7 Tipps für das Telefoninterview

Du kriegst eine Nachricht mit einer Terminanfrage. Doch noch ist es nicht das erhoffte Bewerbungsgespräch, sondern ein Telefoninterview. Viele Unternehmen nutzen diesen Zwischenschritt, um ein besseres Gefühl für den Bewerber zu bekommen. Es ist zwar nicht die große Show, trotzdem ist das Gespräch nicht zu unterschätzen. GEHALT.DE zeigt dir die wichtigsten Tipps für den Recall.

1. Suche dir einen ruhigen Platz

Das Telefoninterview solltest du in einer ruhigen Umgebung abhalten, wo du alles unter Kontrolle hast, also am besten zuhause. Handy, Fernseher und alles, was Hintergrundgeräusche verursachen könnte, muss ausgeschaltet werden. Mitbewohner, Partner und Haustiere solltest du am besten auch im Nebenzimmer abstellen, um dich voll konzentrieren zu können.

2. Nimm dir genug Zeit

Schaffe dir nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich Platz. Der Zeitpunkt des Telefoninterviews steht zwar fest, er kann sich aber aus terminlichen Gründen des Personalers nach vorne oder hinten verschieben. Um keinen Zeitdruck zu haben, solltest du versuchen, das Gespräch auf einen freien Tag oder frühen Abend zu legen. Sage private Treffen lieber ab, damit du dich nicht so unter Druck gesetzt fühlst und wirklich ausreichend Zeit für deinen Gesprächspartner hast.

3. Mache dein Zimmer zum Büro

Um auch mental am richtigen Ort zu sein, ist es hilfreich, die gleiche Gesprächsatmosphäre wie am Arbeitsplatz zu schaffen. Dazu solltest du dich aufrecht an einen Tisch setzen, damit du besser zuhören kannst und konzentrierter bist. Vielleicht hilft es dir auch, dich wie für ein persönliches Vorstellungsgespräch zu kleiden, damit du dich besser in die Lage hineinversetzen kannst. Viele Personaler haben ein geübtes Ohr dafür, ob jemand im Stehen, Sitzen oder Liegen telefoniert.

4. Sei ein aktiver Zuhörer

Aufmerksames Zuhören hat eine große Bedeutung im Telefoninterview. Auch wenn du nervös bist, solltest du zu schnelles Antworten vermeiden und deinen Gesprächspartner ausreden lassen. Das Interview wird oft von zwei Personen geführt, sodass die Gesprächsreihenfolge durcheinander kommen kann. Solltest du etwas akustisch oder inhaltlich nicht verstanden haben, frage nach. Es ist besser, sich nochmal zu erkundigen, anstatt zu schweigen oder falsche Antworten zu geben. Du kannst dir ein wenig Zeit für deine Antworten nehmen, aber vermeide zu lange Pausen im Gespräch. Es könnte der Eindruck entstehen, dass die Verbindung abgebrochen ist, versuche deswegen größere Pausen mit Rückmeldesignalen wie „mhm“ oder „ich verstehe“ zu überbrücken.

5. Mache dich auf Standardfragen gefasst

Selbst wenn das Telefoninterview dem persönlichen Gespräch vorangestellt ist, werden auch hier schon typische Bewerbungsfragen gestellt. Du solltest dich also auf jeden Fall schon auf ein paar Fragen vorbereiten. Ein paar Beispiele dafür sind unter anderem:

Warum möchten Sie bei uns arbeiten?

Wie oder womit verdienen wir unser Geld?

Warum sind Sie der/die Richtige für diesen Job?

Was sind Ihre Stärken/Schwächen?

Welches Gehalt schwebt Ihnen vor?

Wichtig! Nenne nicht ungefragt deine Gehaltsvorstellungen, dafür ist noch Zeit. Wer sich im Hinblick auf seinen Marktwert unsicher ist, kann sich auf GEHALT.DE über das Durchschnittsgehalt des Berufes informieren.

Auch Rückfragen sind gerne gesehen. Damit zeigst du, dass du am Arbeitsumfeld interessiert bist. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, solltest du trotz großer Versuchung lieber nicht googeln. Hier läufst du Gefahr durch das Tippen aufzufliegen. Deshalb empfiehlt es sich, wichtige Notizen griffbereit und die Seite des Unternehmens auf Abruf zu haben.

6. Sprich selbstsicher und überzeugend

Das Äußerliche spielt hier keine Rolle. Der Vorteil für dich: Gestik, Mimik und Körperhaltung fallen komplett weg und werden nicht beurteilt. Dies gilt leider auch umgekehrt. Dadurch, dass du kein visuelles Feedback von deinem Gegenüber bekommst, ist es schwer einzuschätzen, welche deiner Aussagen positiv bewertet werden und welche nicht. Manche Personaler sind geschult, besonders nüchtern und kühl zu reagieren, um herausfinden, wie du damit umgehst. Dafür ist es umso wichtiger, was du sagst. Benutze hier am besten kurze, sachliche und inhaltsvolle Sätze. Dein Gesprächspartner kann dich besser verstehen, wenn du ruhig und langsam sprichst. Du hast in der Regel 15 Minuten Zeit, dich vorzustellen, nutze sie aus!

7. Kümmere dich um die Technik

Wenn du für das Telefonat ein Mobiltelefon benutzt, ist ein voller Akku ein Muss! Falls du in deiner Wohnung schlechten Empfang hast, versuche, über den Festnetzanschluss zu telefonieren. Viele Unternehmen schlagen auch ein Skypegespräch vor. Hier können trotz guter Internetverbindung Verzögerungen oder Rückkopplungen auftreten, die euch ablenken können. Versuche in jedem Fall ein Headset zu tragen, da hier die Gesprächsqualität besser ist und Nebengeräusche herausgefiltert werden.

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Berit Kreyenborg

Ich heiße Berit Kreyenborg und arbeite als Junior PR Managerin bei PersonalMarkt in Hamburg. Dort sorge ich in der Abteilung „PR und Kommunikation“ dafür, dass unsere Produkte Gehalt.de und Compensation Partner mit aktuellen Studien zu Gehalts- und Karrierethemen die Online- und Offline-Medien erreichen. Ich bin außerdem für die interne Kommunikation im Unternehmen zuständig.

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