Natron: Tipps zur Anwendung im Haushalt
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Natron: Tipps zur Anwendung im Haushalt

Natron – das ist das unscheinbare Pülverchen, das fast jeder im Haushalt besitzt. Gut so, denn es findet Anwendung in vielen verschiedenen Bereichen. Was Sie damit Nützliches anstellen können, lesen Sie hier.

Natron ist die Abkürzung für Natriumhydrogencarbonat. Wer gerne backt, hat es vielleicht schon einmal als Triebmittel verwendet. Das ist jedoch bei Weitem nicht die einzige mögliche Anwendung.

1. Natron-Allzweckreiniger

Das Wundermittel eignet sich beispielsweise hervorragend als Haushaltsreiniger für Küche und Bad, solange Sie damit keine Silikonfugen oder Naturstein reinigen. Lassen Sie den Chemiecocktail im Schrank und mixen Sie stattdessen Ihren gesundheitsschonenden und umweltfreundlichen Allzweckreiniger mit Natron. Für 250 Milliliter der Mixtur brauchen Sie nicht mehr als einen Teelöffel des Pulvers, eine Tasse warmes Wasser, einen Teelöffel geriebene Kernseife, einen Spritzer Zitronenwasser und am besten eine alte Sprühflasche. Für einen angenehmen Duft können Sie außerdem einige Tropfen ätherisches Öl, beispielsweise Lavendel oder Eukalyptus, hinzumischen.

  • Geben Sie erst die Kernseife mit dem Wasser in einen Topf und rühren Sie das Ganze, bis sich die Kernseife gelöst hat.
  • Anschließend fügen Sie unter Rühren die weiteren Zutaten hinzu und
  • geben die abgekühlte Mischung in die Sprühflasche – fertig ist Ihr Universalreiniger.

Tipp: Schütteln Sie die Flasche vor jeder Anwendung und sprühen Sie den Reiniger dann erst auf schmutzige Stellen.

2. Geschirrspülmittel mit Natron

Es kann so einfach sein, Geschirrspülmittel selber herzustellen, wenn man um die Wirkungsweise von Natron weiß. Folgende Zutaten brauchen Sie:

  • einen Teelöffel Natron
  • etwa 20 Tropfen ätherisches Öl mit dem Duft Zitrone
  • 100 Milliliter duft- und farbstofffreie Flüssigseife (alternativ geht auch ein Esslöffel Soda)
  • eine leere Spülmittelflasche

Geben Sie die Zutaten allesamt in die Spülmittelflasche und füllen Sie diese komplett mit Wasser auf. Anschließend verschließen Sie die Flasche und schütteln sie sanft. Das ging einfach, oder? Und ist zudem äußerst kostengünstig.

Speziell Backbleche lassen sich auch mit einer Mischung aus Natron und Soda reinigen.

3. Natron als Fleckenteufel

Der hartnäckige Fleck will einfach nicht aus Ihrem Lieblingsshirt verschwinden? Dann ist auch hier Natron die Lösung für Ihr Problem. Mit dem Pulver werden Sie fast alle Verschmutzungen in Textilien wieder los. Mischen Sie drei Teile Natron mit einem Teil Wasser zu einer Paste. Danach reiben Sie damit die betroffene Stelle ein – entweder mit den Fingern oder sanft mit einer Bürste. Lassen Sie den selbstgemachten Fleckenentferner etwa eine Stunde einwirken und waschen Sie Ihre Kleidung anschließend wie gewohnt. Obacht: Einige Materialien sind besonders empfindlich. Bei Unsicherheit testen Sie die Materialverträglichkeit an einer unauffälligen Stelle.

4. WC-Reiniger mit Natron

Der Toilettenreiniger: alle. Die Geschäfte: geschlossen. Das Klo: schmutzig. Die Lösung: Natron. So einfach geht’s: Verteilen Sie eine halbe Tasse des Pulvers im WC-Becken und lassen Sie es eine Stunde einwirken. Danach putzen Sie wie üblich mit der Toilettenbürste. Besonders hartnäckigen Verschmutzungen rücken Sie zusätzlich mit ein bis zwei Tassen Essig zu Leibe.

Aus Natron lassen sich auch praktische WC-Reiniger-Tabs herstellen.

S M
Autor/-in
Simon Meyer
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