Darum sollten Sie mit torffreier Blumenerde gärtnern
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Darum sollten Sie mit torffreier Blumenerde gärtnern

Wenn Sie torffreie Blumenerde verwenden, schützen Sie die Umwelt. Zusätzlich tun Sie Ihrem Boden etwas Gutes. Lesen Sie hier mehr über die Hintergründe und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Torffreie Blumenerde: Deshalb ist sie umweltfreundlich

Wenn Sie torffreie Blumenerde verwenden, schützen Sie die Umwelt. Das liegt bereits an der puren Menge an Torf, die beim Gärtnern benötigt wird. Allein der Hobbygartenbau verbraucht rund drei Millionen Kubikmeter Torf im Jahr. Ökologisch ist das höchst schädlich, stammt Torf doch aus Hochmooren und wächst extrem langsam nach. Durch den Abbau wird ein einzigartiges Ökosystem zerstört: Hierzulande sind bereits 95 Prozent der ursprünglichen Moorlandschaften unwiederbringlich verloren. Ein weiterer umweltschädlicher Aspekt von torfhaltiger Erde: Die Entwässerung der Moore setzt das klimaschädliche Gas Kohlendioxid frei. Ein weiteres großes Problem für die Natur versteckt sich in der Herkunft von Torf. Der hierzulande verkaufte Torf stammt meist aus dem Baltikum und Russland. Das bedeutet äußerst lange Transportwege, welche die Umwelt zusätzlich belasten.

Warum torffreie Blumenerde besser für Ihren Boden ist

Wenn Sie als Hobbygärtner auf torffreie Blumenerde setzen, tun Sie Ihrem Boden etwas Gutes. Denn auch, wenn Torf die Durchlüftung des Bodens verbessert – die Qualität des Untergrunds wird durch Torfzugabe verringert! Grund sind die fehlenden Nährstoffe im Torf und die Tatsache, dass er die Versauerung des Bodens fördert. Um die Qualität Ihres Bodens zu verbessern, sollten Sie deshalb besser auf Kompost setzen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie ihn gerade bei jungen Pflanzen vorsichtig anwenden. Der hohe Nährstoffgehalt von Kompost kann jungen Pflanzen schaden. Eine gute Mischung aus Komposterde und Fertig-Substrat erhalten Sie im Verhältnis eins zu drei, also mit einem Drittel Komposterde und zwei Dritteln Substrat. Neben der Nährstoffversorgung verbessert torffreie Erde außerdem die Bodenstruktur und ist förderlich für die Lebewesen im Boden.

So erkennen Sie torffreie Blumenerde

Herkömmliche Garten- und Blumenerde besteht heutzutage zu 90 Prozent aus Torf, deshalb sollten Sie genau darauf achten, Alternativen zu kaufen. Diese erkennen Sie am Schriftzug “torffrei” oder “ohne Torf”. In so gekennzeichneten Produkten wird statt Torf eine Mischung aus Rindenhumus, Holz-, Chinaschilf- oder Hanffasern verwendet. Auch Zusätze wie Sand, Lavagranulat oder Tonminerale finden sich darin. Wenn Sie die Natur schützen wollen, sollten Sie aber nicht nur auf Blumenerden verzichten, die Torf enthalten. Auch der Inhaltsstoff Kokos bedeutet lange Transportwege, welche die Ökobilanz der Produkte entscheidend verschlechtern.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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