden.

 

Gute Information ist die halbe Vorbereitung

Wenn nichts gegen eine Heilfastenkur spricht, ist die Auseinandersetzung mit der Vorgehensweise zielführend. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten oder führen Sie die Heilfasten-Kur nach professioneller Anleitung von Ernährungsspezialisten oder geschulten Therapeuten durch. Machen Sie sich mit möglichen Nebenwirkungen beim Heilfasten vertraut, die beispielsweise bei Entzugserscheinungen (z.B. bei Zucker) auftreten können. Müdigkeit, Schwerfälligkeit und Lustlosigkeit können ebenso auftreten wie gereizte Stimmung. 

Zeit nehmen, Fastenzeit planen

Eine Heilfasten-Kur ist nicht geeignet, um sie "nebenher" umzusetzen. Nehmen Sie sich wenn möglich ausreichend Zeit und planen Sie die Umsetzung Ihrer persönlichen Heilfastenkur. Optimal ist der Start an einem Wochenende oder beginnen Sie mit den Entlastungstagen an den letzten Tagen vor einer Urlaubswoche. Vorteilhaft ist ein gemeinsames Fasten mit dem Partner oder mit Freunden, mit denen man sich über den Verlauf der Fastenzeit austauschen kann. Gemeinsame Unternehmungen und Bewegung an der frischen Luft fallen zu zweit oft leichter als allein.

Mentale Vorbereitung auf das "hoch und runter"

Seien Sie sich bewusst, dass das vielbesagte Hochgefühl beim Heilfasten sich erst nach einigen Tagen einstellt, während die ersten Tage durch die Reinigung des Körpers den Organismus und die Psyche belasten können. Der Kreislauf kann dabei ebenso in Mitleidenschaft gezogen werden wie das Wohlbefinden durch den Entzug von regelmäßig zugeführten Genussmitteln und Stoffen wie Kaffee oder Zucker. Die mentale Vorbereitung auf die Fastenkur mit positiven, jedoch realistischen Zielen wie dem verbesserten Wohlbefinden, der gestärkten Gesundheit und dem Gewichtsverlust können den Erfolg der Fastenkur nachhaltig beeinflussen. 

Nährstoffabbau und -zufuhr organisieren

Die klassische Heilfastenkur besteht aus einem bis zwei Entlastungstagen, bis zu fünf Vollfastentagen und zwei Aufbautagen. Organisieren Sie für Sie passende Getränke, frisches Obst und Gemüse für Schorlen und die Brühenzubereitung, aber auch Abführmittel nach Wahl. Mittel zum Ausleiten der gelösten Schlacken sollten ebenso berücksichtigt werden. Hierbei können Heilerden ein wirkungsvolles Mittel der Wahl sein. Denken Sie auch an den Einkauf leichter Kost für die Aufbautage, die Sie in der Vorbereitung als Erfolgsbelohnung besonders genussvoll ausrichten können.

Säfte, Suppen und Co: Macht ein Entsafter Sinn?

Bei der Planung der Nährstoffzufuhr kommt schnell der Gedanke auf, sich hilfreiche Utensilien wie einen Entsafter zuzulegen. Diese Überlegung sollten Sie jedoch nicht allein aufgrund der Planung Ihrer ersten Fastenkur treffen, sondern individuell nach Ihren Zielen umsetzen. Fasten Sie regelmäßig und können Sie sich vorstellen, ein solches Gerät auch im Alltag für die ausgewogene Ernährung zu nutzen, kann die Anschaffung eines Entsafters Sinn machen. Ist lediglich die Fastenkur Auslöser für den Wunsch, sollten Sie sich mit der Überlegung einer solchen Anschaffung hingegen bis auf die Zeit nach der Fastenkur verschieben, um sie gründlich zu überdenken.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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