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Hausschwamm bekämpfen: So werden Sie den Pilz los
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Hausschwamm bekämpfen: So werden Sie den Pilz los

Der Hausschwamm ist ein holzschädigender Pilz, der sich in feuchten Möbeln, Fußböden, Dachstühlen und sogar im Mauerwerk ansiedelt. Dort richtet er erhebliche Schäden an. Auch für Menschen kann er gefährlich werden. Erfahren Sie hier, wie Sie den Hausschwamm bekämpfen und einem Befall vorbeugen.

Hausschwamm bekämpfen: Ein Fall für den Spezialisten

Da ein Befall auf Holz durch den Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) als schwerer Baumangel gilt, sollten Sie für seine Feststellung und Bekämpfung dringend einen Experten um Rat fragen. Die Fachleute senden zur eindeutigen Bestimmung des Pilzes Proben ins Labor. Auch die Sanierung sollte durch ein autorisiertes Fachunternehmen erfolgen.

Bei einer starken Schädigung am Holz durch den Hausschwamm kann die Statik des Gebäudes beeinträchtigt sein – vor allem wenn der Pilz tragende die Bausubstanz, also Wände und Balken (Balkenköpfe) befällt. Ein Statiker sollte die Sanierungsarbeiten bei einem Hausschwamm in diesem Fall unbedingt unterstützen. Achten Sie darauf, dass der zu beauftragende Gutachter einen Sachkundenachweis erbringen und sich so als Sachverständiger für Holzschutz ausweisen kann.

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Der Fachmann prüft die weitere Umgebung auf Spuren des Pilzes – denn der Hausschwamm kann mehrere Meter weit ins Mauerwerk des Gebäudes hineinwachsen. Anschließend erfolgt die Trockenlegung von Mauerwerk und Holzkonstruktion. Gegebenenfalls muss das vom Hausschwamm betroffene Holz ausgetauscht oder der Putz abgeklopft werden. Der Sicherheitsabstand zum gesunden Bestand sollte dabei einen Meter betragen.

Eine alternative Methode zur Bekämpfung von Hausschwammbefall ist das sogenannte Heißluftverfahren: Es basiert auf der geringen Temperaturverträglichkeit des Hausschwamms. Bei Temperaturen über 50 Grad Celsius stirbt er ab. Daher bietet es sich an, befallene Stellen auf entsprechende Temperaturen zu erhitzen. Vom Hausschwamm betroffenes Mauerwerk sollte abgeflämmt werden.

Diese Methoden zur Schwammsanierung bei Hausschwammbefall werden außerdem angewendet:

  1. Bohrlochtränkung (vor allem bei tragenden Balken): Der Fachmann bringt Bohrlöcher im vom Hausschwamm betroffenen Holzteil an und befüllt diese mit Holzschutzmittel, sodass es sich im ganzen Holzteil verteilen kann.
  2. Schaumverfahren: Das Holzschutzmittel wird in schaumiger Form auf dem betroffenen Holz angebracht, sodass es sich langsam im Holz ausbreiten und den Hausschwamm eliminieren kann.
  3. Flutverfahren: Bei dieser Maßnahme wird die Feuchtigkeit aus dem Holz herausgezogen, indem die Flüssigkeit an bestimmten Stellen abgepumpt wird.
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Aufgrund der umfangreichen Maßnahmen der Hausschwammsanierung können Kosten von bis zu 30.000 Euro entstehen. Nicht immer zahlt dabei die Versicherung für einen Befall mit dem Hausschwamm. Unter Umständen können Sie die Kosten jedoch vollständig von der Steuer absetzen.

So beugen Sie dem Hausschwamm vor

Ist den Experten das Hausschwamm bekämpfen gelungen, sollten Sie einem erneuten Befall des Holzpilzes unbedingt vorbeugen:

  •  Lassen Sie die vom Hausschwamm betroffenen Stellen gut trocknen.
  •  Spüren Sie die Ursache der Feuchtigkeit auf und beheben Sie sie dauerhaft. Holzfeuchte gilt als entscheidender Faktor bei der Vorbeugung des Hausschwamms und dessen Wachstum.
  • Eventuell können Sie umliegende Bereiche mit sogenannten Schwammsperrmitteln streichen. Der Experte kann entsprechende Schwammsperrmittel auch im Mauerwerk verteilen.
  • Zudem ist es hilfreich, das Haus (und vor allem Holz) regelmäßig auf Feuchtigkeitsschäden und allgemeine Feuchtigkeit – beispielsweise durch Haarrisse in Rohren – zu untersuchen. Entdecken Sie feuchte Stellen rechtzeitig, haben Sie die Möglichkeit, sie zu beseitigen, bevor sich der Pilz samt seinem Myzel, Fruchtkörper und Sporen ausbreitet. Dabei kann ein Bautrockner unterstützend wirken.
  • Vergessen Sie außerdem nicht, das Erdgeschoss und auch den Keller regelmäßig zu lüften, um die Luftfeuchtigkeit zu senken. So schaffen Sie für den Hausschwamm ungünstige Bedingungen und beugen einem erneutem Hausschwammbefall vor.
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