Keine Panik vor der Zwischenprüfung!

In den meisten Ausbildungsberufen findet nach ungefähr einem oder anderthalb Jahren die Zwischenprüfung statt. Hier könnt ihr meine Erfahrungen und Tipps an euch nachlesen.

Auch, wenn das Ergebnis bei uns nicht in die Abschlussnote einfließt, möchte man gut abschneiden. Manche Betriebe legen zum Beispiel eine bestimmte Zwischenprüfungsnote fest, die von den Azubis erreicht werden muss, damit sie verkürzen können. In dem Thema „Verkürzung der Ausbildung“ spielen aber auch die Bewertungen im Betrieb und natürlich die restlichen Schulnoten eine Rolle.

Die Zwischenprüfung wurde bei uns von der IHK Hannover organisiert und fand Ende Februar, also gut anderthalb Jahre nach Ausbildungsbeginn, statt. Mein erster Tipp an euch: fangt rechtzeitig an. Ihr sollt nicht monatelang durchgängig lernen, aber wenn ihr früh mit dem Lernen beginnt, könnt ihr das Ganze entspannter angehen und habt keinen Stress, wenn ihr beispielsweise durch Krankheit ein paar Tage das Bett hüten müsst.

Wir haben in unserem Verlag die Zwischenprüfungen der letzten Jahre in einem Ordner gesammelt – natürlich auch mit den dazugehörigen Lösungsbogen, damit wir unsere Antworten kontrollieren können. Das war eine gute Hilfe, um sich mit dem Prüfungsformat vertraut zu machen: Wie ist die Prüfung aufgebaut? Wie sind die Fragen gestellt? Wie viele Fragen gibt es überhaupt? Mit diesen ganzen Fragen mussten wir uns also nicht herum schlagen. Außerdem haben wir gemerkt, dass sich einige Fragen über die Jahre hinweg immer wiederholen. Das ist zwar nicht der Großteil, aber die Punkte sind auf jeden Fall sicher.

Ich habe mir zur Vorbereitung alle Prüfungen, die wir im Verlag haben, kopiert und mir für zuhause einen eigenen Ordner nur mit Zwischenprüfungen und den Lösungsbögen erstellt. Dann habe ich angefangen, die Prüfungen immer wieder zu lösen. Etwa sechs Wochen vor dem Prüfungstermin habe ich jeden Abend nach Feierabend eine Prüfung gemacht, was wirklich gut geklappt hat. Insgesamt habe ich jede Prüfung etwa zwei bis drei Mal gelöst und die Ergebnisse wurden immer besser.

Parallel habe ich mir außerdem noch die alten Unterrichtsmaterialien angeguckt, da in der Zwischenprüfung auch neue Fragen gestellt werden. Ein Bereich, in dem ich nicht so gut war, war zum Beispiel Unternehmensstrukturen und -arten. Hierfür habe ich mir noch ein paar Lernzettel mit den wichtigsten Informationen erstellt und eingeprägt.

Etwa drei Tage vor der Prüfung habe ich dann nicht mehr gelernt, sondern entspannt. So konnte der Stoff sacken und ich habe mich nicht verrückt gemacht, denn ich wusste, dass ich gut vorbereitet bin.

In der Prüfung kommt dann natürlich die Aufregung dazu, deshalb solltet ihr die Fragen genau lesen und in Ruhe nachdenken, welches die logischste Antwort ist. Ihr habt auf jeden Fall genug Zeit, um alle Fragen stressfrei beantworten zu können.

Ich hoffe, dass euch mein Artikel die Angst vor der Zwischenprüfung etwas genommen hat. Viel Erfolg!

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Alicia Steinbrück

Hallo! Ich heiße Alicia Steinbrück, bin 20 Jahre alt und absolviere seit dem 1. August 2016 meine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft in Hannover.

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