Fünf Faktoren, die das Gehalt beeinflussen

Ein Gehalt wird von vielen Faktoren beeinflusst. Was ganz plausibel klingt, ist in Wirklichkeit komplexer als gedacht. Bei Gehalt.de werden über 20 dieser Faktoren in die Berechnung der Vergütung mit einbezogen. Die wichtigsten Faktoren möchten wir hiermit kurz vorstellen.

1. Stelle, Position und Personalverantwortung

Je komplizierter die Stelle und je höher der Anforderungsgrad an den Arbeitnehmer, desto höher auch das Gehalt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Position innerhalb der Stelle. Als Berufseinsteiger gibt es weniger Gehalt als für einen Abteilungsleiter. Leitende Angestellte verfügen darüber hinaus nicht selten über Personalverantwortung. Das heißt, sie können Personal einstellen, entlassen und sind für ihre Entwicklung zuständig. Diese zusätzliche Verantwortung spiegelt sich sehr stark im Gehalt wieder.

2. Der Bildungshintergrund

Komplizierte Aufgaben müssen erlernt werden. Dies geschieht während der Ausbildung und an der Universität. Je höher der Bildungsgrad, desto höher in der Regel das Gehalt. So zahlt sich ein langes und anstrengendes Medizinstudium aus. Diejenigen, die sich neben dem Beruf weiterbilden, profitieren langfristig. Sie werden durch höhere Berufschancen, mehr Joboptionen und damit auch bessere Karrieremöglichkeiten belohnt.

3. Die Größe des Unternehmens

Alles schön und gut, doch wenn ein Unternehmen wenig Kapital zur Verfügung hat, dann kann es auch weniger ausgeben. Ein Indiz für die Kapitalstärke einer Firma ist unter anderem die Firmengröße. Sie wird nicht in Quadratmetern gemessen, sondern mit der Anzahl der Beschäftigten. Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern erwirtschaften genug Umsatz, um sich die Menge an Personal leisten zu können. Deswegen heißt es ganz einfach: Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt.

4. Die Branche entscheidet

Ein weiteres Indiz für die Kapitalstärke ist auch die Branche. Zu den kapitalstarken Branchen gehören zum Beispiel das Bankenwesen, die Pharmaindustrie oder die Automobilwirtschaft. Hier werden sehr hohe Summen umgesetzt. Weniger zahlungsstark sind dagegen Call Center, Zeitarbeitsfirmen oder auch Hotels und Gaststätten.

5. Die Region

Auch die Region spielt eine entscheidende Rolle. Dies geht einerseits mit höheren bzw. geringeren Lebenshaltungskosten für Miete, Verpflegung etc. einher. In München liegen die Gehälter deutlich höher als in Sachsen. Dafür zahlen Beschäftigte in Sachsen deutlich weniger Miete. Es gilt also immer auch das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgeben zu beachten. 

Andererseits liegt es auch an der Wirtschaftsstruktur der Region. Die Rhein-Main-Region oder das Ruhrgebiet sind starke Standorte, da hier viele Unternehmen ansässig sind. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es dagegen viel weniger Großunternehmen, weswegen hier auch das Gehaltsniveau geringer ist.

Fazit

Natürlich gibt es noch weitere Faktoren, die ein Gehalt beeinflussen wie zum Beispiel die Berufserfahrung oder das Fachkräfte-Angebot auf dem Markt. Diese fünf Faktoren können aber durch Arbeitnehmer beeinflusst werden. Dazu zählen unter anderem Weiterbildungen, Jobwechsel und/oder ein Umzug. Wenn also jemand mit seinem Gehalt nicht zufrieden ist, sollte er oder sie zunächst das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und nach Weiterbildungen oder Perspektiven fragen. Führt das Gespräch leider nicht zum gewünschten Ergebnis, empfiehlt sich ein Blick auf den Stellenmarkt.

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Nina Schnoor

Ich bin als Junior PR Managerin für die Produkte Gehalt.de und Compensation Partner bei PersonalMarkt in Hamburg beschäftigt. Zusammen mit meinem Team aus der Abteilung „PR und Kommunikation“ versorge ich die Online- und Offline-Medien regelmäßig mit aktuellen Studien, die sich um die Themen Gehalt und Karriere drehen. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die interne Kommunikation im Unternehmen.

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