Kalciumsilikatplatten: Mit den Klimaplatten Schimmel vorbeugen
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Kalciumsilikatplatten: Mit den Klimaplatten Schimmel vorbeugen

Schimmel in Haus und Wohnung ist für viele Menschen ein Problem – doch sogenannte Klimaplatten können dem Schimmelbefall vorbeugen. Die Kalciumsilikatplatten fangen Feuchtigkeit auf, die durch moderne und energiesparende Bauweisen vermehrt in den Räumen auftritt.

Moderne Bauweise begünstigt Schimmel

Jeden Tag produzieren wir durch unser normales Nutzungsverhalten Feuchtigkeit in Innenräumen. Zehn bis 15 Liter können es bei einem Drei- bis Vierpersonenhaushalt werden. Allein in der Nacht atmet jeder Mensch einen Liter Feuchtigkeit aus – dazu kommen Kochen, Duschen Waschen und andere Tätigkeiten, die mit Wasser zu tun haben. Das Problem: Unsere modernen Gebäudehüllen sind dicht. Die Feuchtigkeit kann nicht entweichen und schlägt sich als Kondenswasser an Fenstern und Wänden nieder. Dadurch kann sich Schimmel bilden. Um diese Feuchtigkeit abzufangen, bevor sie sich niederschlägt, empfiehlt sich beispielsweise der Einsatz von Kalciumsilikatplatten aus dem Fachhandel.

Kalciumsilikat: Ein vielversprechendes Material

Kalciumsilikat ist ein natürlicher Rohstoff. Er besteht aus Kalk, Wasser, Sand und Zellulosefasern, die zu Platten gepresst und dann als Dämmmaterial verwendet werden. Die Platten verfügen über einen Porenanteil von bis zu 90 Prozent. Dieser sorgt für eine überaus gute Wärmedämmung und eine sehr hohe Speicherfähigkeit von Wasser. Durch die hohe Kapillarfähigkeit des Werkstoffes wird Wasser aus der Luft quasi aufgesaugt.

Die Kalciumsilikatplatten können das Dreifache ihres eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb findet man sie auch häufig unter der Bezeichnung Klimaplatten. Mit ihrer Hilfe können Innenräume, die Feuchtigkeitsschäden aufweisen oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, schnell trockengelegt werden. Kondensationsfeuchtigkeit und stehende Feuchtigkeit an Raumwänden werden vermieden. Nach und nach geben die Klimaplatten die gespeicherte Feuchtigkeit wieder in den Raum ab. So sorgen die Kalciumsilikatplatten für ein gesundes Raumklima, in dem Schimmel keine Chance hat.

Klimaplatten verlegen: Schnell und staubfrei

Das Verlegen der Platten ist einfach. Die Kalziumsilikatplatten werden direkt auf das Mauerwerk geklebt und anschließend verfugt. Empfehlenswert ist es, die Arbeit von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen. Um einen geeigneten Handwerksbetrieb zu finden, können Sie sich beim Plattenhersteller nach einer Empfehlung in Ihrer Nähe erkundigen. Auch ein Malerbetrieb, der Trockenbauarbeiten durchführt, kann die Klimaplatten verlegen. Unter diesem Artikel finden Sie eine Auswahl passender Betriebe in Ihrer Nähe.

Da die Kalziumsilikatplatten bereits vorgeschliffen sind, können sie nach dem Verlegen direkt weiter bearbeitet werden. Es fällt kein lästiger Baustaub an. Sie können die Platten nach Ihren persönlichen Vorstellungen tapezieren, verputzen oder streichen lassen. Achten Sie dabei aber darauf, dass die verwendeten Materialien dampfdurchlässig sind, damit die klimaregulierende Funktion der Platten aufrechterhalten wird. Wasserabweisende Farben oder Tapeten mit Dampfsperre sollten deshalb besser nicht verwendet werden.

Zusätzlich sollten Sie auf einen ausreichenden Luftaustausch durch regelmäßiges Lüften Ihrer Wohnräume achten. Die Klimaplatten können die Feuchtigkeit aus der Luft zwar vorübergehend aufnehmen, doch auch ihre Kapazität ist beschränkt und letztendlich muss die Feuchtigkeit nach draußen abgeleitet werden.

Zusammenfassende Tipps zum Thema Kalciumsilikatplatten

  • Kalciumsilikatplatten, auch Klimaplatten genannt, besitzen eine hohe Wasserspeicherkapazität und eignen sich so hervorragend zur Klimaregulierung in Innenräumen.
  • Die Verlegung ist nicht schwer. Geeignete Handwerksbetriebe sind Maler oder Trockenbauer.
  • Nach der Sanierung können die Kalciumsilikatplatten ohne Schleifen direkt weiter bearbeitet werden. Beim Streichen, Verputzen oder Tapezieren sollten Sie unbedingt darauf achten nur dampfdurchlässige Materialien zu verwenden.
  • Bitte achten Sie auch nach einer Sanierung mit Kalciumsilikatplatten auf einen ausreichenden Luftaustausch, der die gespeicherte Feuchtigkeit nach außen abtransportiert.
SM
Autor/-in
Simon Meyer
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