Fenchel: Wirkung der Heilpflanze auf die Verdauung

Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Zum Glück gibt es dagegen ein gutes Hausmittel: Fenchel. Wirkung entfaltet die Heilpflanze vor allem über ihre Samen – sowohl pur als auch in Form von Tees, Extrakten, Kapseln und anderen Arzneien.

Welche Wirkung hat Fenchel und warum?

Die Wirkung von Fenchel entsteht im Wesentlichen durch das in den Samen enthaltene ätherische Öl. Die Inhaltsstoffe trans-Anethol und Fenchon sowie Estragol und Flavonoide wirken in Kombination krampflösend und verdauungsfördernd. Das liegt daran, dass die Substanzen die Beweglichkeit der glatten Muskulatur im Verdauungstrakt fördern. Bauchkrämpfe, Völlegefühl und Blähungen lösen sich auf diese Weise auf und sowohl Magen als auch Darm entspannen sich wieder. Fenchelöl hilft jedoch nicht nur der Verdauung auf die Sprünge, sondern auch gegen Husten. Es löst den Schleim in den Atemwegen bei einer Erkältung und seine antibiotische Wirkung lindert Entzündungen der oberen Luftwege.

Fenchel-Wirkung nutzen: Richtige Anwendung

Gegen Magen-Darm-Beschwerden können Sie nach Bedarf Fencheltee trinken. Es gibt ihn oft in Kombination mit Anis und Kümmel zu kaufen, die beide ebenfalls die Verdauung fördern. Am besten wirkt der Tee, wenn die Fenchelsamen noch ganz sind und Sie sie kurz vor dem Aufguss mit kochendem Wasser zerstoßen. Wie Sie den losen Fencheltee dosieren, erfragen Sie am besten in der Apotheke. In niedriger Dosierung (2 bis 4 Gramm pro Tag) kann Fencheltee bereits Säuglingen gegen Koliken und Bauchschmerzen helfen.

Als pflanzliches Heilmittel gegen Erkältungen bekommen Sie in der Apotheke außerdem Tinkturen mit Fenchelöl sowie Kapseln und Dragees mit Trockenextrakt der Heilpflanze. In der Drogerie, im Reformhaus oder Supermarkt finden Sie in der Regel auch Fenchelhonig, der sich für Kinder ab 12 Monaten eignet. Der Honig in Kombination mit dem Fenchelöl schmeckt angenehm süß und lindert Halsschmerzen und Husten.

Hat Fenchel Nebenwirkungen?

Normalerweise ist Fenchel gut verträglich, es gibt allerdings Menschen, die darauf allergisch reagieren. Atembeschwerden und Hautausschlag können dann die Folge sein. In hoher Dosierung kann es bei Fenchelöl zu Wechselwirkungen mit der Antibabypille kommen. Manchmal enthalten Fenchelölpräparate Alkohol – in diesem Fall sind sie für trockene Alkoholiker und Kinder tabu. Wer unter Diabetes leidet und Fenchelhonig oder Hustensirup mit Fenchel einnehmen will, sollte den Zuckergehalt der Arzneien beachten.