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Ceranfeld reinigen: So wird das Glaskeramikkochfeld wieder sauber

Im Vergleich zu klassischen Herdplatten ist das Ceranfeld ziemlich hightech. Da kommt schnell Unsicherheit auf: Wie reinigt man die Glaskeramik am besten? Braucht man unbedingt Ceranfeldreiniger und Spezialwerkzeug oder reichen Hausmittel und Kratzschwamm? Hier kommen die Antworten.

Spezialwerkzeuge: Glaskeramikschaber und Ceranfeldreiniger

Glaskeramik ist einerseits sehr temperaturbelastbar, andererseits aber auch ein recht strukturempfindliches Material. Daher empfiehlt es sich, für die Reinigung spezielle Mittel zu verwenden, bei denen Sie sicher sein können, die Oberfläche nicht zu beschädigen.

Was Sie für die Reinigung Ihres Cerankochfeldes im Putzschrank haben sollten:

  • Glaskeramikschaber
  • Ceranfeldreiniger
  • Spülmittel
  • Mikrofaserlappen oder Papiertücher

Schaber für die Reinigung Ihres Ceranfelds bekommen Sie schon ab einem Preis von etwa 5 Euro.

Mit dem Schaber können Sie grobe Verschmutzungen, aber auch hartnäckig eingebrannte Reste von der Herdoberfläche entfernen. Hier ein paar Tipps:

  • Seien Sie vorsichtig: Die Klinge ist sehr scharf! 
  • Feuchten Sie den Herd am besten ein bisschen an – dann gleitet der Schaber besser. 
  • Halten Sie den Schaber so flach wie möglich – sonst kratzen Sie womöglich tiefe Furchen in die Oberfläche.
Was unterscheidet Glaskeramikreiniger von normalem Spülmittel?
  • Der Reiniger enthält Stoffe, die besonders stark sind, wenn es darum geht, Fett und Stärke zu lösen. 
  • Außerdem befinden sich kleine Schleifpartikel in der Flüssigkeit: Sie helfen mechanisch bei der Reinigung des Ceranfeldes, ohne es zu zerkratzen. 
  • Sie können den Spezialreiniger nicht nur zum Saubermachen, sondern auch zum Pflegen und Versiegeln nutzen.

Beachten Sie die Anwendungshinweise auf der Flasche.

No-Gos: Das sollten Sie Ihrem Ceranfeld nicht antun

Wenn Sie lange ein strahlend schönes Ceranfeld in der Küche haben wollen, sind folgende Dinge tabu:

  • Stahlwolle und Kratzschwämme
  • zusammengeknüllte Alufolie als Schrubbhilfe
  • Scheuermilch
  • spitze Gegenstände aller Art
  • Töpfe und Pfannen mit schmutziger Unterseite auf der heißen Platte
  • Essensreste festtrocknen lassen 
  • Zucker auf dem Kochfeld

Kleine Kratzer im Ceranfeld lassen sich mit einer speziellen Polierpaste ausbessern. Wenn Sie aber mit Stahlwolle und Co. größere Furchen in die Oberfläche schleifen, lässt sich das nicht mehr beheben.

Ceranfeld reinigen mit Hausmitteln: Natron, Essig, Zitronensäure

Beim großen Frühjahrsputz können Sie fast alles mit Hausmitteln wie Natron, Essig und Zitrone reinigen – das klappt in der Regel auch bei hartnäckigem Schmutz auf dem Ceranfeld. Wenn nicht, können Sie jederzeit auf den Ceranfeldreiniger zurückgreifen.

Am besten eignet sich folgende Hausmittelmischung für die Reinigung einer Glaskeramikfläche: 

  • ein paar Esslöffel Natron oder Backpulver
  • ein Schuss Essig oder Zitronensäure

Zitronensäure bekommen Sie in der Drogerie als Pulver, falls Sie keine frische Zitrone zur Hand haben. In diesem Fall müssen Sie noch ein wenig Wasser hinzufügen, denn die Mischung sollte die Konsistenz einer Paste haben. 

So gehen Sie vor, wenn Sie Ihr Cerankochfeld ohne Chemie reinigen wollen:

  1. Paste anrühren.
  2. Paste auf die verschmutzen Stellen auftragen.
  3. Etwa 30 Minuten einwirken lassen – nicht schrubben!
  4. Vorsichtig mit einem feuchten Tuch abwischen.
  5. Reste mit dem Glaskeramikschaber entfernen.
  6. Mit klarem Wasser nachwischen.
  7. Mit einem sauberen Tuch nachpolieren.

Regelmäßige Reinigung und Pflege sind bei einem Ceranfeld wichtig – sonst wird es schnell stumpf und unansehnlich.

Leichte Verschmutzungen auf dem Ceranfeld reinigen

Ein Soßenfleck oder ein bisschen Fett zwischen den Kochfeldern? Solange nichts festgebrannt ist: Kein Problem, hier reicht ein weicher Lappen mit ein bisschen Spülmittel. Sollte der Schmutz schon angetrocknet sein, weichen Sie ihn mit ein bisschen Spüli-Wasser ein und wischen ihn danach ab. Wenn Sie mit einem trockenen Tuch nachpolieren, strahlt das Ceranfeld wieder wie neu.

Weiße Flecken und Schlieren auf dem Ceranfeld: Was ist das?

Bestimmt haben Sie auf Ihrem Ceranfeld auch schon mal die hellen, schleierhaften Flecken gesehen, die manchmal so bunt schimmern wie Benzin in einer Pfütze? Das kann mehrere Ursachen haben:

  • Kalk:Das Wasser ist verdunstet, aber die mineralischen Bestandteile haben sich in die Herdplatte eingebrannt.
  • Rückstände von Reinigungsmitteln:Beim Erhitzen nach der Reinigung brennen sich diese ins Ceranfeld ein. Deshalb sollten Sie nach dem Putzen immer mit klarem Wasser nachwischen.
  • Metallabrieb:Pfannen und Töpfe mit Aluminiumbeschichtung hinterlassen häufig metallisch glänzende Spuren auf der Platte.
  • Fett:Schon ein kleiner Tropfen Öl oder Schmutzreste an der Unterseite des Kochgeschirrs können diese Schlieren erzeugen.

Was können Sie dagegen tun? Eine geduldige und eventuell wiederholte Reinigung mit der Hausmittelpaste oder einem Ceranfeldreiniger hilft.

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Kalkflecken vom Ceranfeld entfernen

Das Ceranfeld ist eigentlich sauber, aber es haben sich unschöne Kalkflecken gebildet? 

  1. Reiben Sie die betroffenen Stellen mit Zitrone ein.
  2. Lassen Sie die Säure etwa 30 Minuten einwirken. 
  3. Wischen Sie mit einem feuchten Lappen über das Ceranfeld.
  4. Trocknen und polieren Sie den Herd mit einem sauberen, trockenen Tuch.

Zucker kann Ceranfeld zerstören

Bei der Zubereitung von Süßspeisen gerät schnell Zucker auf die heiße Herdplatte. Den sollten Sie möglichst sofort entfernen – zum Beispiel, indem Sie ihn mit dem Schaber zur Seite schieben. Spätestens sobald die Platte weit genug abgekühlt ist, dass keine Verbrennungsgefahr mehr besteht, sollten Sie die Zuckerflecken mit dem Schaber entfernen.

Warum die Eile? Zucker kann zu Rissen im Ceranfeld führen: Die heiße, süße Masse klebt an der Glaskeramik fest. Beim Abkühlen zieht sie sich zusammen und erzeugt Spannungen im Material. Werden die zu groß, kommt es zu sogenannten Ausmuschelungen. Die beeinträchtigen zwar die Funktion des Herdes nicht, sehen aber nicht schön aus und sind schwerer zu reinigen als eine glatte Kochfläche.

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