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Was Krampfadern kosten und wann die Krankenkassen zahlen
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Was Krampfadern kosten und wann die Krankenkassen zahlen

Krampfadern entfernen – zahlt das die Kasse? Während manche Krampfadern harmlos sind und keine Beschwerden verursachen, müssen andere Varizen behandelt werden. Die Therapie und die Kosten der Krampfader-Behandlung sind abhängig vom Erkrankungsstadium, möglichen Begleiterkrankungen und den Wünschen des Betroffenen. Krampfadern: Kosten und wann die Krankenkassen zahlen.

Warum Krampfadern behandeln?

Ein Krampfaderleiden ist meist nicht nur unangenehm und mit schweren, schmerzenden und geschwollenen Beinen verbunden. Krampfadern stellen oftmals auch ein gesundheitliches Risiko dar. Viele Betroffene stören sich zudem an dem Erscheinungsbild. Oft treten die lilafarbenen geschlängelten Varizen deutlich hervor. Weniger auffällig, aber optisch ebenfalls meist unerwünscht, sind harmlose Besenreißer. Besenreißer sind das Anfangsstadium von Krampfadern.

Zahlt meine Krankenkasse die Krampfadern-Kosten?

Wer Krampfadern oder Besenreißer behandeln lassen möchte, sollte sich zuvor gut informieren. Während gesetzliche Krankenkassen bestimmte medizinisch notwendige Krampfader-Behandlungen zahlen, muss der Betroffene die Kosten für ästhetische Eingriffe selbst tragen. Modernere – und oft schonendere – Behandlungsmethoden gegen die erweiterten Venen werden nicht von jeder gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Private Krankenkassen hingegen haben meist einen größeren Leistungskatalog.

Abhängig von der Behandlungsmethode können für Selbstzahler rasch mehrere Hundert Euro zusammenkommen. Hier ist es wichtig, dass sich Patienten bei ihrem Venenarzt und bei ihrer Krankenkasse erkundigen, welche Verfahren für sie geeignet sind, welche Kosten der Krampfader-Behandlung übernommen werden und was aus eigener Tasche gezahlt werden muss.

Krampfadern: Kosten, die gesetzliche Krankenkassen zahlen

Die Voruntersuchung bei Verdacht auf ein Krampfaderleiden wird von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel übernommen. Ist eine Krampfader-Behandlung medizinisch notwendig, um Komplikationen wie Venenentzündungen, Thrombosen oder einem „offenem Bein“ vorzubeugen, zahlen die Krankenkassen die Behandlung. Allerdings ist nicht jede Therapieform im Leistungskatalog enthalten.

Verschreibt der behandelnde Venenarzt im Rahmen der konservativen Kompressionstherapie Kompressionsstrümpfe oder Stützstrümpfe, werden diese von den Kassen bezahlt. Auch die Kosten für das Entfernen gesundheitskritischer Varizen mittels einer offenen Operation, Venenstripping genannt, werden von den Kassen übernommen.

Medizinisch relevant sind Venen, die aufgrund eines strukturellen Schadens der Venenwände oder der Venenklappen ihre Funktion, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren, nicht mehr erfüllen können. Dies hat Veränderungen im Blutkreislauf zur Folge und führt zu Veränderungen an Geweben wie Haut und Muskeln. Das Risiko für Komplikationen steigt.

Welche Krampfader-Behandlung zahlen die Krankenkassen nicht?

Anders sieht das oftmals bei neueren Krampfader-Behandlungen aus. So werden die Kosten endovenöser Verfahren nicht von allen Kassen übernommen. Dazu gehören beispielsweise thermische Verfahren wie die Radiowellentherapie und die Krampfader-Therapie mit Laser. Auch ein Veröden der Krampfadern mit Verödungsmitteln ist meist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen drin.

Manche gesetzlichen Krankenkassen bieten allerdings Zusatzleistungen oder Zuzahlungen an. Andere Kassen zahlen die Lasertherapie- oder Radiofrequenztherapie bei Ärzten oder Krankenhäusern, mit denen sie spezielle Verträge geschlossen haben. Ob gesetzliche Krankenkassen die Kosten der Krampfader-Behandlung übernehmen, ist somit immer abhängig von der gewählten Methode, der Krankenkasse sowie dem individuellen Fall.

Lassen Sie sich vor der Varizen-Behandlung von Ihrem Facharzt für Phlebologie oder Gefäßchirurgie beraten und setzen Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung, um über die Vor- und Nachteile der einzelnen Therapiemöglichkeiten sowie über mögliche Kosten der Krampfaderbehandlung informiert zu sein.

Krampfadern: Kosten der Krampfader-Behandlung wie teuer?

Muss der Patient die Lasertherapie oder Radiofrequenztherapie gegen Krampfadern selbst zahlen, liegen die Kosten schätzungsweise zwischen 1.000 bis 1.500 Euro. Hinzu können Kosten für Nachuntersuchungen und Nachbehandlungen kommen. Die Kosten der Krampfader-Therapie sind letztlich abhängig von der Schwere des Krampfaderleidens, vom gewählten Verfahren sowie davon, ob ein Bein oder beide Beine behandelt werden müssen.

Das Veröden von Krampfadern und Besenreißern mittels Verödungsmittel, Sklerotherapie genannt, erfolgt oft in mehreren Sitzungen, von denen jede zwischen 100 und 150 Euro kostet. Die Behandlung von Besenreißern ist generell nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten, da Besenreiser gesundheitlich kein Risiko darstellen, sondern vor allem ein ästhetisches Problem sind.

Anfrage auf Kostenübernahme

Sie können immer die Möglichkeit nutzen, bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen – sei es für die Therapie der Krampfadern mit Radio- oder Lasertherapie oder die Behandlung mit Venenkleber. Ein Versuch ist es wert. Und: Anders sieht es oft bei Privatpatienten aus. Die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Radiofrequenz- oder Laserbehandlung. Fragen Sie auch hier nach.

Die Kompressionstherapie gilt als wichtigste Maßnahme bei schweren Venenerkrankungen. Mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen und Kompressionsverbänden werden die Venenwände stabilisiert und zusammengepresst, sodass sich die Venenklappen wieder berühren können. So wird einem Blutrückfluss beziehungsweise einem Blutstau entgegengewirkt. Zugleich wird die Arbeit der Muskelpumpen unterstützt. Das Risiko für mit Krampfadern verbundenen Komplikationen wie Thrombosen, Beingeschwüren, Varizenblutungen und Venenentzündungen wird gesenkt. Die Kosten der Kompressionstherapie werden von den Krankenkassen übernommen.
Die Laser- und die Radiowellentherapie sind thermische Verfahren zur Behandlung von Krampfadern. Hierbei wird eine Sonde über die Leiste in die Krampfader vorgeschoben und erhitzt. Die in der Venenwand vorhandenen Eiweiße erstarren und verkleben die Venenwände. Mit der Zeit werden die zerstörten Venen vom Körper abgebaut. Die beiden Verfahren sind oftmals nicht Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.
Das Veröden der Krampfadern wird Sklerotherapie genannt. In die erweiterte Krampfader wird ein Verödungsmittel injiziert, welches eine künstliche Venenentzündung verursacht. Die Venenwände verkleben und vernarben schließlich. Es kann kein Blut mehr hindurchfließen. Die umliegenden Venen übernehmen die Arbeit. Es gibt flüssige Verödungsmittel sowie Verödungsschaum. Fragen Sie im individuellen Fall nach, ob Ihre Krankenkasse die Kosten für die Verödung übernimmt.

Quellen:

gesundheitsinformation.de 

Krankenkassen Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e.V. (DGP)

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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