Rasen richtig düngen: Viel hilft nicht zwangsläufig viel
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Rasen richtig düngen: Viel hilft nicht zwangsläufig viel

Dünger für den heimischen Rasen bekommen Sie heute an fast jeder Ecke. Aber braucht Ihr Rasen wirklich diese Extraportion Kraftfutter? Ein Blick auf die Grünfläche hilft da meist schon aus. Wir erklären Ihnen in diesem Ratgeber, auf was Sie achten sollten.

Wenn das Grün in Ihrem Garten satt erscheint, es keine kahlen Stellen gibt und der Rasen dicht im Wuchs ist, dann wird ihm in der Regel auch nichts fehlen. Ihn jetzt mit Dünger zu bestreuen bringt nichts. Denn Pflanzen nehmen immer nur so viele Nährstoffe auf, wie sie auch wirklich benötigen.

(hier wäre eine Step-by-step-Anleitung denkbar: 1. Rasen begutachten - 2. Bodenprobe entnehmen und einschicken - 3. Rasen nach Anleitung des Labors düngen / fest oder flüssig)

Welche Nährstoffe braucht mein Rasen?

Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid sind die wichtigsten Nährstoffe für den Rasen. Mineralien wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium spielen aber eine nicht minder wichtige Rolle. Bei jedem Rasenschnitt geht ein Teil dieser Nährstoffe dem Boden verloren und muss ersetzt werden. Wenn es der Boden nicht schafft, aus eigener Kraft genügend Nährstoffe nachzuliefern, muss mittels Düngung nachgeholfen werden.

Sie können und sollten dafür in regelmäßigen Abständen den Boden unter Ihrem Rasen testen. Nur so können Sie rechtzeitig feststellen, ob es ihm an Nährstoffen und Spurenelementen mangelt und gegebenenfalls gegensteuern. Dasselbe ist natürlich zu tun, wenn Ihr Rasen bereits Zeichen von Krankheiten aufweist.

Bodenprobe entnehmen und an ein Labor schicken

Entnehmen Sie dazu eine Bodenprobe. Stechen Sie zum Beispiel mit einem Bohrstock ein 250-500 Gram schweres Stück aus einer Tiefe von circa 10 Zentimetern aus dem Erdreich. Dieses schicken Sie zur Analyse an ein entsprechendes Labor. Aufgrund der dort erstellten Analyse können Sie nun den richtigen Dünger für Ihren Rasen auswählen.

Tipp: Benutzen Sie einen Mulchmäher oder Mähroboter, braucht der Rasen weniger Dünger. Das feine Schnittgut bleibt auf der Fläche liegen, zersetzt sich langsam und die enthaltenen Nährstoffe können von den Gräsern wiederverwertet werden.

Sie erhalten vom Labor neben den Daten für die Nährstoffe und Spurenelemente, auch eine Aussage über den pH-Wert des Bodens. Zusätzlich sollte es immer auch eine Düngeempfehlung geben. Diese ist die Grundlage für Ihre Düngung im eigenen Garten.

Wie gehe ich beim Düngen am besten vor?

Nachdem Sie vom Labor die Düngeempfehlung erhalten und den entsprechenden Dünger gekauft haben, müssen Sie diesen jetzt ihrem Rasen zuführen. Haben Sie einen feststofflichen, mineralischen Rasendünger, nutzten Sie am besten einen Streuwagen. So können Sie eine gleichmäßige Verteilung gewährleisten. Bringen Sie sie die benötigte Menge Dünger am besten in zwei Durchgängen aus

Haben Sie keinen Streuwagen, so können Sie den Dünger auch einfach mit einer Schaufel auf dem Rasen verteilen. Verteilen Sie die eine Hälfte in Querrichtung, die andere in Längsrichtung. So erhalten Sie ein gleichmäßiges Ergebnis.

Flüssigdünger mit der Gießkanne verteilen

Benutzen Sie hingegen Flüssigdünger, müssen Sie diesen genau nach Anweisung auf der Verpackung anmischen. Anschließend verteilen Sie ihn gleichmäßig mit einer Gießkanne auf dem Rasen.

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