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Fischallergie: Ursache, Symptome und Behandlung

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte, eigentlich harmlose Eiweiße mit Abwehr. So ist das auch bei der Fischallergie. Das Hauptallergen bei der Fischallergie ist das Eiweiß Parvalbumin. Die Symptome der Allergie gegen Fische können bis hin zum lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock führen.

Fischallergie: Ursache ist das Protein Parvalbumin

Fisch zählt zu den stärksten allergenen Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs. Bei der Fischallergie ist die Ursache der allergischen Reaktion das Protein Parvalbumin. Über 95 Prozent aller Fischallergiker sind auf Parvalbumin sensibilisiert. Das Eiweiß findet sich vor allem in dem weißen Muskelfleisch von Fischen. Nicht nur der Verzehr von Fisch versetzt das Immunsystem in Alarmbereitschaft. Manche Allergiker reagieren auch auf den Staub getrockneter Fische (Inhalationsallergie) sowie auf die Kochdämpfe, die bei der Zubereitung von Fisch entstehen. Sogar der Geruch von Fisch kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Symptome der Fischallergie: Magen-Darm-Beschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock

Zu den Symptomen der Fischallergie gehören:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen
  • Hautreaktionen wie Ödeme, Juckreiz, Kribbeln, Nesselsucht, Rötungen und Schwellungen
  • Schwellungen der Schleimhäute im Hals-Rachen-Bereich
  • Neurodermitis-Schübe
  • allergischer Schnupfen
  • Atembeschwerden wie Asthmaanfälle
  • anaphylaktischer Schock mit Atemnot und Kreislaufstillstand

Während Allergien wie die Kuhmilchallergie oder die Hühnereiallergie oftmals wieder verschwinden, wenn sie im Kindesalter aufgetreten sind, ist das bei der Fischallergie eher unwahrscheinlich. Meist bleibt sie ein Leben lang bestehen.

Mit Hilfe eines Bluttest kann ermittelt werden, ob eine Allergie gegen Fischeiweiß vorliegt.

Diagnose Fischallergie: Provokationstest gibt wichtige Hinweise

Ob eine Fischallergie vorliegt, kann ein Allergologe klären. Hierfür stehen ihm unter anderem Bluttests zur Verfügung, mit deren Hilfe er Antikörper im Blut ermitteln kann. Hauttests geben ebenfalls Hinweise auf die Allergieneigung. Oftmals wird der sogenannte Provokationstest durchgeführt, um die Diagnose Fischallergie zu stellen. Hierfür bekommt der Betroffene unter ärztlicher Aufsicht geringe Mengen Fischeiweiß verabreicht. Der Test wird in der Regel stationär durchgeführt, da mit schweren allergischen Reaktionen gerechnet werden muss.

Reagiert der Patient auf den Kontakt mit Fischproteinen mit lebensgefährlichen Symptomen, wird er zukünftig ein Notfall-Set bei sich tragen müssen. Dieses wird vom Arzt verschrieben und enthält Adrenalin, Kortison und ein Antihistaminikum. Diese Wirkstoffe helfen im Notfall, einen anaphylaktischen Schock zu vermeiden. Wie das Notfall-Set angewendet wird, erklärt der Arzt.

Behandlung und Therapie der Fischallergie

Eine ursprüngliche Behandlung der Fischallergie gibt es nicht. Für die Betroffenen der Fischallergie heißt das: das Allergen zu meiden. Komplett auf Fisch verzichten müssen viele aber nicht. Da Parvalbumin vor allem im weißen Muskelgewebe von Fischen zu finden ist, werden Fische mit mehr rotem Muskelgewebe, darunter Thunfisch, oft besser vertragen.

Fischallergie vorbeugen: Kompletter Fischverzicht muss nicht immer sein

Da die Eiweißstrukturen der Fische sich ähneln, reagieren die meisten Fischallergiker auf mehrere Fischarten allergisch. Trotzdem ist es möglich, dass nur ein bestimmter Fisch Beschwerden verursacht. Meeresfrüchte wie Muscheln oder Garnelen müssen keine allergischen Symptome verursachen. Für die Allergie auf Krustentiere und Muscheln sind andere Allergie-Auslöser verantwortlich. Welche Fische Fischallergiker vertragen oder ob sie ganz verzichten müssen, können Allergietests klären.

Liegt eine Fischallergie vor, ist es ratsam, eine Ernährungsberatung zu besuchen. Denn Fisch ist ein wertvoller Lieferant von Eiweiß, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Jod. Damit diese Nährstoffe im Speiseplan nicht fehlen, gilt es, Alternativen einzubauen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

AL
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