Versicherungen für Hausbesitzer: Welche sind sinnvoll?

Versicherungen für Hausbesitzer sind unbedingt notwendig. Nur: wie viele und welche genau? Lesen Sie hier, auf welche Policen Sie keinesfalls verzichten sollten.

1. Versicherungen für Hausbesitzer: Wohngebäudeversicherung inklusive Elementarschadenversicherung

Die Wohngebäudeversicherung sollte einen Basisschutz bieten, der Schäden durch Feuer, zum Beispiel Brand, Blitzschlag oder Explosion, durch Unwetter, etwa Sturm oder Hagel, sowie durch Leitungswasser wie bei einem Rohrbruch abdeckt. Beachten Sie: Ihre Einrichtung wird durch diese Versicherung nicht abgesichert, sondern lediglich Schäden am Haus selbst. Die Beiträge sind sehr unterschiedlich, sie hängen von Faktoren wie Zustand und Größe des Hauses sowie dessen Lage ab.

Die Elementarschadenversicherung greift bei Schäden durch Naturgewalten wie Hochwasser, Starkregen oder große Schneelasten. Sie sollten sich gegen diese Risiken auch dann versichern, wenn Ihr Haus nicht in einem direkten Gefährdungsgebiet steht. Wichtig zu wissen: Der Versicherer übernimmt den kompletten Wiederaufbau Ihres Hauses nur dann, wenn Sie eine “gleitende Neuwertversicherung” abgeschlossen haben. Diese rechnet die Kostensteigerung seit Errichtung des Hauses mit ein. Darüber hinaus sollten auch Nebengebäude wie Garage, Terrassendach oder – falls vorhanden – Ihre Photovoltaikanlage mitversichert werden.

2. Hausratversicherung als eine der essenziellen Versicherungen für Hausbesitzer

Alle lose im Gebäude vorhandenen Gegenstände wie Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung oder Wertsachen werden durch die Hausratversicherung abgedeckt. Sind Sie zum Beispiel von einem Einbruch betroffen, von Vandalismus oder von Feuer- und Wasserschäden, sichert eine Hausratversicherung entsprechend ab. Auch hier besteht die Gefahr einer Unterversicherung. Als Richtwert gilt eine Versicherungssumme von rund 500 Euro pro Quadratmeter.

3. Privathaftpflichtversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung ist zunächst mal für jeden als grundlegend notwendige Absicherung zu empfehlen. Sie springt dann ein, wenn Sie bei jemand anderem einen Schaden verursachen. Für Hausbesitzer ist diese Versicherung besonders wichtig, da diese erhöhte Risiken zu tragen haben. Sollte sich zum Beispiel jemand auf einem Gehweg verletzen, der auf Ihrem Grundstück liegt, könnten Kosten für den Krankentransport oder für einen etwaigen Schadensersatz entstehen. Auch wenn ein fallender Baum einen Schaden bei ihrem Nachbarn verursacht, werden Sie unter Umständen in die Pflicht genommen. Eine Privathaftpflichtversicherung deckt solche und andere Schäden bis zur vereinbarten Deckungssumme ab. Sie sichert zusätzlich gegen Anwalts- und Gerichtskosten im Zuge eines Rechtsstreits, der durch einen von Ihnen verursachten Schaden entstanden ist.