Frustrationstoleranz steigern: 6 Tipps für mehr Gelassenheit

Ob in der Ausbildung oder im Privaten: Enttäuschungen und Rückschläge gehören zum Alltag. Wer seine Frustrationstoleranz steigern und somit besser mit dem Frust umgehen möchte, erfährt hier sechs Tipps.

1. Frustration zulassen

Wenn du deine Frustrationstoleranz steigern möchtest, ist der erste Schritt, den Frust zuzulassen und die unangenehmen Gefühle bewusst wahrzunehmen. Vielleicht fühlst du dich bei einer Aufgabe, die nicht optimal erledigt wurde, oder in einer unschönen Situation hilflos, bist verärgert und verzweifelt. Allerdings werden diese Gefühle auch wieder vergehen – und wer sie akzeptiert, kommt schneller darüber hinweg und kann positiv in die Zukunft blicken.

2. Realistischen Optimismus anwenden

Neigst du dazu, alles schwarz zu sehen und dich lange über Niederlagen und Zurückweisung zu ärgern? Zu einer gesteigerten Frustrationstoleranz gehört es, genau dieses Verhalten abzuschütteln. Wende stattdessen einen realistischen Optimismus an und versuche, den Frust als Herausforderung zu sehen und als Chance, dich weiterzuentwickeln.

3. Frustrationstoleranz steigern: Ansprüche zurückschrauben

Du kannst weiterhin deine Frustrationstoleranz steigern, indem du deine Ansprüche zurückschraubst und keine zu hohen Erwartungen an dich und deine Leistungen in der Ausbildung stellst. Wer sich zu hohe Ziele setzt, muss zwangsläufig enttäuscht werden. Versuche stattdessen, realistische Ambitionen zu haben.

4. Nicht verbal überdramatisieren

Eine geringe Frustrationstoleranz kann sich auch in der Sprache äußern. Je nachdem, wie gut jemand mit Enttäuschungen klarkommt, beschreibt der eine vielleicht eine Situation als "totale Katastrophe" und "schrecklich", der andere wählt mildere Wörter wie "unschön" oder "ärgerlich – aber halb so schlimm". Wer seine Frustrationstoleranz steigern möchte, sollte den Frust daher nicht verbal überdramatisieren, denn das verstärkt ihn nur.

5. Weitermachen, statt aufzugeben

Elementar für eine hohe Frustrationstoleranz ist es zudem, sich von Rückschlägen nicht ermutigen zu lassen. Weitermachen statt aufgeben ist die Devise. Nur so kannst du lernen, besser mit Frust umzugehen.

6. Unbequeme Situation trainieren

Begib dich absichtlich in unangenehme Situationen und trainiere so deine Frustrationstoleranz. Falls du ein Auto hast, kannst du dich zum Beispiel zur Feierabendzeit hinter das Steuer setzen und dich mit voller Absicht in Stau oder stockenden Verkehr manövrieren. Ziel dieser Übung sollt es sein, trotz der nervigen Situation ruhig zu bleiben und deine Gelassenheit zu trainieren. Eine weitere Übung ist, ein paar Tage nicht aufzuräumen und das Chaos auszuhalten.