Housesitting: Tipps zum neuesten Low-Budget-Trend

Wer Lust auf einen ungewöhnlichen, preiswerten Urlaub hat, kann es mit Housesitting probieren. Dabei passen Sie für einen bestimmten Zeitraum auf das Haus anderer Menschen auf und können dafür kostenlos dort wohnen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier.

Was genau ist Housesitting eigentlich?

Der Begriff “Housesitting” kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt “Haus hüten”. Anstatt wie beim Babysitting auf Kinder oder beim Katzensitting auf die Haustiere anderer Leute aufzupassen, wohnen Sie für einen vorher mit den Besitzern vereinbarten Zeitraum in deren Zuhause. In der Regel dürfen Sie kostenlos dort wohnen und kümmern sich im Gegenzug um Pflanzen, möglicherweise auch um Haustiere und lüften regelmäßig durch. Außerdem ist das Einbruchsrisiko geringer, wenn das Haus bewohnt ist. Housesitting ist in vielen Ländern der Welt möglich, Sie sind in Sachen Urlaub also nicht auf Häuser in Ihrer Nähe beschränkt.

Wie läuft das Housesitting ab?

Zu Beginn müssen Sie erst einmal Menschen finden, die ihr Haus zum Housesitting zur Verfügung stellen. Dafür gibt es bestimmte Plattformen im Internet, zum Beispiel “Trusted Housesitters”, “Housecarers”, “Normador” oder “MindmyHouse”. Sie melden sich dort an, erstellen ein Profil und haben dann Zugriff auf die Annoncen, die die Hausbesitzer dort eingestellt haben.

Sagt Ihnen ein Angebot zu, setzen Sie sich mit den Eigentümern in Verbindung und lernen sich zunächst einmal kennen. Schließlich braucht es sehr großes Vertrauen, fremde Menschen aufs eigene Haus aufpassen zu lassen. Wenn Sie zu weit auseinanderwohnen, um sich persönlich zu treffen, sind Telefon, E-Mail und Skype mögliche Alternativen. Sie reisen dann einen bis zwei Tage vor Abfahrt der Hausbesitzer an, um die Schlüsselübergabe zu machen und wichtige Absprachen zu treffen – diese sollten zur Sicherheit schriftlich festgehalten werden.

Welche Kosten auf Sie zukommen

Die Housesitting-Plattformen sind normalerweise kostenpflichtig, da die Betreiber streng auf Sicherheit und Seriosität achten müssen. Der Mitgliedsbeitrag ist jedoch für gewöhnlich nicht höher als 150 Euro im Jahr, meistens kostet er weniger. Sie müssen in jedem Fall die Kosten für die Anfahrt tragen und sich üblicherweise selbst um Ihr Essen kümmern. Tipp: Regeln Sie unbedingt mit dem Hauseigentümer, wer im Schadensfall zahlen muss. Idealerweise besitzt dieser eine gute Haftpflichtversicherung und geht mit Ihnen nach Ihrer Ankunft im Haus bestehende Schäden und das Inventar durch. So kann er, falls Ihnen versehentlich etwas zu Bruch geht, den Schaden seiner Versicherung gegenüber beweisen, und Sie müssen nicht aus eigener Tasche für die Kosten aufkommen.