Maden in der Mülltonne bekämpfen und vorbeugen
© Mik122/iStock/Thinkstock
(6)

Maden in der Mülltonne bekämpfen und vorbeugen

Kaum wird es im Sommer wärmer, nisten sich häufig Maden in der Mülltonne ein. Wie Sie die lästigen Insektenlarven wieder loswerden, und wie Sie sich in Zukunft vor Ihnen schützen können, erfahren Sie hier.

Mit Kalk gegen Maden in der Mülltonne

Maden in der Mülltonne stellen keine Gefahr da. Eklig und lästig sind sie dennoch. Wenn sich die Larven von Fliegen, Mücken und Co. in Ihrem Müll breitgemacht haben, gibt es einige Hausmittel, sie wieder loszuwerden. Zu chemischen Mitteln sollten Sie nach Möglichkeit nicht greifen, sie sind gefährlich für Mensch und Tier und können die Umwelt schädigen.

  • Als besonders wirksames Mittel gegen Maden in der Mülltonne gilt Branntkalk. Er lässt die kleinen Larven austrocknen. Geben Sie ihn dafür einfach über den befallenen Müll. Alternativ können Sie ihn mit Wasser zu einer stark ätzenden Lösung mischen und in kleinen Mengen über den Müll schütten. Tragen Sie dabei am besten Schutzkleidung und führen Sie die Behandlung nur draußen und niemals in geschlossenen Räumen durch. Holen Sie sich für beide Varianten die Erlaubnis des Entsorgungsunternehmens ein.
  • Als Alternativen zum Branntkalk sind auch andere Kalksorten, Katzenstreu oder Streusalz möglich.

Hausmittel: Essig oder Pfeffer gegen Maden in der Mülltonne

Wenn Sie nicht gleich einen 10-Kilo-Sack Kalk aus dem Baumarkt schleppen möchten, können Sie es zunächst auch mit Hausmitteln probieren.

  • Geben Sie 1 Esslöffel Essigessenz auf einen Liter Wasser und besprühen Sie mit dieser Lösung die Maden in der Mülltonne. Für einen stärkeren Effekt können Sie zusätzlich Salz hinterherschütten. Die meisten Maden in der Mülltonne sind bei dieser Behandlung nach kurzer Zeit abgestorben. Den Mülleimer sollten Sie hinterher nicht ausspülen, sondern lediglich lufttrocknen lassen, denn der Geruch hält Insekten fern.
  • Auch Pfeffer kommt für die Schädlingsbekämpfung infrage. Dafür kochen Sie einen Liter Wasser auf, lösen 1 Esslöffel Pfeffer darin auf und lassen die Lösung abkühlen. Dann besprühen Sie damit die Maden in der Mülltonne.
  • Bei leichtem Befall können Sie die Tonne natürlich zunächst auch einfach auswaschen und anschließend über Kopf austrocknen lassen. Eine häufige Reinigung der Mülltonne hilft auch vorbeugend.

Madendeckel für die Mülltonne

Es gibt noch weitere Schutzmaßnahmen, mit denen Sie verhindern, dass Sie eines Tages Maden in der Mülltonne finden.

  • Zunächst sollten Sie immer den Deckel fest schließen, damit Fliegen gar nicht erst ihre Eier in Ihrem Müll ablegen können und es zu Maden in der Mülltonne kommen kann.
  • Für einen höheren Schutz finden Sie im Fachhandel auch Gummiabdichtungen oder spezielle Madendeckel für die Mülltonne mit Biofilter. Dieser Filter wandelt die Fäulnisgase aus dem Müll in harmlose, geruchsfreie Stoffe um, von denen sich keine Insekten anlocken lassen.
  • Geben Sie möglichst wenige Fleischabfälle in die Tonne oder nutzen Sie ausnahmsweise im Sommer eine Zeit lang die Restmülltonne, falls diese häufiger geleert wird.
  • Die Abfälle sollten Sie am besten zusätzlich in Zeitungspapier einwickeln, das Feuchtigkeit und Geruch aufnimmt. Beim Restmüll können Sie auch Plastiktüten benutzen oder beim Biomüll kompostierbare Beutel aus Stärkemehl.

Gegen Maden in der Mülltonne: Mülltonne trocken halten

Halten Sie außerdem das Raumklima innerhalb der Tonne möglichst trocken, um den Maden in der Mülltonne keine optimalen Bedingungen zu bieten.

  • Legen Sie dafür den Boden mit Zeitungspapier oder Grünschnitt aus oder bedecken Sie ihn mit Natron. Hier kann Flüssigkeit aus den Abfällen aufgesaugt werden. Den Abfall sollten Sie dann nur locker in die Tonne geben und nicht stopfen, damit die Luft gut zirkulieren kann.
  • Natürlich sollten Sie die Tonne nicht ausgerechnet in die pralle Sonne stellen, denn Maden lieben ein warmes Klima. Ein schattiges Plätzchen, eine trockene und saubere Tonne sowie verpackter Abfall – und Maden in der Mülltonne sind zukünftig kein Thema mehr.
WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
Wie finden Sie diesen Artikel?