Bauschutt entsorgen: Was darf in den Container, was nicht?
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Bauschutt entsorgen: Was darf in den Container, was nicht?

Nach einem Abriss, Um- oder Anbau müssen Sie Ihren Bauschutt ordnungsgemäß entsorgen. Oft fallen erstaunliche Mengen davon an, daher bestellen Sie sich am besten einen Container. Womit Sie ihn befüllen dürfen und welche Abfälle Sie lieber nicht darin entsorgen, erfahren Sie hier.

Container für mineralische Stoffe

Bestellen Sie sich je nach Bedarf einen Container von fünf, zehn, 15 oder 30 Kubikmetern. Sie können Steine und Dachziegel, reines Erdreich, Fliesen, Keramik, Glas, normalen Beton und Straßenaufbruch darin sammeln. Diese Stoffe können problemlos zum Beispiel für den Straßenbau weiterverwendet werden. Wenn Sie Ihren Bauschutt möglichst günstig entsorgen möchten, sollten Sie darauf achten, dass dies auch wirklich die einzige Form von Schutt im Container ist. Stellen die Fachleute nämlich fest, dass sich zu viele andere Stoffe darin befinden, müssen sie die ganze Ladung erst aufwendig trennen oder im Ganzen als Baustellenabfälle verbrennen – und das wird teuer für Sie.

Bauschutt entsorgen: Diese Dinge gehören nicht in den Container

Gegenstände, sie sich immer wieder im Container für Bauschutt finden, die aber nicht hineingehören, bestehen etwa aus Metall, Gips oder Ytong. Auch Dachpappe hat darin nichts zu suchen, und Sonderabfälle bringen Sie besser direkt zum Wertstoffhof. Bodenaushub, der schädliche Verunreinigungen enthält, sollte ebenfalls nicht im Container landen. Wurde in Ihrem Haus Asbest gefunden, lassen Sie den gefährlichen Stoff am besten direkt vom Fachmann entfernen und entsorgen. Er darf auf keinen Fall in den Schutt gelangen. Insgesamt sollten Sie darauf achten, dass Sie keine nichtmineralischen Stoffe mit Ihrem Bauschutt zu entsorgen versuchen.

Fehler können teuer werden

Für den An- und Abtransport des Containers erheben die Fachbetriebe im Normalfall eine Pauschale. Je nach Größe des Behältnisses und nach Betrieb liegt diese in der Regel zwischen 45 und 150 Euro. Die Entsorgung des Schutts variiert in ihren Kosten ebenfalls – bei gut sortiertem, reinen Bauschutt zahlen Sie pro Kubikmeter zwischen 17 und 85 Euro. Und hier sehen Sie, warum es sich lohnt, nur Bauschutt abzugeben: Für unsortierte Bauabfälle berechnen Ihnen die Fachleute pro Kubikmeter zwischen 48 und 190 Euro.

Anhand dieser Spannen ist auch ersichtlich, dass es sich auszahlt, die Preise zu vergleichen. Holen Sie also am besten die Angebote mehrerer Firmen ein, ehe Sie sich entscheiden. Steht der Container an einer öffentlich zugänglichen Stelle, ist es empfehlenswert, ihn in der Nacht mit einer Plane zu verschließen, damit niemand hier seinen Müll ablädt und Ihren Bauschutt verunreinigt.

WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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