Spinnen im Haus: So werden Sie die Plagegeister los

Selbst die größten Tierfreunde sind von Spinnen im Haus meist nicht sehr begeistert. Die ungebetenen Gäste fühlen sich in dunklen Ecken im Keller und in der Wohnung aber oft sehr wohl. Vor allem im Herbst verkriechen sie sich gerne im Haus. Hier erfahren Sie, wie Sie die Plagegeister auf tierfreundliche Art loswerden können.

Spinnen im Haus vorbeugen mit Fliegengitter

Die beste Art, um Spinnen im Haus zu bekämpfen, ist die richtige Vorbeugung. Lassen Sie erst gar nicht zu, dass die Achtbeiner es sich in Ihrer Wohnung bequem machen. Ein zuverlässiger Schutz sind Fliegengitter-Einsätze für Fenster und Balkon- oder Terrassentüren, die Sie immer dann einhängen, wenn diese längere Zeit offenstehen. So halten Sie nicht nur Spinnen fern, sondern auch Mücken und andere unwillkommene Gäste wie Weberknechte, Wespen oder Fliegen. Da sich Spinnen besonders gerne im Herbst wärmere Plätze als den Garten suchen, sollten Sie die Fliegengitter nicht zu früh abmontieren.

Lavendel als natürliche Duftbarriere

Sie können die Krabbeltiere auch mit sogenannten Duftbarrieren davon abhalten, bei Ihnen Einzug zu halten. Die kleinen Tiere fühlen sich von einigen Gerüchen, etwa Lavendel, besonders gestört und meiden Orte, die diese intensiven Düfte verströmen. Diesen Umstand können Sie sich zunutze machen. Stellen Sie Lavendelpflanzen auf den Balkon oder die Terrasse und legen Sie mit Lavendelblüten gefüllte Duftsäckchen an die Fenster. Auch Kerzen mit Lavendelduft und entsprechende Öle können Ihnen dabei helfen, Spinnen im Haus zu vermeiden.

Spinnen mit dem Becher einfangen

Haben Sie trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen Spinnen im Haus, gilt es, diese wieder loszuwerden. Der sicherste und tierfreundlichste Weg ist die sogenannte Bechermethode, bei der Sie die ungebetenen Gäste mit einem Becher oder einem Glas einfangen. Sobald Sie die Spinne an einer Wand, der Decke oder auf dem Boden entdeckt haben, stülpen Sie ein Gefäß über das Tier. Schieben Sie dann ein Stück Karton oder einen Untersetzer unter das Glas – so können Sie den Becher vom Untergrund entfernen und die Spinne ist im Behälter gefangen. Setzen Sie das Tier möglichst weit entfernt vom Haus wieder aus, am besten in mindestens fünfzig Metern Entfernung.

Wenn Sie sich vor den Insekten so sehr ekeln oder Angst haben, dass Sie dem Tier selbst mit dem Becher nicht so nahe kommen möchten, gibt es spezielle Insektenfänger. Sie verfügen über einen langen Stiel, an dessen Ende ein Becher angebracht ist, über den das Tier eingefangen werden kann. Solche Produkte erhalten Sie im Baumarkt oder auch in der Drogerie.

Spinnen mit dem Kehrblech einfangen

Wenn eine Spinne gut erreichbar ist, etwa vor Ihnen auf dem Boden, können Sie diese auch mit einem Kehrblech und einem Besen nach draußen befördern. So gehen Sie vor:

  • Fegen Sie die Spinne mit dem Besen auf das Kehrblech. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die Spinne nicht zu verletzen und zu verhindern, dass die Spinne über den Besen entkommt.
  • Kippen Sie das Kehrblech und klopfen Sie vorsichtig auf die Unterseite des Kehrblechs.
  • Winkeln Sie das Kehrblech weiter an, dass die Öffnung schräg nach oben zeigt.
  • Tragen Sie das Kehrblech nach draußen und klopfen Sie dabei weiter auf die Unterseite des Blechs. Geräusch und Vibrationen erschrecken die Spinne, die mit Starre reagiert.
  • Lassen Sie die Spinne mit einigem Abstand von Ihrem Zuhause wieder frei, indem Sie sie vom Kehrblech schütteln.