Stabile Seitenlage: Anleitung für die Ausgangssituation

Die stabile Seitenlage dient dazu, bei hilflosen Menschen nach einem Zusammenbruch die Atemwege freizuhalten, damit sie nicht an Blut oder Erbrochenem ersticken können. Das kann zum Beispiel nach einem Schlaganfall, einem Unfall oder einer Überdosis Drogen oder Medikamente notwendig sein.

Zu Beginn knien Sie sich seitlich neben den Betroffenen und legen ihn zunächst auf den Rücken. Dann strecken Sie seine Beine lang aus. Anschließend nehmen Sie den Arm, der auf Ihrer Seite liegt, und legen diesen angewinkelt nach oben. Wenn Sie zum Beispiel links neben dem Bewusstlosen hocken, nehmen Sie seinen linken Arm. Achten Sie darauf, dass die Handinnenfläche nach oben zeigt.

Betroffenen in stabile Seitenlage bringen

Nun geht es weiter mit der Anleitung für die stabile Seitenlage. Greifen Sie das Handgelenk des anderen Arms – wenn Sie links sitzen, den rechten Arm – und kreuzen Sie ihn vor der Brust des Betroffenen. Legen Sie die Handoberfläche an seine Wange, aber halten Sie das Handgelenk trotzdem noch weiter fest.

Greifen Sie nun den Oberschenkel, der Ihnen gegenüber liegt, und beugen Sie das Bein des Bewusstlosen. Befinden Sie sich auf der linken Seite, nehmen Sie das rechte Bein des Patienten und umgekehrt. Ziehen Sie den Oberschenkel dann zu sich herüber und knicken Sie das Bein so ab, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt. Jetzt liegt der Patient auf der Seite.

Atemwege frei halten

Neigen Sie den Kopf des Betroffenen vorsichtig nach hinten, damit die Atemwege nicht abgeknickt werden. Öffnen Sie den Mund des Bewusstlosen leicht, sodass Blut, Erbrochenes oder Speichel frei abfließen können. Passen Sie außerdem auf, dass die Hand, die an seiner Wange liegt, den Mund nicht verdeckt und die Atmung nicht behindert.

Im Video sehen Sie, wie das Positionieren in der stabilen Seitenlage funktioniert:

Für Wärme sorgen und Notarzt rufen

Nachdem Sie den Bewusstlosen in die stabile Seitenlage gebracht haben, decken Sie ihn zu, damit er nicht auskühlt. Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen rufen Sie den Notarzt unter 112 an und schildern ihm möglichst präzise, wo Sie sind, wie der Zustand des Betroffenen ist, und warten auf Rückfragen. Bis der Rettungswagen da ist, beobachten Sie den Patienten, überprüfen Sie seine Atmung und sein Bewusstsein, reden Sie ihm gut zu und beruhigen Sie ihn.

Auch die Notfall-App von Gelbe Seiten für iPhone und Android kann Ihnen helfen, schnell einen Notdienst für Ihren Standort zu kontaktieren.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Sascha Müller
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