Dankschreiben nach Bewerbung: So verbesserst du deine Chancen

Nach dem Vorstellungsgespräch heißt es meist abwarten. Mit einem Dankschreiben nach der Bewerbung kannst du dich bei deinen potenziellen Vorgesetzten aber noch einmal positiv in Erinnerung bringen und hast sogar die Möglichkeit, Fehler aus dem Gespräch auszubügeln. Hier erfährst du, was du beim Verfassen eines Dankschreibens beachten solltest.

Dankschreiben: Mit positivem Eindruck von Mitbewerbern abheben

Es gibt mehrere gute Gründe, nach der Bewerbung ein Dankschreiben aufzusetzen. Vor allem hast du so die Möglichkeit, den hoffentlich positiven Eindruck nach dem Vorstellungsgespräch zu untermauern und dich ein paar Tage nach dem ersten persönlichen Kennenlernen noch einmal in Erinnerung zu bringen. So hebst du dich vorteilhaft aus der Masse der Bewerber ab und kannst dir einen Vorteil gegenüber deinen Konkurrenten verschaffen. Schließlich zeigst du deinen potenziellen neuen Chefs mit dem Dankschreiben, dass du an der Stelle ernsthaft interessiert bist. Ein kurzer Brief oder eine Mail nach der Bewerbung ist zwar keine Garantie dafür, dass du am Ende den Job bekommst, aber bei gleicher Qualifikation und erfolgreichem Kennenlernen mehrerer Kandidaten könnte es das entscheidende Detail sein, das deine Chancen auf die Stelle verbessert.

Inhalt des Dankschreibens nach der Bewerbung

Inhaltlich solltest du das Dankschreiben nach der Bewerbung zunächst für das nutzen, was der Name bereits impliziert: Bedanke dich bei deinen potenziellen neuen Vorgesetzten für das Vorstellungsgespräch. In dem Schreiben hast du aber auch Gelegenheit, noch einmal ein paar Punkte aus dem Gespräch aufzugreifen und entweder kleine Fehler auszubügeln, deine Stärken hervorzuheben oder noch einmal zu betonen, was dir beim ersten persönlichen Kennenlernen besonders gut gefallen hat. So wird das Dankschreiben zur Ergänzung des Bewerbungsgesprächs.

Um einen positiven Eindruck zu hinterlassen, solltest du das Schreiben individuell an das Unternehmen und das jeweilige Vorstellungsgespräch anpassen und keinen Einheitstext formulieren, den du für mehrere Bewerbungen benutzt. Nur die individuelle Note verschafft dir einen möglichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten um die Stelle. Am Ende des Dankschreibens kannst du noch einmal unterstreichen, wie sehr du dich freuen würdest, die ausgeschriebene Stelle zu bekommen.

Auf Form und das richtige Timing achten

Die Form des Dankschreibens ist ebenso wichtig wie der Inhalt, denn nur dadurch wird das Schreiben zur perfekten Ergänzung zu deiner Bewerbung. Ob du das Dankschreiben per Mail oder als Brief verschickst, ist im Prinzip deine Entscheidung. Ein Brief verleiht dem Schreiben möglicherweise mehr Nachdruck und geht nicht in der Masse der Mails unter. Allerdings setzten heute viele Unternehmen ausschließlich auf Onlinekommunikation. Falls du deine Bewerbung bereits per Mail verschickt hast, solltest du daher auch das Dankschreiben über diesen Weg versenden.

Versuche den Text möglichst kurz zu halten, länger als eine Seite sollte das Dankschreiben nicht sein – ansonsten läufst du Gefahr, den Adressaten mit unwichtigen Ausführungen zu langweilen. Richte das Schreiben an denjenigen, der dich zum Vorstellungsgespräch eingeladen hat, auch wenn beim tatsächlichen Treffen mehrere Vorgesetzte anwesend waren. Zu guter Letzt achte auf das richtige Timing: Das Dankschreiben schickst du am besten ein paar Tage nach dem Vorstellungsgespräch ab. So kannst du die Entscheidung des Unternehmens hoffentlich noch positiv beeinflussen.

No-Gos beim Dankschreiben

Wenn du ein Dankschreiben nach der Bewerbung aufsetzt, solltest du ein paar No-Gos unbedingt vermeiden. Ein falsches Timing fällt in diese Kategorie, denn das schönste Schreiben nützt nichts, wenn es den Adressaten zu spät erreicht und die Entscheidung für einen anderen Kandidaten bereits gefallen ist. Dann war deine ganze Mühe umsonst und du hast die Chance verpasst, deine Chancen auf den Job durch das Dankschreiben zu verbessern. Behalte die Zeit also stets im Blick und warte keine Woche, bis du das Unternehmen erneut kontaktierst.

Des Weiteren solltest du es im Dankschreiben vermeiden, zu dick aufzutragen und mit schleimerischen Kommentaren deinem Gegenüber gefallen zu wollen. Ein passendes Lob etwa zur modernen Ausstattung des Unternehmens oder der angenehmen Arbeitsatmosphäre kannst du zwar unterbringen, allerdings sollte das auch der Wahrheit entsprechen. Bleibe im Dankschreiben also lieber ehrlich. Das gilt auch in Bezug auf dich selbst: Wenn du dich über alle Maßen lobst und übertrieben anpreist, kommt das ebenfalls nicht gut an. Übe dich daher lieber in Zurückhaltung. Ein letztes No-Go beim Dankschreiben nach der Bewerbung sind Tippfehler. Lies den Text am besten mehrfach durch und kontrolliere ihn auf eventuelle Fehler, bevor du ihn abschickst.