Ihre Rechte beim Abschluss eines Kreditvertrags

Aus der Aufnahme eines Darlehens resultieren Rechte und Pflichten, beim Kreditgeber ebenso wie beim Kreditnehmer. Die Details dazu regelt der Kreditvertrag. Halten sich beide Parteien an die getroffenen Vereinbarungen, läuft das Kreditgeschäft in den meisten Fällen ohne Probleme ab.

Im Kern sind alle Kreditverträge identisch: Der Kreditgeber stellt einen bestimmten Geldvertrag zur Verfügung. Dieses Geld kommt zur Auszahlung und muss dann vom Kreditnehmer in einem definierten Zeitraum zurückgezahlt werden, meist in festen Raten. Der Kreditgeber profitiert dabei von den Zinsen, die der Kreditnehmer zahlt. Der Kreditnehmer erhöht seine Liquidität oder kann eine geplante Anschaffung tätigen.

Welche Rechte hat der Kreditnehmer?

Vordringliches Recht jedes Kreditnehmers ist die fristgerechte Auszahlung des im Kreditvertrag vereinbarten Betrages. Darauf basierend ergibt sich auch seine wichtigste Pflicht: die Rückzahlung des Darlehensbetrages plus Zinsen in der vereinbarten Laufzeit.

Der Kreditnehmer hat ein Recht, regelmäßig über den Stand des aufgenommenen Darlehens informiert zu werden. Viele Banken stellen dafür automatisch eine jährliche Übersicht zur Verfügung. Als Kreditnehmer können Sie aber auch jederzeit anfragen und um Auskunft ersuchen.

Wurde der Kreditbetrag mit einer Hinterlegung abgesichert, zum Beispiel einer Immobilie, ist diese nach erfolgter Rückzahlung des Gesamtkredits an den Kreditnehmer zurückzugeben.  

Achtung Kreditbetrüger

Risiken bestehen vor allem für Kreditnehmer, deren Kreditwürdigkeit (Bonität) für einen „normalen“ Bankkredit nicht ausreicht. Hier kommen oft unseriöse Anbieter und Kreditbetrüger ins Spiel. Einer der üblichen Tricks neben völlig überhöhten Zinsen: Kreditvermittler kassieren vom potentiellen Kreditnehmer eine Gebühr beziehungsweise Aufwandsentschädigung. Der im Kreditvertrag vereinbarte Betrag kommt dann jedoch nie zur Auszahlung.