Die Trends, Tops und Flops in der Arbeitswelt 2018

Ihr habt euren Schulabschluss in der Tasche und wisst nicht, wo es beruflich hingehen soll? Bei der Berufswahl gibt es natürlich viele Faktoren, die ihr beachten solltet. Einer davon ist der finanzielle Aspekt, denn die Einkommen in Deutschland fallen ganz unterschiedlich aus. In diesem Beitrag wollen wir euch aufzeigen, in welchen Berufen besonders hohe Gehälter winken – ohne dabei Chef sein zu müssen. Zudem stellen wir Jobs vor, deren Gehälter sehr niedrig sind. Dafür haben wir von GEHALT.de 21.846 Datensätze aus den letzten 12 Monaten untersucht.

Laut unserer Auswertung belegen die Oberärzte den ersten Platz: Sie verdienen circa 115.300 Euro jährlich und zählen damit zu den Spitzenverdienern in Deutschland. Es folgen Spezialisten für Mergers & Acquistions, die sich mit Unternehmensfusionen und -käufen befassen. Sie beziehen ein jährliches Bruttogehalt von 99.600 Euro. Wer die Liste unserer Top-Berufe einmal genauer unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass es sich dabei nur um Berufe handelt, die ein Studium erfordern.

Vor allem Beschäftigte aus der Finanzwelt dürfen sich freuen – denn wir finden unter anderem noch den Fondsmanager (83.600 Euro) und dem Wertpapierhändler (64.800 Euro) aus dieser Branche vor. Die Aufgabe des Fondmanagers besteht darin, das Kapital ihrer Kunden am Aktien- oder Rentenmarkt zu investieren, um mit einem festgelegten Risikograd die höchstmöglichen Gewinne zu erbringen.  

Die goldene Mitte

Wem keiner dieser Jobs zusagt und für den Geld nicht alles ist, sollte auch einen Blick auf diese Liste werfen. Denn neben Top- und Flop-Gehältern gibt es eine Reihe von Löhnen, die sich ungefähr im Mittelfeld bewegen.

Beschäftigte im Sekretariat beziehen beispielsweise ein Gehalt von 35.900 Euro jährlich. Auch Mechatroniker (36.800 Euro) und Angestellte im Vertriebsinnendienst (38.100 Euro) können da mithalten. So auch Architekten (41.500 Euro) und Beschäftigte im Kundendienst (42.900 Euro): Sie überschreiten mit ihrem Jahreseinkommen die 40.000 Euro-Grenze. Diese Berufe im Mittelfeld verlangen keine akademische Ausbildung – abgesehen vom Architekten.

Die Flop-Berufe

Auf den unteren Rängen befinden sich Restaurant- und Küchenhilfen mit einem Jahreseinkommen von 21.900 Euro – sie erhalten damit jährlich 93.400 Euro weniger als der Oberarzt. Für Angestellte in Call Centern und an der Rezeption liegt das Jahresgehalt zwischen 25.200 Euro und 25.400 Euro. Für diese Tätigkeiten wird grundsätzlich keine Ausbildung vorausgesetzt.

Hier ein Überblick:

In diesem Beitrag möchte wir euch noch zwei weitere Berufe vorstellen, die in der Zukunft an Bedeutung gewinnen werden und deren Gehalt ebenfalls verhältnismäßig lukrativ ist.

E-Commerce auf dem Vormarsch

Laut der Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2015-2019"  wird die Branche E-Commerce bis 2019 durchschnittlich um 13 Prozent pro Jahr wachsen. Das wirkt sich natürlich auch auf den Arbeitsmarkt und die Berufswelt aus. Dazu gehört zum Beispiel der Category Manager: Er ist zuständig für die strategischen Einkäufe und die Auswahl sowie die Preisgestaltung der Produkte eines Online-Shops. Das jährliche Einkommen eines Category Managers liegt bei 52.900 Euro.

Von großer Bedeutung: Der Umwelttechniker

Der Umweltschutz wird zukünftig für den Menschen immer wichtiger. So sind Experten in diesem Bereich von großer Bedeutung für den Arbeitsmarkt – wie beispielsweise die Umwelttechniker. Sie führen entsprechende Maßnahmen, Messungen und Analysen durch. Zudem sind sie in der umwelttechnischen Beratung tätig. Das Gehalt eines Umwelttechnikers liegt bei 44.800 Euro im Jahr.

Viele Faktoren bestimmen die Höhe des Einkommens

Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wirkt sich auch auf die Gehälter aus. In der Gastronomie und Dienstleistungsbranche sind die Jobs leicht zugängig, wodurch eine hohe Bewerberanzahl entsteht. So müssen Arbeitgeber nicht sehr stark um neue Unterstützung werben –die Situation bei den Top-Verdienern steht im Gegensatz dazu. In diesen Berufen herrscht oft ein Mangel an qualifizierten Fachkräften, sodass die Unternehmen Bewerber mit hohen Gehältern locken.  

Außerdem beeinflussen die Firmengröße, die Branche und die Berufserfahrung des Beschäftigten das Gehalt. In großen Unternehmen fallen die Einkommen generell lukrativer aus, da diese über mehr Kapital verfügen. Auch ein Branchenwechsel kann sich durchaus lohnen: Während ein Sekretär in der Nahrungs- und Genussindustrie circa 45.000 Euro jährlich verdient, würde ein Beschäftigter in derselben Position in der Maschinenbaubranche rund 57.000 Euro erhalten.

Profilbild von Nina Schnoor
Nina Schnoor

Ich bin als Junior PR Managerin für die Produkte Gehalt.de und Compensation Partner bei PersonalMarkt in Hamburg beschäftigt. Zusammen mit meinem Team aus der Abteilung „PR und Kommunikation“ versorge ich die Online- und Offline-Medien regelmäßig mit aktuellen Studien, die sich um die Themen Gehalt und Karriere drehen. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die interne Kommunikation im Unternehmen.

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