Haltbarkeit von Tiefkühlkost: Gefrorenes ist nicht ewig haltbar

Die Haltbarkeit von Tiefkühlkost ist von Lebensmittel zu Lebensmittel sehr unterschiedlich. Wie lange eingefrorenes Fleisch, Fisch und Gemüse genießbar sind, lesen Sie hier.

Fertiggerichte: Mindesthaltbarkeitsdatum als Richtwert

Die Frage nach der Haltbarkeit von Tiefkühlkost ist bei tiefgefrorenen Fertiggerichten am einfachsten zu beantworten: Hier ist die Mindesthaltbarkeit auf der Verpackung ausgewiesen. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum verstrichen, heißt dies aber noch lange nicht, dass das Produkt schlecht ist. In der Regel verliert es ab diesem Zeitpunkt lediglich an Qualität. Tiefkühlpizza schmeckt ab dem zwölften Monat mitunter ranzig, Pommes werden ab dem 18. Monat nicht mehr kross.

Fleisch: Je fetter, desto kürzer haltbar

Bei Fleisch variiert die Haltbarkeit von Tiefkühlkost besonders stark: Wurst, Hackfleisch, Fisch und Schalentiere halten sich im Gefrierfach ein bis vier Monate, Schweinefleisch bis zu sieben und Geflügel bis zu zehn Monate. Am längsten bleibt Rindfleisch frisch: Hier gibt es erst ab dem zwölften Monat Qualitätseinbußen.

Dass Fleisch nicht mehr gut ist, erkennen Sie an dunklen Stellen und einem ranzigen Geruch. Bei Schwein, Geflügel und Fisch sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen: Hier besteht die Gefahr von Salmonellen. Indem Sie diese Lebensmittel schonend im Kühlschrank auftauen und die dabei entstehende Flüssigkeit wegschütten, minimieren Sie das Risiko einer Lebensmittelvergiftung. Außerdem sollten Sie das Fleisch im Zweifelsfall gut durchbraten.

Haltbarkeit von Tiefkühlkost: Selbstgekochtes schneller verbrauchen

Selbstgekochtes, zum Beispiel Soßen oder Gulasch, hält sich kürzer als Tiefkühlprodukte. Das liegt daran, dass der Gefrierprozess im heimischen Tiefkühlfach länger dauert. Auch hier gilt: Je fetter die Speisen, desto schneller schmecken sie ranzig. Die meisten Gerichte halten sich jedoch mindestens drei Monate bei -18 Grad Celsius.

Obst und Gemüse verlieren an Geschmack

Gesundheitlich unbedenklich sind zu lange eingefrorenes Obst und Gemüse. Trotzdem sollten Sie mit dem Verzehr nicht länger als zwölf Monate warten, denn nach Ablauf dieser Frist wird Gemüse matschig. Bei Obst können sich weiße oder rote Verfärbungen zeigen. Ist dies der Fall, beginnen die Lebensmittel zu verderben und gehören in den Müll.