Cleansing Reduction: Wie oft duschen wirklich gesund ist
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Cleansing Reduction: Wie oft duschen wirklich gesund ist

Cleansing Reduction heißt der neue Trend, der hinterfragt, wie oft duschen tatsächlich nötig ist. Heißes Wasser, Duschgel, Shampoo – muss das alles wirklich jeden Tag sein? Hier erfahren Sie mehr.

Neuer Körperpflegetrend: Cleansing Reduction

Cleansing Reduction bedeutet frei übersetzt so viel wie “das Waschen reduzieren” und wird in der Beauty-Szene gerade heiß diskutiert. Aber keine Sorge, es ist nicht plötzlich en vogue, müffelnd im Büro zu sitzen. Bei Cleansing Reduction geht es darum, die Körperreinigung bewusster zu gestalten. Der Trend hinterfragt, warum viele Menschen jeden Tag duschen, obwohl sie gar nicht dreckig geworden sind, und richtet das Augenmerk darauf, wie oft duschen tatsächlich ratsam ist. Der Gedanke dahinter: Duschen verbraucht Ressourcen wie Wasser und Strom und kann die Haut stark belasten. Deshalb sollte man es nicht aus Gewohnheit tun, sondern nur, wenn es wirklich nötig ist.

Wie oft Duschen wirklich ratsam ist

Heißes Wasser und mit Duftstoffen versetzte Duschgele sind eine Belastung für die Haut. Sie schädigen den natürlichen Schutzfilm des Organs, machen die Haut trocken und so anfälliger für Ekzeme und Infektionen. Gerade empfindliche Haut (zum Beispiel bei Neurodermitis) kann stark leiden, wenn Sie zu oft duschen. Dermatologen betonen, dass sich die meisten Menschen zu viel waschen und ihrem Körper damit mehr schaden als nützen.

Doch wie oft sollen Sie nun duschen? Das variiert je nach Hautbeschaffenheit, klimatischen Bedingungen und Aktivitätslevel. Wenn Sie nicht viel schwitzen und keinen Sport getrieben haben, sind einmal bis zweimal  Duschen pro Woche in der Regel völlig ausreichend.

 Auch Babys und Kleinkinder sollten nicht zu oft gebadet werden, um die natürliche Schutzbarriere der Haut zu erhalten.
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Auch Babys und Kleinkinder sollten nicht zu oft gebadet werden, um die natürliche Schutzbarriere der Haut zu erhalten.

Alternativen zur Dusche

Auch wenn Sie Ihrer Haut zuliebe nicht so oft duschen, heißt das nicht, dass die Körperhygiene leiden muss. Die kritischen Stellen reinigen Sie natürlich trotzdem mit Wasser und einer milden, parfümfreien Waschlotion. Diese Körperpartien sollten Sie jeden Tag waschen:

• Hände
• Gesicht
• Achseln
• Intimbereich
• Füße

Es reicht völlig, wenn Sie die restliche Haut nur mit Wasser waschen, um sich zu erfrischen. Der gute alte Waschlappen hat also noch immer seine Berechtigung.

Tägliches Duschen: Wozu eigentlich?

Wenn Sie befürchten, es wäre unappetitlich, nicht jeden Tag zu duschen, bedenken Sie Folgendes: Duschen dient in der Regel nicht dazu, sauber zu werden. Immerhin arbeiten heute die wenigsten Menschen in Jobs, bei denen sie wirklich dreckig werden. Duschen dient eher dazu, gut zu riechen. Deshalb sind so viele Duschgels parfümiert.

Händewaschen ist wichtiger als Duschen

Wenn es Ihnen wirklich um Sauberkeit geht, müssen Sie sich nicht fragen, wie oft Duschen nötig ist, sondern wie oft Sie sich die Hände waschen sollten. Türklinken, Haltegriffe in der S-Bahn, Toilettendeckel – all das berühren Sie täglich mit Ihren Händen und sammeln dabei eine Menge Keime ein. Waschen Sie sich deshalb mehrfach täglich die Hände. Außerdem sollten Sie regelmäßig Ihre Handtücher wechseln, denn auch dort können sich viele Krankheitserreger sammeln.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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